Call of Duty Mobile: Der Hit, den Activision gebraucht hat – Nach Fiasko um Diablo Immortal

Call of Duty Mobile ist erst seit wenigen Tagen auf iOS und Android spielbar und hat doch schon 35 Millionen Downloads weltweit erzielt. User-Reviews sind überschwänglich. Das sieht nach genau dem Hit aus, den Activision Blizzard nun gebraucht hat. Vor allem weil die Präsentation von Diablo Immortal so negativ ankam.

Was sagen die Zahlen? Call of Duty Mobile erschien am Dienstag, dem 1. Oktober.

Am tag danach hatte man nur Spekulationen: Wie Sensor Tower schon am 2. Oktober bekanntgab, hatte Call of Duty Mobile bereits 20 Millionen Installationen erreicht, laut ihren Schätzungen.

Es soll da schon 2 Millionen $ verdient haben. 9% kommen aus den USA – 14% aus Indien.

Diese Schätzungen wurden noch mal übertroffen.

Starke Download-Zahlen – starke Reviews

Wie Activision Blizzard mittlerweile bekanntgab (via activision), hatte Call of Duty Mobile am 4. Oktober bereits 35 Millionen Downloads erzielt. Das geht aus einer Meldung an Investoren hervor. Zudem hat man den Platz 1 in über 100 Ländern und Regionen im iOS-Store erreicht.

IOS-Ranking-deutschland
Auch in Deutschland führt Call of Duty Mobile das Ranking bei iOS an. Quelle: similarweb

Das Spiel hätte die 35 Millionen Downloads schneller geknackt als jeder andere Mobile-Shooter im App Store oder Google Play.

Bei Google Play hat Call of Duty Mobile bisher 1.875.474 Bewertungen und eine Note von 4,7.

Call-of-Duty-Mobile-Google-Play
Das sieht echt gut aus bei den Reviews.

Activision Blizzard selbst verrät aber nicht, wie sich die Einnahmen auf die einzelnen Länder aufschlüsseln. Man kann wohl davon ausgehen, dass der Erfolg vor allem in Asien groß ist.

Call of Duty Mobile startet mit Problemen – Aber ist sofort ein Hit

Das große Ziel: Den Mobile-Markt im Westen öffnen

Darum ist das wichtig: Activision Blizzard will neue Märkte erschließen. In Asien ist „Mobile-Core-Gaming“ bereits ein riesiger Milliarden-Dollar-Markt – hier im Westen tun sich die Spiele aber schwer.

Vor allem im Boomland Indien ist um „PUBG Mobile“ eine Hysterie ausgebrochen. Das Spiel wird dort für alle möglichen Todesfälle verantwortlich gemacht, weil es Spieler so sehr in den Bann zieht, dass die angeblich schon mal Säure statt Wasser trinken.

Call of Duty Mobile gilt dort als „PUBG Mobile“-Killer und wurde dort von der Presse so besprochen.

Diablo Immortal Screen 3

Activision Blizzard plant seit vielen Jahren, Mobile-Ableger der eigenen Kernmarken wie eben Call of Duty zu entwickeln. Damit will man:

Der letzte größere Versuch in diese Richtung kam mit der Ankündigung für „Diablo Immortal“ bei der Blizzcon 2018. Der wurde damals aber ziemlich deutlich abgelehnt und brachte Activision Blizzard viel negative Presse ein.

Die Besucher der BlizzCon, mehrheitlich PC-Fans, wünschten sich die Ankündigung von Diablo 4, nicht die einer Mobile-Version von Diablo.

Diablo Immortal ist seitdem verschollen. Man hört nichts mehr von dem Spiel, obwohl es angeblich schon fertig entwickelt ist. Das steht wohl unter einem schlechten Stern.

Ohnehin war Activision vor wenigen Monaten noch in einer schweren Situation: Die Pipeline an neuen AAA-Titeln für PS4, Xbox One und PC war letztes Jahr schon dünn und bleibt auch 2019 ziemlich leer. Bis auf Call of Duty: Modern Warfare ist nichts großes geplant.

Activision Blizzard braucht jetzt solche Hits aus „dem Nichts“ wie Call of Duty Mobile. Zuletzt sah die Stimmung mit „WoW Classic“ wieder deutlich besser aus.

Der Erfolg von Call of Duty Mobile gibt jetzt weiter Auftrieb.

Call of Duty Mobile auf iOS und Android gestartet – Download, Maps, Modes
Autor(in)
Deine Meinung?
Level Up (6) Kommentieren (11)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.