Die Ursprünge von Warhammer 40.000 gehen über 40 Jahre zurück. Damals sahen die Miniaturen noch deutlich anders aus – und waren sogar aus einem ganz anderen Material. Was ihr heute als „teures Plastik“ kennt, war früher echtes Metall. Ein Veteran zeigt eines dieser alten Modelle und hat vor, seine Armee wieder fit für die Moderne zu machen.
Das ist die Evolution von Warhammer-Figuren:
- Games Workshop war ursprünglich eine Firma für Brettspiele aus Holz, die erst später in den Handel mit Miniaturen eingestiegen ist.
- 1983 ist die erste Edition von Warhammer erschienen. Damals waren die Figuren aus Zinn gegossen und deutlich schwerer als was ihr heute von den Plastik-Figuren kennt. Viele Modelle gab es nur einzeln in Blistern, wie etwa eine Oma in ihrem alten Comic-Laden zeigt.
- Mittlerweile bekommt ihr komplette Armeen zum Zusammenbauen und Anmalen in einer Box, alles aus Plastik zum Ausschneiden und selbst zusammenbauen. Vorteil: Ihr müsst keine kiloschweren Armeen herumschleppen und könnt die Figuren anpassen.
Das zeigt der Veteran: Auf Reddit hat der Nutzer KlausDerDDR ein Bild von einem 32 Jahre alten Cybot, oder „Dreadnought“, gepostet – seinen „Emotional Support Dreadnought“. Cybots sind Space Marines, die selbst im Tod noch dienen müssen, ihre Modelle sind deutlich größer als Infanterie.
Das Besondere an diesem Dreadnought ist, dass er vollkommen aus Zinn besteht. Das Metall ist deutlich schwerer als Plastik, der Veteran selbst meint: Den wolle er nicht auf den Fuß bekommen. Auf dem Tisch mache so eine Figur ordentlich was her.
Im Post erklärt der Nutzer, dass die Miniatur aus der zweiten Edition von Warhammer 40.000 stammt – die ist von 1993. Kürzlich hat Games Workshop die zehnte Edition veröffentlicht, nach und nach für alle Armeen, und dabei eines der größten Geheimnisse gelüftet.
Vom Dreadnought habe Klaus die Farbe entfernt und nun warte er darauf, wieder einsatzbereit gemacht zu werden. Ziel sei es, so erklärt der Veteran, seine alte Armee wieder fit und kompatibel zu machen für die neue Edition.
„Selbst in Socken sollst du noch dienen“
Unter den Fans findet sich zwar viel Begeisterung für so ein altes Modell, vor allem aber ein uralter Witz: Der Dreadnought aus Metall sei schwer genug, um selbst als Waffe eingesetzt zu werden. In eine Socke gesteckt und geschwungen sei er wirklich „emotionale Unterstützung.“
Der Running Gag mit dem Cybot in einer Socke sei so alt wie die Modelle selbst. Klaus selbst schien den aber noch nicht zu kennen: Er sagt, dass er diesen Witz jetzt schon zweimal gehört habe, mache ihn besorgt, wie viele Brüder wohl schon zur Selbstverteidigung genutzt wurden.
In den Kommentaren zeigt sich die Community von ihrer besten Seite und meint: warum nur zur Selbstverteidigung? An dieser Stelle gehe ich lieber nicht weiter auf die Ideen der Warhammer-Fans ein. Die Welt ist nicht umsonst ziemlich abgedreht.
Die meisten Nutzer zeigen sich glücklicherweise aber nur begeistert von dem Modell selbst und von der Tatsache, dass der Veteran nach so langer Zeit wieder ins Hobby einsteigen will – und dann direkt mit so coolen Oldtimer-Minis.
Gerade für Neueinsteiger kann Warhammer nämlich ziemlich unübersichtlich werden. Es gibt schließlich drei verschiedene Welten, in denen man Warhammer spielen kann – und das nicht nur im Tabletop. Dazu kommen hunderte Bücher, Videospiele, Serien…
Als Neuling ist man da schnell aufgeschmissen, zumal allein das Tabletop nicht nur Figuren braucht, sondern auch Regelwerke, Farbe und Werkzeug. Hier kann man schnell die Übersicht verlieren, aber glücklicherweise sind die Warhammer-Fans immer gerne bereit dazu, neue Spieler von ihrem Hobby zu überzeugen: Onkel will Figuren aus Warhammer 40.000 für seinen Neffen kaufen, weiß nicht weiter, bekommt komplette Kaufberatung aus der Community
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Ein paar wenige Zinn Minis besitze ich tatsächlich auch noch. Einen relativ kleinen Ork Bot. Der ist zwar nicht so heftig wie der Cyborg, doch auch schon recht schwer. Ein Skaven von irgend einem GamesDay, Maugan Ra und mein ganzer Stolz: 10 Battlefleet Gothic Raumschiffe der Weltenschiff Eldar. Achja, nen Vampirfürst den ich zu einem Eldar umgebaut habe (ganz simpel- eine Eldar Waffe in die Hand, noch was EldarMäßiges hier und da und fertig war der Umbau). Hab bestimmt noch was vergessen, fällt mir aber gerade nichts weiter ein.
Die Haptik der Zinn Minis ist toll; wertig fühlen sie sich an! Dafür war der Zusammenbau schwieriger und die Reaktion des Zinns auf Klebstoffe war schon unangenehm in den Augen. Gusgrade wegfeilen, verbogene Teile vorsichtig warm machen und biegen… uh, war schon was.
Ach ha ja, der Eldar Runen Prophet, den hab ich tatsächlich vergessen! Wie konnte ich nur!? Ist er doch mein Liebling! Da bin ich sogar zum nächsten (45min entfernten) GamesWorkshop hin, da ich den Speer einfach nicht fest bekam! Der GW Mensch zeigte mir dann den “Büroklammer Weg” und es hielt! Bis heute! Steht in der Vitrine, die viel zu winzig ist für die ganzen Figuren… und der Prophet hat leider auch keine Chance gegen die Necrons, welche dort gerade angreifen. Auf jedenfall habe ich des öfteren seitdem mit einem Stück Büroklammer, so manche Figur gefixt. Damit lassen sich auch Schleich Tiere und anderes reparieren. Gelernt fürs Leben, dank Warhammer!
Erinnerungen, hach jaaa… 😻
32 Jahre? Das kann nicht sein…nein warte…oh man. Ja das Stimmt. Und ich hatte dieses Monster von einer Miniatur auch. Wenn der Kontrahent einem Blöd kam einfach den Cybot als Meinungsverstärker werfen. Herrlich.
Mein Argument ist… *wirft den Cybot* 😄
Klingt wie ein gutes Wurfgeschoss 😄