Warner Bros. ist besonders für seine Veröffentlichungen im Bereich Gaming und Film bekannt. Finanziell gesehen musste das Unternehmen im letzten Jahr einige Rückschläge einstecken. Der CEO erklärt die Situation.
Wie geht es Warner Bros? Das Unternehmen hat in diesem Jahr mit seinen Veröffentlichungen wenig Glück. Im Bereich Gaming erschienen Titel wie Suicide Squad: Kill the Justice League oder das Kampfspiel MultiVersus. Ersteres ist ein Superhelden-Spiel mit Live-Service-Modell und enttäuschte die Fans, die auf Metacritic mit 3,4 von 10 möglichen Punkten werten. MultiVersus ist laut CEO David Zaslav ein finanzieller Misserfolg.
In der Sparte Film erschien unter anderem die Fortsetzung von Joker, wobei auch hier der erhoffte Hit ausblieb. Der Streifen wurde hierzulande am 4. Oktober 2024 veröffentlicht, und hat sein hohes Budget von rund 200 Millionen US-Dollar bislang gerade so wieder eingespielt (Stand 07.11.2024, via boxofficemojo.com). In Hollywood muss ein Film aber mindestens das Doppelte einspielen, um als Erfolg zu gelten.
Warner Bros. befindet sich also in einem harten Jahr. David Zaslav erklärte in einer Konferenz zum dritten Quartal 2024, warum das Unternehmen aktuell derartige Schwierigkeiten hat.
Das Unternehmen bleibt unter seinen Möglichkeiten
Was sagt der CEO? Zaslav zufolge bleibt besonders der Bereich Gaming „unter seinen Möglichkeiten“ (via theverge.com). Man sei nicht konstant erfolgreich. Das hat dazu geführt, dass Warner Bros. Games zwischen Juli und September 2024 rund 31 % weniger Umsatz als im Vorjahr erzielte.
Der Finanzvorstand des Unternehmens, Gunnar Wiedenfels sagte gegenüber IGN zudem:
Wir mussten aufgrund der leistungsschwachen Neuerscheinungen, vor allem MultiVersus in diesem Quartal, eine weitere Wertminderung von über 100 Millionen US-Dollar hinnehmen, wodurch sich die Gesamtabschreibung in unserem Spielegeschäft seit Jahresbeginn auf über 300 Millionen US-Dollar beläuft, ein Hauptfaktor für den Gewinnrückgang des Studios in diesem Jahr.
Gunnar Wiedenfels via ign.com
2023 konnte Warner Bros. mit Hogwarts Legacy einen großen Erfolg feiern. Das Spiel verkaufte sich laut statista.com weltweit rund 30 Millionen Mal – und ist kein Live-Service-Game. Anders als Suicide Squad: Kill the Justice League. Dieses Spiel war Teil der Anstrengungen, diesen Bereich der Gaming-Sparte zu verdoppeln. Dass der Misserfolg von Suicide Squad: Kill the Justice League demnach enttäuschte, ist klar.
Was möchte Warner Bros. nun tun? Die Fortsetzung von Hogwarts Legacy ist bereits in Entwicklung, noch dazu soll eine Serie zu Harry Potter erscheinen. Außerdem denkt das Unternehmen darüber nach, sein geistiges Eigentum an Drittstudios zu lizenzieren.
Laut Zaslav arbeiten 11 Studios für Warner Bros., aber viele weitere würden sich für die Lizenzen interessieren. Ob so ein Aufschwung gelingen kann, wird sich zeigen. Nichtsdestotrotz geht es in Suicide Squad weiter, auch wenn aktuell kaum noch Spieler online sind: Suicide Squad bringt eine dritte Saison – für nur noch knapp 300 Spieler auf Steam
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“Neue Spiele mit Batman floppen”
Was ist das denn für ein Newstitel?
Im Multiversus is er einer von umme 30 spielbaren Charakteren und in Suicide Squad nichtmal das, sondern nur Teil der Story.
Was zur Hölle hat Batman mit dem Floppen der Games zu tun, das es würdig ist ihn im Titel zu erwähnen? Einfach weil er da ist?
Was kommt als nächstes? “Neue Spiele mit Tannenbäumen drinne floppen”?
Das passiert, wenn man nicht innoviert – nur weil ein Spiel toll war, wollen Spieler nicht automatisch immer wieder die gleiche Erfahrung. Sieht man an UBI ziemlich gut. Bei mir hat Assassins Creed 2 durchspielen schon gereicht, damit ich sagte “Ok, ist immer wieder das gleiche. Brauche ich nicht mehr.”, bei anderen etwas länger, aber fest steht, dass man Spiele nicht einfach nach “Schema F” basteln kann und die dann automatisch erfolgreich sind.
Arkham Shadow ist zwar da meiner Meinung nach schon zumindest mal ein Schritt in Richtung Innovation, aber hier muss man eben die Erfolgserwartungen entsprechend zurückschrauben, da VR noch nicht die gleichen Massen erreicht wie das Mobile oder Classic Gaming Genre..
Und wo ist nun in dem Artikel die Erklärung des Chefs “wieso” die Spiele floppen? Ich sehe da nur eine Darstellung der offensichtlichen Fakten, das die Spiele gefloppt sind, wieso er denkt, das die gefloppt sind sehe ich da nicht. Sorry aber der Titel des Artikels verspricht anderes.
Gruß.
Steht nicht im Artikel, aber es recht einfach: sie entwickeln Filme und Spiele an der Zielgruppe vorbei. Etwas, dass die Menschen nicht wollen und auch in einer Qualität, die sie nicht verdienen.
Ja das is mir bewusst, bei meinem Kommentar ging es ja um was anderes.
Gruß.