Final Fantasy XIV hat jetzt eine Theatergruppe, kupo

Final Fantasy XIV im Theater sein und das ohne das Haus zu verlassen? Die Schauspielgruppe von einem Spieler macht es möglich.

Video Games sind doch einfach mal die reinste Zeitverschwendung und bringen einen im Leben nicht weiter! Das behauptet zumindest die Bundesagentur für Arbeit. Steve Pederzani sieht das allerdings ganz anders und ist davon überzeugt, dass Computerspiele einen wertvollen Beitrag an der Gesellschaft leisten können.

Steve Pederzani studiert derzeit nicht nur Jura, sondern spielt auch Final Fantasy XIV in seiner Freizeit. Im Dezember letzten Jahres hat er dort mit seinem Charakter „Wanderer Sakabu“ ein Rollenspiel der besonderen Art veranstaltet, das Spieler dazu bewegte, neue Accounts zu erstellen und auf seinen Spiel-Server „Diabolos“ zu wandern.

Wanderer Sakabu

Final Fantasy XIV wird zu einer Bühne mit Schauspielern und Zuschauern

Spielt man in Final Fantasy XIV auf „Diabolos“, findet man die verschiedensten Player-Run-Events. Dort blüht das bunte Leben mit Theatern, Cabarets, Gruselhäusern, Partys und vielen weiteren Erlebnissen, die Rollenspieler des Servers für andere zur Verfügung stellen.

Steve Pederzani ist einer dieser Rollenspieler, der sich ganz dem Theater gewidmet hat. Mit seinem Charakter „Wanderer Sabaku“ hat der Student ein Script, basierend auf Final Fantasy IX, mit einer virtuellen Theatergruppe einstudiert. In dem Script „I Want to Be Your Canary“ geht es um eine Prinzessin und ihren bürgerlichen Geliebten.

Pederzani koordinierte über ein Dutzend Spieler, die mit ihren Charakteren als Schauspieler mitwirkten. Außerdem war er noch Regisseur, Bühnendesigner und spielte mit „Wanderer Sakabu“ selber eine Rolle im Stück. Das virtuelle Theater kann über 50 Spieler beherbergen, die als Zuschauer die Möglichkeit haben mit Emotes wie Klatschen oder Lachen zu reagieren.

Mit dem Online-Theater wird Final Fantasy für die Schauspielergruppe zum Kulturgut

Pederzani hat selber einen Theater-Hintergrund und spielte im realen Leben bereits in seiner Schulzeit in einigen Stücken mit – später auch für eine Weile beruflich. Als er begann das erste Final Fantasy MMO (FFXI) zu spielen, fühlte er sich von den Plots im Spiel inspiriert und begann selber kleine Scripts an Hand der Lore von Final Fantasy zu schreiben. Mit „I want to Be Your Canary“ hat Pederzani sein bisher größtes Stück online aufgeführt.

Manchmal mussten die Schauspieler – wie ihre Kollegen im echten Leben – ein bisschen tricksen. Bei Final Fantasy XIV können Spieler einander nicht einfach so umbringen, aber in dem Stück gab es ein paar Todesszenen. Für diese hat die Gruppe dann Betten unter der Bühne platziert, über denen die Schauspieler ihre Charaktere dann auf der Bühne schlafen legen konnten.

final fantasy theater tod

Pederzani und seine Gruppe sehen sich als Künstler und werden lieber nicht als Rollenspieler bezeichnet. Sie sind Schauspieler und eine Theatergruppe. Sie möchten so vielen wie möglich, auf dem ganzen Globus verteilt, das Theater näher bringen und dabei ihre Leidenschaften – Final Fantasy und die Schauspielerei – miteinander verknüpfen. Für sie besteht Final Fantasy nicht nur aus dem Zocken, sondern sie finden darin Geschichten, Kultur und Kunst.

Video Games werden stets mehr für andere Zwecke nur das Spielen benutzt: Pokémon GO steht bei einigen Universitäten auf dem Stundenplan.

Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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