Chaos bei MMO-Studio Daybreak: Entlassungen und Übernahme-Gerücht

Die Situation rund um H1Z1- und Everquest-Entwickler Daybreak Games wird immer verworrener. Mitarbeiter wurden entlassen und angeblich soll das Unternehmen jetzt verkauft werden. Die Firma hinter Ashes of Creation soll interessiert sein.

Was ist passiert? Das Finanzministerium der USA (via Home.treasury.gov) hat Konten und Besitztümer von sieben Oligarchen und zwölf Firmen in den USA aufgrund von angeblicher Korruption am 6. April eingefroren. Darunter befindet sich auch der Besitz von Viktor Vekselberg. Daybreak Games erklärte, dass man überhaupt nichts damit zu tun habe.

Daybreak Games wurde 2015 „eigentlich“ von Columbus Nova aufgekauft, einem Unternehmen, das zur Firmengruppe Renova gehört, welche sich im Besitz von Viktor Vekselberg befindet.

Auf der Website von Daybreak verschwand aber jetzt plötzlich die Pressemitteilung, in der beschrieben wurde, dass Daybreak von Columbus Nova gekauft wurde. Angeblich war dies ein Fehler, der 3 Jahre lang nicht korrigiert wurde. Es würde gar nicht stimmen, was man damals verkündet hat. Wir haben über die Situation rund um Daybreak berichtet.

H1Z1-producer

Überraschende Entlassungen – Weil H1Z1 so schlecht läuft?

Wie hat sich die Situation entwickelt? Seltsam allerdings, das jetzt, wenige Tage später, mehrere Mitarbeiter von Daybreak überraschend entlassen wurden. Insgesamt soll es etwa 70 Angestellte erwischt haben. Laut dem Unternehmen will man sich so besser für die Zukunft aufstellen.

Insidern zufolge sollen die Entlassungen aber tatsächlich nichts mit der Situation rund um Columbus Nova zu tun haben. Angeblich hat Daybreak wirklich nichts mit diesem Unternehmen zu tun und die Pressemitteilung war tatsächlich nur ein Fehler, der aus unbekannten Gründen über 3 Jahre nicht korrigiert wurde. Die Entlassungen sollen mit den schlechten Ergebnissen von H1Z1 zusammenhängen: H1Z1 lief über Jahre erstaunlich gut, verlor dann gegen PUBG und Fortnite aber 91% seiner Spieler.

Everquest Next Screenshot 4

Ashes-of-Creation-Entwickler wollen Daybreak angeblich kaufen

Wer will Daybreak kaufen? Die Situation wird aber noch verworrener. Denn Insider behaupten, dass Daybreak Games verkauft werden soll. Es gibt wohl mehrere Interessenten, darunter auch Intrepid Games. Intrepid Games ist bekannt dafür, am hoch interessanten MMORPG Ashes of Creation zu arbeiten. Das Unternehmen wollte sich hierzu aber nicht äußern, da man grundsätzlich keine Gerüchte kommentiert.

Es bleiben jetzt viele Fragen offen:

  • Wie hängt Daybreak wirklich mit Columbus Nova zusammen?
  • Warum wurde die Pressemitteilung heimlich gelöscht?
  • Wieso wurde der angebliche Fehler jahrelang nicht korrigiert?
  • Wieso finden die Entlassungen ausgerechnet jetzt statt?
  • Warum soll das Unternehmen verkauft werden?
  • Wird es wirklich verkauft?

Wir werden sehen, ob in Zukunft noch weitere Einzelheiten ans Tageslicht kommen und auch, ob etwas an dem Gerücht dran ist, dass die Ashes-of-Creation-Entwickler das Unternehmen kaufen wollen.

Was die Situation für Auswirkungen auf die Spiele hat, darunter auch auf die angekündigte PS4-Version von H1Z1, ist unklar.

Quelle(n): MMORPG.com, MassivelyOP
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Sina Tyler
Sina Tyler
2 Jahre zuvor

ich fand damals die ganze soe-verkauf-und-plötzlich-alles-toll-daybreak-nummer mehr als fragwürdig, und nun ist es das erst recht…
was vernünftiges gewuppt haben sie nie, landmark – dem ich heute noch hinterher trauere und ebenso eq-next – haben sie versemmelt.

ich bin einfach skeptisch, wenn es plötzlich heißt, dass mitarbeiter entlassen werden, meist ist das der anfang vom ende – habe ich leider schon oft erlebt.

Scaver
Scaver
2 Jahre zuvor

Tja, wenn es jemand kauft und dieser dann Everquest Next doch noch so bringt, wie es geplant und angekündigt war, garantiere ich den Kauf von min. 2 großen EA Packeten bzw. der CE!

Ansonsten geht mir Daybreak am Arsch vorbei, ich hoffe sie gehen Pleite und alle verlieren den Job! Mit dem aus von Everquest Next haben sie auf Lebenszeit bei mir verschissen… das Studio wie auch jeder einzelne Besitzer, Investor und Mitarbeiter!

