Hearthstone: Uralte WoW-Seuche macht aus eSport-Match ein „Russisch Roulette“

Bei Hearthstone sorgt eine Seuche für Aufsehen, die vor 14 Jahren im MMORPG World of Warcraft tobte. Ein eSport-Match auf Grandmaster-Niveau lief am Ende auf eine Partie „Russisch Roulette“ hinaus.

Was ist das für eine Seuche? 2005 trieb in WoW „Hakkar“ sein Unwesen. Der war der Endboss des Raids Zul’Gurub. Der Fiesling war dazu fähig, Spieler mit einer Blutseuche zu belegen, die sich auf andere Spieler ausbreitete. Eigentlich war das nur für den Raid vorgesehen.

Doch in WoW konnten Spieler diese Seuche mit Jäger-Pets für eine Weile aus dem Raid schmuggeln und sie so etwa in den Hauptstädten Sturmwind und Orgrimmar verbreiten, wo dann zig unschuldige Spieler wegstarben, denn gegen das Virus war kein Kraut gewachsen.

Das war damals eine „legendäre“ Geschichte aus den Anfangstagen des MMORPGs und Blizzard hat sich entschlossen diese Seuche nach Hearthstone zu bringen.

WoW Corrupted Blood Hakkar incident
So ähnlich sah es damals in WoW aus.

So funktioniert die Seuche in Hearthstone: Die Karte „Hakkar der Seelenschinder“ kostet 10 Mana und besitzt 9/6 Werte. Sie mischt als Todesröcheln die Karte „Verderbtes Blut“ in die Decks beider Spieler. Die erzeugt dann 3 Schaden, wenn sie gezogen wird und mischt zwei weitere Karten ins Deck.

Normalerweise wird Hakkar der Seelenschinder nur in ganz besonderen Decks gespielt, doch durch Zufalls-Effekte kommt die Karte doch mal ins Spiel. Dann reicht es, wenn sie stirbt, sodass plötzlich das Verderbte Blut im Umlauf ist.

Im Duell zwischen Jang „Dawn“ Hyunjae und Tyler „Tyler“ Hoang Nguyen hatte Hakkar tatsächlich seinen Auftritt.

Intensiver Moment im E-Sport von Hearthstone

Das war das „Russisch Roulette“: In einem aktuellen Spiel der Grandmaster, den 48 Top-Spieler im E-Sport von Hearthstone, spielte Großmeister Dawn ein Magier-Deck. Dort gibt es einen Zauber, der einen Diener zerstört und dafür 2 Diener, mit denselben Mana-Kosten beschwört.

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Wie die Seite RockPaperShotgun berichtet, tauchten aus einem Meeresriese (10 Mana) dank des „Ruf des Beschwörers“ dann Hakkar und der Drache Emeriss auf.

Beide wurden durch einen Brawl des Kriegers schnell vernichtet – aber nun war die Seuche im Deck beider Spieler. Das geschah relativ früh im Match und die beiden spielten dann noch fast 20 Minuten weiter gegeneinander, während die Lebenspunkte sanken, die Deck-Stapel immer kleiner wurden und die Seuche immer zentraler wurde.

Schnell fingen die Kommentatoren an, auszurechnen, wie die Chancen bei jedem Zug stehen, dass die Seuche einen der beiden killt: „Jetzt steht die Chance bei 2:9“, hieß es dann.

Hearthstone-Beten
Auch Großmeister können hier nur noch beten.

Am Ende des Matches standen sich beide Großmeister mit nur noch 3 Lebenspunkten gegenüber und den Seuchen-Karten im Deck. Jeder Zug aus dem Deck wurde zu einem „Russisch Roulette“: Wenn die Blutseuche gezogen würde, wäre es für denjenigen Spieler vorbei.

Im letzten Zug kam es zum Showdown und alles hing davon ab, ob DawN mit dem letzten Zug die Blutseuche erwischt oder nicht.

Tyler und Dawn schlugen beide die Hände zusammen und schienen die Hearthstone-Götter um Glück anzuflehen.

Den Moment könnt Ihr hier sehen:

Ein unglaublich intensiver Augenblick in Hearthstone, der nie zustande gekommen wäre, wenn in 2005 WoW-Spieler keimfrei geblieben wären.

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Quelle(n): rpsYouTube (ganzes Match)
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