Ein Verkäufer versteckt PS5 und Grafikkarten hinter teurer Paywall – Scalper finden das super

Ein Verkäufer versteckt PS5 und Grafikkarten hinter teurer Paywall – Scalper finden das super

Wer eine Grafikkarte oder PS5 zu normalen Preisen kaufen will, hat aktuell nicht viel Glück. Ein Verkäufer wollte nun ehrlichen Kunden helfen, doch das ging wohl nach hinten los.

Grafikkarten und PS5-Konsolen sind ein rares Gut und wer eine Grafikkarte kaufen möchte, hat wenig Chancen. Jedenfalls zu „normalen“ Preisen.

Verkäufer und Hersteller versuchen es daher regelmäßig mit einer Art Abschreckung gegenüber bestimmten Käufergruppen. So hatte Nvidia etwa eine Krypto-Sperre in seine Grafikkarten verbaut, doch Miner lachen nur über diese Krypto-Sperre von Nvidia.

Nun hat ein US-Händler es mit einer Paywall für beliebte Produkte versucht. Denn hier müsst ihr erst eine Mitgliedschaft kaufen, damit ihr überhaupt eine PS5 oder eine Grafikkarte kaufen könnt. Doch ein Scalper hat jetzt erklärt, dass das den Kauf für Scalper nur noch leichter mache.

PS5-Konsolen und Grafikkarten stehen hinter einer 199-US-Dollar-Paywall

Was ist das für eine Paywall? Der nordamerikanische Anbieter „Best Buy“ verkauft eine Mitgliedschaft mit dem Namen „Totaltech“. Die Mitgliedschaft bietet euch kostenlosen Versand, einen verlängerten Support und Rückgabezeiten. Das Problem ist, dass ihr für die Mitgliedschaft jährlich 199 US-Dollar zahlen müsst, das sind umgerechnet 175 Euro. Und die könnt ihr nicht monatlich zahlen, sondern müsst sie direkt zahlen.

Für bestimmte Produkte, wie etwa Grafikkarten oder PS5-Konsolen, benötigt man auf Best Buy diese Mitgliedschaft. Bestbuy will damit verhindern, dass bestimmte Leute die Produkte kaufen.

Die Mitgliedschaft von Best Buy kostet 199 US-Dollar.

So reagieren Scalper: Die Scalper finden die Paywall richtig super. Denn das reduziert die Anzahl von interessierten Usern, die eine Grafikkarte kaufen wollen, deutlich. So schreibt etwa ein Scalper:

Ich denke, die Tatsache, dass es sich um Totaltech handelt, hat mehr als alles andere dazu beigetragen. Das schränkt die Anzahl der Leute, die hinter den Karten her sind, wirklich ein.

(via PCMag.com)

Der Scalper twitterte auf anschließend, dass er auf Best Buy 28 Grafikkarten im Wert von 17.000 US-Dollar (ca. 15.000 Euro) gekauft habe.

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Ein anderer Scalper, der vier Founder‘s-Edition-Karten bei Best Buy gekauft haben soll:

Nicht schlecht dafür, dass ich nur ein TotalTech-Konto bei Best Buy habe.

Best Buy erreicht zumindest laut Scalpern genau das Gegenteil: Anstatt Gamern bekommen nun die Personen die Grafikkarten, die man eigentlich fernhalten wollte. Denn viele User sind wohl nicht bereit, für eine Grafikkarte eine teure Mitgliedschaft abzuschließen.

Was passiert mit den Grafikkarten? Auf Discord soll der User, der die vielen Grafikkarten gekauft hatte, erklärt haben, dass er die Grafikkarten an einen lokalen Laden weiter verkaufen wolle. Dieses Geschäft soll die Grafikkarten dann mit einem ordentlichen Aufpreis weiter verkaufen (via pcmag.com).

Es ist daher keine Überraschung, dass Scalper jetzt Freudentänze aufführen. Und die Chancen, eine Grafikkarte zu vernünftigen Preisen zu bekommen, dürfte für einige User nun noch geringer ausfallen.

Und Gamer haben aktuell ohnehin kaum eine Chance, eine Grafikkarte zu kaufen.

In Deutschland setzt zumindest ein Anbieter auf eine Art Paywall

Auch in Deutschland versucht zumindest Amazon, den Ansturm auf etwa PS5-Konsolen zu bremsen. Denn, wenn ihr eine PS5 auf Amazon kaufen wollt, dann müsst ihr vorher ein Prime-Abo abschließen. Das könnt ihr jedoch auch 30 Tage kostenlos tun und müsst dafür erst einmal nichts bezahlen. Aktuell gibt es gute Chancen auf einen PS5-Drop bei Amazon, meistens sind die Konsolen jedoch extrem schnell wieder ausverkauft.

Ob die Pflicht zu Prime Scalper wirklich abhält, lässt sich aber schwer sagen. Denn so erklärte Amazon selbst, dass man mittlerweile über 200 Millionen Prime-Abonnenten habe (via aboutamazon.com). Prime dürfte daher die wenigsten User davon abhalten, eine PS5 zu kaufen. Höchstens die Personen, die Amazon so gut wie nie nutzen und in Amazon ihre Hoffnung setzen, eine PS5 zu kaufen.

Falls ihr bisher keine PS5 bekommen habt, dann schaut am besten in unserem Ticker vorbei. Hier halten wir euch tagesaktuell auf dem Laufenden und erklären euch, wie ihr am besten an eine PS5 kommt und zeigen euch Drops rund um die begehrte Konsole.

PS5 kaufen im Februar 2022 – Passt ab sofort auf diese Händler auf

Quelle(n): PCMag.com
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Larrabee

Eigentlich ist hoffen und durchhalten angesagt bei den Grafikkarten, denn sollte der Kurs von Ethereum weiter fallen, bzw. das Verfahren auf Proof.of-Stake abgeschlossen werden, dann würde die Nachfrage bei den Kryptominern deutlich fallen. Das sollte dann dazu führen das die Grafikkarten bei den Händlern billiger werden, da mehr Angebot im Raum steht.
Scalper würden dann auf ihre bereits gekauften Grafikkarten deutlich weniger verdienen oder sogar mit verlusten darstehen, im besten Fall bleiben sie sogar auf ihre Waren sitzen.
Aber wie gesagt: beten und hoffen und durchhalten.

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