Die neue Staffel von JoJo‘s Bizarre Adventure sollte auf Netflix eigentlich ein Grund zur Freude sein, da die erste Folge des Anime auch noch ziemlich gut ankommt. Doch der Streaming-Dienst wiederholt einen Fehler, der jetzt zu einer Kommentarflut führt.
Am 19. März veröffentlichte Netflix eine erste Spezial-Episode zu JoJo‘s Bizarre Adventure: Steel Ball Run. Das ist der Start von Part 7 des Kultmangas von Hirohiko Araki. Diese erste Folge, die knapp 50 Minuten geht, kommt auch ziemlich gut an. Auf IMDb hat sie mit 21.779 Bewertungen 9,7 von 10 Sternen.
Der Anime erzählt die Geschichte von Johnny Joestar, der an einem Pferderennen durch die USA teilnehmen will, obwohl er nach einem Vorfall nicht mehr laufen kann. Es ist aber kein normales Rennen. Seine Gegner haben absurde Fähigkeiten, gegen die sich Johnny wehren muss.
Das klingt alles wie der Traum der Fans, doch bereits kurze Zeit nach dem Release der ersten Woche waren viele Fans wütend, weil sie einen Fehler von Part 6 wiederholen – und sie fluteten die Kommentare diverser Netflix-Accounts.
Eine falsche
Release-Strategie
Was kritisieren die Fans? Nach dem Release der ersten Folge war erst einmal unklar, wie beziehungsweise wann es mit einer 2. Folge weitergeht. Selbst der Director der Serie wusste nichts Näheres (Quelle: anitrendz).
Am 28. März gab es aber ein neues Lebenszeichen. In einem Teaser auf YouTube kündigte man an, dass der Anime noch 2026 weitergehen soll – ohne einen konkreten Release-Zeitraum. Das ist eine ziemlich schlechte Nachricht für viele Fans, die auf einen wöchentlichen Release gehofft haben.
Im Teaser wird von der zweiten Stage gesprochen. Man kann also davon ausgehen, dass es erneut eine längere Folge sein wird oder ein direkter Release mehrerer Folgen.
Warum ist das schlecht? Viele Anime und auch andere Serien profitieren davon, wenn wöchentlich Folgen erscheinen, weil dadurch Diskussionen und im Endeffekt ein Hype entsteht. Kämpfe werden besprochen oder Fähigkeiten analysiert, bevor es eine Woche später weitergeht. Außerdem entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, weil alle zu einer ähnlichen Zeit eine Folge schauen. Bei einem Release mit mehreren Folgen gleichzeitig weiß man nie, wie weit andere geschaut haben.
Dauert ein Release aber zu lange, könnte der Hype gekillt
werden, weil die Serie langsam in Vergessenheit gerät. Das war bereits ein Kritikpunkt bei Part 6 von JoJo, Stone Ocean, wie man an einem Reddit-Beitrag von vor 2 Jahren sehen kann. Damals musste man zwischen dem 1. Release und dem 2. Release von Folgen fast ein Jahr warten.
Den Frust über den anscheinend gleichen Fehler lassen die Fans aktuell in vielen Kommentaren aus.
So lassen die Fans ihre Wut aus: Schaut man sich die Kommentare auf dem offiziellen Netflix-Account auf TikTok oder Instagram an, dann sieht man eine große Flut an JoJo-Bildern, die dort gespamt werden. Dabei ist es egal, ob ein Beitrag von Bridgerton oder BTS handelt, die JoJo-Fans zeigen ihren Frust. Ob das nun wirklich hilft, sei dahingestellt.
JoJo ist nicht der einzige Anime, der auf Netflix große Wellen schlagen konnte. Baki gehört zu den absurdesten Anime, die ihr auf dem Streamer gucken könnt, und das machen scheinbar viele: Anime mit unbesiegbarem Samurai erobert die Top 10 auf Netflix in 51 Ländern, schafft 3,4 Millionen Aufrufe in 4 Tagen
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Man kann auch mal kein quängelndes Kind sein und nicht ständig was hypen sondern einfach die ausgestrahlte folge genießen und sich darauf freuen das in diesem Jahr noch die nächste kommt… Ach ich vergaß wir sind ja größtenteils alles kleine Konsumop… KINDER ich meinte Kinder, die den Hals nicht voll genug kriegen.
Und ich hab gewartet bis jede Folge der letzten Staffel Solo leveling eine deutsche synchro drin hat damit ich die komplette Staffel auf einmal genießen konnte… Einfach mal genießen und nicht schlingen, aber das verstehen diese Konsumop… KINDER ja nicht.
Fühlt es sich gut an andere als Kinder zu bezeichnen?
Und was genau ist jetzt dein Problem?
Die Leute die meckern haben hier durchaus recht, eine Anime-Serie nicht Wöchentlich zu bringen ist, gelinde gesagt, nicht sonderlich gut. Und sie meckern ja nicht mal über die Qualität sondern über die Wartezeit. Das hat also herzlich wenig mit genießen zu tun.
Solo Leveling kam wöchentlich und im Simulcast, der vergleich führt zu nichts, abseits davon das Serien die nicht wöchentlich kommen, relativ selten sind.
Du stellst dein „Genießen“ so dar, als wäre es die einzig erwachsene Herangehensweise – dabei ist es am Ende einfach nur eine andere Form von Konsum.
Du wartest, bis alles komplett da ist, um es am Stück zu schauen. Andere wünschen sich hingegen einen verlässlichen, zeitnahen Release, damit sie dranbleiben können und sich über Wochen hinweg damit beschäftigen.
Beidesläuft letztlich auf dasselbe hinaus: Man will eine Serie bewusst erleben – nur mit unterschiedlichem Timing.
Der entscheidende Punkt, den du komplett ignorierst, ist aber ein anderer:
Es geht hier nicht darum, dass Leute „nicht warten können“, sondern darum, dass eine extrem gestreckte oder unklare Release-Politik einem Format schaden kann.
Wenn zwischen einzelnen Episoden oder Parts zu viel Zeit liegt, verliert eine Serie an Momentum. Diskussionen schlafen ein, das Gemeinschaftsgefühl verschwindet, und viele springen einfach ab. Genau davon leben aber Serien – vom Austausch, von Hype, von Präsenz über einen längeren Zeitraum.
Wenn ein Anbieter das nicht berücksichtigt, muss er sich am Ende auch nicht wundern, wenn das Interesse nachlässt.
Dass du lieber alles am Stück schaust, ist völlig legitim. Aber das macht die andere Perspektive nicht kindisch – sondern zeigt nur, dass es unterschiedliche Arten gibt, Inhalte zu konsumieren.
Und ganz ehrlich:
„Ich warte, bis alles da ist, und hau mir dann alles auf einmal rein“ ist jetzt auch nicht so weit entfernt von dem Verhalten, das du anderen vorwirfst – nur mit mehr Geduld davor.