Blizzard bezahlt 100 Support-Mitarbeiter in EU, damit sie aufhören

Blizzard reduziert seine Mitarbeiter im Kundenservice von Europa und zahlt dafür große Prämien. Hat das Folgen für die Spieler?

Insgesamt 100 Mitarbeiter des Kundendienstes von Blizzard sollen im Blizzard-Büro von Irland abgebaut worden sein und zu Ende Dezember kündigen. Das berichten die Kollegen von Eurogamer und beziehen sich dabei auf Aussagen von ehemaligen Support-Mitarbeitern. Der Support ist etwa für World of Warcraft, Heroes of the Storm, Overwatch oder allgemeine Probleme mit dem Battle.net zuständig.

Geld für den Ausstieg wurde geboten: Den Mitarbeitern wurde allerdings nicht gekündigt und sie wurden auch nicht zum Ausstieg gedrängt, sondern ihnen wurde Geld geboten, wenn sie zeitnah kündigen (ähnlich einer Abfindung). Im Laufe der letzten Monate sei dieses Angebot immer größer geworden und hätte zum Schluss „den Wert eines ganzen Jahresgehaltes“ betragen.

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Einer der ehemaligen Mitarbeiter habe Eurogamer verraten, dass das „Angebot zu gut sei, um es abzulehnen“. Immer wieder hätte Blizzard auf diese Option in den letzten Monaten hingewiesen und das angebotene Geld sei jedes Mal mehr geworden. Für den entsprechenden Mitarbeiter wurde die Aussicht aber immer verzweifelter. „Wenn du einen großen Berg Geld vor dir siehst, und das wieder und wieder, dann verlierst du langsam die Hoffnung und siehst in der Zukunft keine schöne Situation“.

Blizzard bestätigt und dämpft ab: Blizzard antwortete Eurogamer und bestätigte, dass Mitarbeiter dieses freiwillige Angebot in Anspruch genommen hätten. Das wäre aber schon eine jahrelange Praxis und würde Blizzard überall auf der Welt anbieten. So hätten Mitarbeiter genügend Möglichkeiten, „andere Karriere-Optionen anzustreben“. Es wird ausdrücklich gesagt, dass man niemanden zu dieser Entscheidung ermutigt habe, aber zu jenen, die sie in Anspruch nehmen, versuche man großzügig zu sein.WoW Geld GM title

Cork bleibt aktiv, Support funktioniert weiter: Blizzard hat aktuell keine Pläne, das Büro in Cork zu schließen. Sie erwähnten, dass die „Community der Spieler sich darauf verlassen können, dass man auch weiterhin hochqualifizierte Mitarbeiter im Kundendienst habe, die den Spielern bei ihren Problemen helfen würden.“

Cortyn meint: Ehrlich gesagt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man einhundert Mitarbeiter verliert und gleichzeitig keine Auswirkungen spüren soll. Wenn einfach 100 Arbeitskräfte verschwinden, dann hat das in jedem Fall Folgen – alles andere würde bedeuteten, dass die Mitarbeiter bisher extrem ineffektiv gearbeitet haben. Und das kann ich mir nicht vorstellen, bei dem, was GameMaster in der Vergangenheit so von ihrem Job erzählen.

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Quelle(n): eurogamer.net
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