Neues Rollenspiel auf Steam sieht aus wie Cyberpunk im Mafia-Stil und es ärgert mich, dass ich es erst jetzt gesehen habe

Neues Rollenspiel auf Steam sieht aus wie Cyberpunk im Mafia-Stil und es ärgert mich, dass ich es erst jetzt gesehen habe

Auf Steam erscheint bald Aether & Iron, ein Rollenspiel, das in einer alternativen Zeitlinie mit abgefahrenen Ideen spielt. MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus hat sich direkt in den Stil verliebt und wünscht sich, er hätte früher davon erfahren. Dann wieder ist es vielleicht besser so, denn dann gibt’s keine lästig-lange Wartezeit…

Ich liebe Noir-Filme und das ganze Genre als Setting für… alles. Einige meiner Seminararbeiten im Studium gingen sogar genau über dieses Thema. Dieser klassische Stil der USA in den 1930ern, in dem alle Hüte und Mäntel tragen und irgendwelche edlen Autos fahren – das alles sorgt einfach für einen ganz besonderen Flair.

Entsprechend finden sich in meinen versteckten Lieblingsspielen Perlen wie L.A. Noire (auch wenn ich zugeben muss: ich habe es noch nie durchgespielt). Leider gibt es – abseits der Mafia-Reihe – nur wenige Videospiele in diesem Setting. Wenigstens ein weiteres erscheint nun aber.

Was ist das denn jetzt für ein neues Spiel? Aether & Iron ist ein taktisches Rollenspiel, das am 31. März auf Steam erscheint. Die Prämisse hier ist ziemlich abgefahren:

  • In einer alternativen Zeitlinie wurde in den 1930ern die „Äther“-Technologie entdeckt, die alles verändert hat – ein bisschen wie die umgekehrte Idee von Fallout.
  • Schwerkraft spielt so gut wie keine Rolle mehr: Städte schweben, Autos fahren mit Antigrav auf Straßen aus blauem Licht.
  • Das alles spielt im alten New York und erzählt eine klassische Gangster-Geschichte mit zwielichtigen Auftraggebern, zynisch-nihilistischen Schmugglern und einem „unschuldigen“ Mädchen, das „zufällig“ von einem Profi-Killer verfolgt wird. Hach, herrlich!

All das klingt nach genau dem Spiel, das ich schon lange haben will und von dem ich viel zu spät gehört habe. Aether & Iron kommt aber zum Glück bald raus und bietet aktuell eine kostenlose Demo, die ich mir natürlich direkt angeschaut habe.

Kleine Anmerkung: Das Spiel ist vollständig auf Englisch vertont und trifft auch hier genau diesen Noir-Ton, der so wunderbar düster und edgy klingt. Eine schriftliche Übersetzung gibt’s auf Deutsch.

Aether & Iron spielt sich wie eine Mischung aus Point & Click und Rollenspiel

Noch habe ich nicht viel von Aether & Iron gesehen, allein, weil ich erst kurz vorm Schreiben dieses Artikels darauf aufmerksam geworden bin. Da ich nun aber ja ohnehin Fan von Rollenspielen bin und den Flair spannend finde, habe ich mal ein wenig reingeschnuppert.

Die Ideen des Settings werden verschmolzen in einem Gameplay irgendwo zwischen Point & Click und Rollenspiel. Erkundung findet in anklickbaren Bildern und über eine navigierte Map statt, nicht durch aktives Herumlaufen.

Kämpfe dagegen sind rundenbasiert und… laufen auf der Straße ab. Ja, mit den schicken Nobelkarren lassen sich Gegner rammen, man ballert mit der Schrotflinte aus dem Beifahrerfenster oder packt einfach mal kurz die Kofferraum-Gatling aus.

Dazu gibt es natürlich Würfel-Proben, die auf verschiedene Talente gehen, die sich über Level-Ups steigern lassen. Dabei lernt man auch neue Talente, die für Kämpfe nützlich sind und findet Begleiter, die einen unterstützen – und die ebenfalls levelbar sind.

Vieles erinnert mich an Shadowrun und damit an eines der besten Pen & Paper überhaupt

Allein das Kampf-UI hat mich schon in der Vorschau direkt an Shadowrun denken lassen, konkret an die Videospiele zum Tabletop. Shadowrun spielt in einer nicht ganz so fernen, dystopischen Zukunft, in der Konzerne die Macht an sich gerissen haben. Also… mehr als heute sowieso schon.

Dazu kommt aber die Story: In Shadowrun spielt man normalerweise eben diese Runner, die sich abseits des Gesetzes bewegen und in Söldner-Aufträgen Konzerne ausspionieren oder sabotieren. In Aether & Iron bin ich… „freiberuflich“ unterwegs für irgendeinen Johnson, der Aufträge für mich hat.

Shadowrun zählt für mich deswegen zu den besten Rollenspielen, weil es eben keine Heldengeschichten erzählt, sondern die Schwierigkeiten des Überlebens in einer unfairen Welt voller Ungleichheiten betont. Allein deswegen zählt es zu den Spielen, die mindestens so gut sind wie D&D.

Aether & Iron schlägt nun in die gleiche Kerbe, nimmt aber ein mindestens ebenso spannendes Setting, das jedoch noch deutlich weniger erforscht ist – sehr zu meiner Freude. Die Bewertungen auf Steam, auch wenn es bisher erst 52 Stück sind, sind bereits sehr positiv. Möglicherweise also Material für einen Geheimtipp, und glücklicherweise habe ich bald Urlaub und schon eine Ahnung, was ich da zocken werde.

Das Rollenspiel hat mich zudem sehr an New Arc Line erinnert, welches ich beim ersten Anspielen super fand, aber das noch immer nicht fertig ist. Auch hier hoffe ich, dass sich bald etwas tut, denn das Steampunk-RPG sieht vielversprechend aus: Neues Rollenspiel wie Baldur’s Gate 3 erscheint im Early Access, mixt Fantasy mit Steampunk

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