Destiny 2 will schneller Content bringen, aber Team muss glücklich bleiben

Bei Destiny 2 ist die Dauer-Kritik der Spieler, es sei zu wenig Content da und es daure zu lange, bis neuer Spielinhalt erscheint. Bei Bungie weiß man das und sagt, man macht auch Fortschritte, die Kadenz zu erhöhen, aber das dürfte nicht zu Lasten der Gesundheit des Teams gehen.

Das ist die Aussage von Bungie: Im Gespräch mit VG247 spricht Project Lead, Scott Taylor über das Problem mit der Geschwindigkeit, in der neuer Content kommt.

Taylor sagt: „Wir denken, dass wir jetzt mehr wissen über die Geschwindigkeit, in der Spieler neue Inhalte wollen, und wir versuchen es, ihnen die Inhalte in dieser Geschwindigkeit zu liefern, die sie möchten.“

Er sagt aber auch, dass nichts davon auf Kosten einer gesunden Arbeitskultur gehen darf.

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Scott Taylor (rechts), mittlerweile Destiny 2 Project Lead.

Taylor sagt: „Es ist für uns sehr wichtig, dass unser Team glücklich, gesund und mit Begeisterung dabei ist.“

Design Lead Raylene Deck ergänzt: „Man will doch, dass Leute jeden Tag zur Arbeit kommen und sich auf die Arbeit freuen und mit Begeisterung rangehen, oder? Es liegt in unseren Händen, das zu erreichen.“

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Das werden die nächsten Inhalte: Taylor spricht hier über die Season 8, die mit Shadowkeep beginnt, und einer Season 9, die danach erscheint.

Spieler sollen in der Lage sein, in diese neuen Seasons zu hüpfen, auch wenn sie im Vorfeld nicht gespielt haben.

Die Hüter in Destiny 2 sollen künftig, in der neuen Ära von Destiny 2, ohne große Hürden an dem Punkt einsteigen, an dem sie einsteigen wollen.

Destiny 2 Eris Morn

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Das steckt dahinter: Eines der dominanten Themen 2019 im Videospiel-Bereich sind die Überstunden der Designer, QA-Tester und Spiele-Entwickler.

Die beiden größten Hits der letzten Zeit sind auf Kosten von großen Überstunden und Entbehrungen der Mitarbeiter entstanden:

Bei beiden Firmen sollen Mitarbeiter gelitten haben und zusammengebrochen sein, wie Insider-Reports berichteten.

Auch beim weit weniger erfolgreichen Anthem soll so eine Überstunden-Kultur geherrscht haben.

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Bei Bungie hat man eine strikte „keine Überstunden“-Politik und achtet sehr auf ein gesundes Arbeitsklima. Bei allen Versuchen, schnelleren Content zu bringen, will sich Bungie das offenbar erhalten und verspricht sich davon, eine bessere Leistung.

Bei vg247 beschreibt der Interviewer seinen Eindruck, dass die Bungie-Mitarbeiter gelöster und besser drauf als früher wirkten, wo sie noch mit Activision als Partner zusammengearbeitet haben.

Die Frage ist aber, wie Bungie schneller Content liefern kann – jetzt wo die „Beiboot-Studios“ von Activision rausgebrochen sind. Nur weil Bungie jetzt nach 5 Jahren weiß, wie schnell Spieler Content wollen, heißt das noch nicht, das Bungie da auch sicher liefern kann.

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