„Wusste immer, dass es irgendwann endet“ – Chef-Entwickler von Anthem spricht über die letzte Hoffnung für den Shooter

„Wusste immer, dass es irgendwann endet“ – Chef-Entwickler von Anthem spricht über die letzte Hoffnung für den Shooter

Für Anthem wird die Luft immer dünner. Das Spiel soll noch bis Anfang 2026 online bleiben, bis das Studio den Stecker zieht. Fans trauern jetzt schon, aber für den ehemaligen Chef-Entwickler des Shooters könnte noch eine Hoffnung bestehen, das Spiel zu retten.

Wer spricht über Anthem? Es handelt sich dabei um den ehemaligen Chef-Entwickler von Anthem, Mark Darrah. Auf YouTube berichtete er schon über die verschiedenen Probleme des Shooters und wie diese zum ultimativen Untergang von Anthem führten.

In einem neuen YouTube-Video wurde Mark Darrah interviewt. Es ging dabei vorwiegend um Dragon Age, aber einige Punkte drehten sich im Gespräch auch um die Zukunft von Anthem. Laut ihm sei es möglich, den Shooter am Leben zu lassen, doch das sei nicht ganz so einfach.

Fans müssen Kompromisse eingehen

Was sagt er zu Anthem? Mark Darrah war sich trotz des Live-Service-Aspekts von Anthem sicher, dass der Shooter irgendwann enden würde. Der Flop beschleunigte nur dessen Schicksal.

Nun steht EA aber mit einem toten Shooter da und muss sich entscheiden, wie es weitergehe. Die Lösung: Die Server von Anthem werden am 12. Januar 2026 deaktiviert. Für Mark Darrah wäre das aber vermeidbar, denn es gibt Mittel, wie ein Spiel auch ohne den ständigen Support der Entwickler existieren kann.

Wie könnte Anthem gerettet werden? Hierbei blickt der Entwickler in Richtung Bungie und Destiny. Der Loot-Shooter von den ehemaligen Halo-Entwicklern besitzt ein „Peer-to-peer“-Hosting-System, bei dem ein Client-Server des Entwicklers nicht notwendig ist. So kann das Spiel existieren, obwohl das Studio die Server und die Entwicklung eingestellt hat.

Bei Peer-to-peer-Verbindungen tritt ein Spieler als Host der Sitzung auf. Über diesen Spieler läuft dann der Datenverkehr, weshalb die Verbindung von besagtem Spieler abhängig ist. Das kann zu Lags und Verbindungsabbrüchen führen.

Ein Peer-to-peer-System sei auch bei Anthem möglich gewesen, doch das sei laut Darrah nicht im Budget von BioWare gewesen. Zudem hätten sich Fans auf Kompromisse einstellen müssen, die Darrah wie folgt beschreibt: „Es wäre ein hässlicheres Spiel geworden, wahrscheinlich mit mehr Latenzproblemen. Es wäre eine schlechtere Erfahrung von Sekunde zu Sekunde gewesen, um etwas zu erreichen, das im Grunde genommen nie eingestellt werden müsste.“

Eine Lösung gäbe es also. Die Frage ist, ob sich Fans für diesen Weg entscheiden würden, wenn darunter die Spielerfahrung leidet. Mehr über die Hintergründe von Anthem findet ihr hier: Erster Plan für die Klassen von Anthem sorgte damals für großen Ärger: „Das hat sich jemand einfach aus dem Hintern gezogen“

Quelle(n): pcgamer.com
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SoulSamuraiZ

Es ist wirklich zu schade. Damals dachte ich mit Anthem eine perfekte Alternative zu Destiny für mich gefunden zu haben. Das Gameplay hatte mir Spaß gemacht und die allgemeine Lore hatte Potenzial für geile Stories. Also, allgemein hatte das ganze Setting Potenzial für geile Stories. Schade, dass daraus nichts wurde, auch nichts im Nachhinein.

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