Mythisch+ in World of Warcraft ist so leicht wie noch nie. Schon nach wenigen Tagen sind viele mit der Saison fertig.
Das Besuchen von Schlüsselstein-Dungeons, also „Mythisch+“ gilt in World of Warcraft als Königsdisziplin der Spielinhalte für kleine Gruppen. Doch genau dieser Content ist in World of Warcraft Midnight so einfach wie noch nie zuvor. Viele haben in den ersten Tagen schon große Erfolge abgeschlossen und manch einer spottet: War WoW schon immer so einfach?
Woran erkennt man, dass es leicht ist? Dafür reicht ein Blick in die Statistiken, etwa von der Seite raider.io. Hier werden die allermeisten abgeschlossenen Dungeons der Kategorie „Mythisch+“ aufgezeichnet, sodass man nicht nur die teilnehmenden Charaktere sehen kann, sondern auch umfangreiche Statistiken darüber hat, wie viele der Dungeons innerhalb des Zeitlimits absolviert werden. Ein paar Eckdaten (Stand: 30.03.26, 11:00 Uhr):
- Auf den niedrigsten Stufen, also M+2 und M+3 liegt die Erfolgsquote bei 98,7 %. Quasi jeder gestartete Run wird innerhalb des Zeitlimits beendet.
- Selbst bei M+10 und aufwärts liegt die Quote noch bei 81,7 % erfolgreichen Runs.
- Auf M+15 und höher sind es ebenfalls noch 81,6 % – allerdings ist hier nur noch eine sehr kleine Gruppe aktiv.
Diese Werte sind alleine deswegen beachtlich, weil die Saison erst 4 Tage alt ist. Normalerweise wagen sich viele Gruppen erst in der zweiten oder dritten Woche einer Saison in Schwierigkeiten von Mythisch+10 oder höher.
Wird WoW immer einfacher?
Geringere Hürden sorgen für mehr Erfolg: Jetzt mögen auf der einen Seite sicher manche Leute schreien: „Seht ihr, WoW wird immer leichter!“ Und in gewisser Weise hätten sie sicher recht. Denn zumindest den KSM-Erfolg („Keystone Master“ oder „Schlüsselsteinmeister“) bekommt man recht einfach und selbst viele eher durchschnittliche Spielerinnen und Spieler werden dieses Ziel leicht erreichen.
Doch das ist genau das, was Blizzard mit Midnight erreichen wollte. Denn durch die Abschaffung vieler unterstützender Addons, wie WeakAuras, konnte das Dungeon-Design ein wenig simpler ausfallen. Mechaniken sind klarer, man hat fast immer ein klein wenig mehr Zeit, um eine Fähigkeit zu unterbrechen.
Gleichzeitig sind die Einstiegshürden extrem niedrig gehalten. Es gibt sogar extra einen Affix, der Tanks beibringt, was eine solide Route für den Start ist, um genügend Feinde einzusammeln und so am Ende des Dungeons auf die angepeilten 100 % zu kommen. Damit möchte man gerade Tanks dabei helfen, einen Fuß in Mythisch+ zu setzen.
Dabei ist die Schwierigkeit aus den Dungeons nicht verschwunden. Es beginnt nur erst deutlich später richtig verheerend zu werden. Erst ab den Stufen M+10 (noch deutlicher ab M+12) sind kleine Fehler im Grunde für die Gruppe fatal. Eine einzige, misslungene Unterbrechung kann die ganze Gruppe ausschalten.
Cortyn meint: Mir gefallen die Änderungen an Mythisch+ ziemlich gut. Besonders der Tank-Affix zum Einstieg ist wirklich Gold wert und nimmt vielen Tanks die Angst oder Notwendigkeit, vor dem ersten Dungeon-Besuch einen Guide lesen zu müssen. Man kann einfach starten, orientiert sich an den optisch markierten Feinden – und los geht’s.
Natürlich kann man da jetzt meckern, dass es viel zu leicht ist, aber das finde ich überhaupt nicht hilfreich. Denn ja: Der Einstieg ist einfacher. Doch wer eine größere Herausforderung will, kann noch immer deutlich höhere Stufen angehen und wird dann wieder genau das fordernde und mitunter anstrengende Erlebnis haben, wie auch in den letzten Saisons.
Nur sind eben die damit verbundenen Erfolge in dieser Saison nicht mehr so exklusiv. Aber zum Start in ein neues Addon ist das vielleicht auch genau das, was WoW braucht.
Wie gefällt euch die aktuelle Saison von World of Warcraft? Findet ihr es gut, dass der Einstieg in das System von Mythisch+ dieses Mal deutlich entspannter ausfällt? Oder seht ihr das nur als einen weiteren Schritt der Vereinfachung, nachdem schon die Fähigkeiten aller Klassen im Vorfeld deutlich beschnitten wurden?


Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.