Skyzi
Skyzi
2 Jahre zuvor

Was redest du für ein Bullshit du wünscht dir das Leute Arbeitslos werden? Gehe mal lieber zum Psychologen.

Scaver
Scaver
2 Jahre zuvor

Sorry, aber wenn mein Arbeitgeber etwas macht, mit dem ich mich nicht identifizieren kann, dann suche ich mir einen neuen. Wer das nicht tut, steht entweder dazu oder es ist um egal. Wer so etwas mit trägt als Mitarbeiter ist auch mit schuld.

Und arbeitslos werden die alle nicht. Dafür ist in der Branche ein viel zu großer Bedarf und sie können ja auch was.

Sina Tyler
Sina Tyler
2 Jahre zuvor

die mitarbeiter können dafür am allerwenigsten und sind diejenigen, die als erstes leiden…der investor bestimmt nicht, weil dem alles am **** vorbeigeht..:-(

VahroLoran
VahroLoran
2 Jahre zuvor

Der Teil mit Daybreak ist mir egal. Seit der Everquest Next Geschichte ist das Studio für mich mehr als uninteressant.

Ich hoffe nur das an der Intrepid Geschichte nichts dran ist. Die sollen sich auf Ashes komplett konzentrieren und daraus ein wunderbares MMO machen und nicht nebenbei noch andere Studios retten. Das könnte sonst tierisch in die Hose gehen.

Erzkanzler
2 Jahre zuvor

Na so schwer kann es doch nicht sein herauszufinden ob Viktor Feliksovich an Daybreak beteiligt ist. Aber selbst wenn, Entlassungen innerhalb von 20 Tagen nach Kontosperrung eines Anteilinhabers erscheinen mir dann doch etwas zu „verschwörungstheoretisch“. Es reicht doch ein Blick auf die aktuelle Lage:

Everquest gegen den Baum gefahren, H1Z1 von PUBG und Fortnite zerstört und Planetside2 ist kaum noch relevant weil man es einfach nicht gepfegt hat.

Da braucht man jetzt keine Oligarchen-Konten oder die FinCEN bemühen.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Die Sache war halt, dass der Besitzer 3 Jahre lang Columbus Nova war – aus den Pressemitteilungen.
Und jetzt, wo es Columbus Nova an den Kragen geht, sagt man: „Nee, das war damals ein Missverständnis. Es ist ganz anders!“
Dann wurde da relativ klobig rumgedoktort und das hat noch mehr den Verdacht erregt.

Dass da alle Alarmglocken angehen, ist doch normal. smile

Wobei ich deine Einschätzung teile, dass Daybreak-Games, seit sie von Sony weg sind, eigentlich nur sehr wenige positive Wendungen hatte.

Was man vergisst: DCUO war ja jahrelang ein großer Cash-Bringer -> Das wird halt auch nicht jünger. Einem MMO-Studio altern die Spiele weg, wenn man da nichts Neues bringt. Sieht man ja überall.

Erzkanzler
2 Jahre zuvor

Ach das kennt man doch, da haste nen übereifrigen Mitarbeiter der dem Werksstudenten gesagt hat, er soll ma die neue Presseerklärung fertig machen und der Dussel läd die dann umgehend auf den Server ohne zu fragen. Dann kommt der Deal nicht zustande, der Werksstudent ist längst ausgebeutet und gegangen und plötzlich sacht einer du gehörst zur russischen Mafia razz

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
2 Jahre zuvor

Der CEO der Firma hat das damals ebenfalls gesagt. Und man hat es ja 3 Jahre nicht korrigiert.

Und ich glaube nicht, dass man den Praktikanten eine „Hallo, wir sind von Sony weg und wurden von einem anderen Unternehmen gekauft“-Pressemeldung tippen lässt. smile

Erzkanzler
2 Jahre zuvor

Werksstudent… das ist was gaaaaaanz anderes, gibt Firmen die bestehen nur noch aus solchen razz

Aber wie geschrieben, letztlich auch egal pleite gehen sie mit und ohne russische Maf… ehm Oligarchen. Dass sie sich erholen könnten, würde potenzielle Spiele voraussetzen die bereits lang in der Entwicklung sind und ich habe da so ein unbestimmtes Gefühl…

Scaver
Scaver
2 Jahre zuvor

Meine letzte Hoffnung ist, dass an dem Gerücht doch etwas dran ist, Daybreak gerettet wird und dann Everquest Next doch noch fertig entwickeln kann.
Dass das Spiel was werden kann, da bin ich überzeugt. Ich kenne so viele, die dem Spiel noch heute hinterher trauern.

Nurdieruhe
Nurdieruhe
2 Jahre zuvor

Das beste was DBG tuen könnte ist die Lizenzen endlich an fähige Entwickler zu verkaufen. Ich hätte mal gerne gesehen wie Blizzard mit einem Planetside umgehen würde.

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