Dragon Age 4 soll „Live-Elemente“ erhalten – wohl auf Drängen von EA hin

Der berühmte Journalist Jason Schreier hat sich über den bisherigen und zukünftigen Zustand von Dragon Age 4 geäußert. Dragon Age ist bekannt für seine umfassenden Facetten als Single-Player. Nun soll aber wohl ein „Live-Service“ dazu kommen.

Das plant EA: In einem neuen Beitrag von Jason Schreier auf Kotaku tauchen neue Informationen zu Dragon Age 4 auf. Wie es aussieht, erhält Dragon Age 4 „Live-Inhalte“, die das Spiel zu einer Art „Games as a Service“ machen soll.

Diese Strategie verfolgt EA schon seit einer Weile, damit Spiele für längere Zeit relevant bleiben und gespielt werden, statt irgendwann abgeschlossen zu sein. Diese Entscheidung wird von vielen Spielern nicht gut aufgenommen und brachte EA bereits einen Platz unter den 5 meistgehassten Unternehmen von Amerika ein.

Wie genau die Live-Inhalte aussehen sollen, ist allerdings noch nicht bekannt. Es wird jedoch wohl mehr als nur der Multiplayer des Vorgängers Inquisition oder DLCs sein. Bereits 2018 war bekannt, dass Live-Elemente kommen. Dort wurde noch gemunkelt, Dragon Age 4 werde ein Pseudo-MMO.

dragon age 3
Dragon Age: Inquisition

Wie kam es zu dieser Entscheidung? Obwohl EA laut Schreier seinen Entwicklern viel Freiheiten einräumt, seien solche Inhalte wie Service oft nicht verhandelbar. Dragon Age 4 sei aber schon schon vor einigen Jahren unter dem Code-Namen „Joplin“ in Entwicklung gegangen.

Während der Entwicklung sollten sich Teile des Teams von Dragon Age 4 an der Entwicklung von Mass Effect Andromeda beteiligen, damit dieses rechtzeitig fertig wird. Eingestellt und neu aufgenommen wurde es dann Ende 2017.

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Die Rückkehr zu Dragon Age wurde dann aber von Anthem überschattet, das ebenfalls schnell fertig werden musste. Die ursprünglichen Pläne von Dragon Age wurden deswegen häufig überworfen und schließlich ganz gestrichen, damit es unter dem neuen Code-Namen „Morrison“ neu aufgenommen werden kann.

Als Morrison sollte Dragon Age 4 dann direkt als Service-Titel geplant sein. Die Grundlage für Morrison boten die Werkzeuge und der Code von Anthem, auf denen Dragon Age 4 schließlich basieren soll.

Anthem Interceptor mit einer Pose
Anthem spielte eine Rolle in der Entwicklung von Dragon Age 4

Was bedeutet das für Dragon Age 4? Trotz dieser Verbindung zu Anthem solle Dragon Age 4 laut einiger BioWare-Mitarbeiter kein „Anthem mit Drachen“ werden. Dennoch verliert Dragon Age mit dieser Entscheidung anscheinend viel von seiner Tiefe.

Laut einem Tweet von BioWares General Manager Casey Hudson im Januar 2018, soll dieser Live-Content aber nur weitere Geschichten nach den Haupt-Inhalten erzählen. Der Fokus solle weiter auf Story und Charakteren liegen.

Die erste Version von Dragon Age 4, Joplin, war ursprünglich kleiner angelegt als Vorgänger Inquisition. Spieler sollten weniger repetitive Quests in einer offenen Welt haben. Dafür sollten Entscheidungen deutlich mehr Einfluss haben.

Geplant war laut inoffiziellen Aussagen sogar, dass bestimmte Entscheidungen zu einem „nicht-standard Game Over“ führen konnten. Wer sich also alle Wege verbaute, hat es einfach verbockt. Das alles wird sich in Dragon Age 4 offenbar aber nicht wiederfinden.

Wie sich der Druck von EA auf Spiele auswirken kann, die dafür nicht ausgelegt sind, zeigt sich in einem kürzlich erschienenen Insider-Bericht zur Entwicklung von Anthem.

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Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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