The Witcher 4 befindet sich gerade in der Produktionsphase. Das Entwicklerteam von CD Projekt Red ist sich beim aktuellen Stand der Entwicklung sicher, alle 3 Teile der Trilogie kurz hintereinander veröffentlichen zu können.
Was will das Team erreichen? Bei einem Meeting zur Vorstellung der Finanzergebnisse aus Quartal 3 (zu lesen als PDF) von 2025 ging Michał Nowakowski auf den aktuellen Stand der Projekte von CD Projekt Red ein. Dabei kam auch The Witcher 4 und der Rest der geplanten Trilogie zur Sprache.
Aktuell soll sich The Witcher 4 in der „Full-Scale“-Produktionsphase befinden. Zu diesem Zeitpunkt könne er keine Details zum Entwicklungsprozess des Spiels nennen. Man wisse nur, dass der nächste Teil mit Protagonistin Ciri nicht in 2026 erscheint.
Doch die Entwicklung läuft wohl so gut ab, dass das Team sich sicher sei, die nächsten Spiele in einer kürzeren Zeit abliefern zu können. Demnach hielten die Entwickler am Plan fest, The Witcher 5 und 6 in einem Zeitraum von 6 Jahren nach dem Release von Teil 4 zu veröffentlichen.
Das bedeutet, dass The Witcher 6 schon im Jahr 2033 erscheinen könnte, falls The Witcher 4 seinen Release in 2027 feiert. Für diesen Erfolg sei ein wichtiges Tool laut den Entwicklern essenziell.
Entwickler sind durch ein Tool schneller geworden
Womit wollen sie das Ziel erreichen? Der Grund für diesen ambitionierten Plan sei die Unreal Engine 5. Das Tool wird für die Fertigstellung des Spiels genutzt und konnte bereits mit einer Tech-Demo überzeugen. Das Team stellte dabei klar, dass das tatsächliche Spiel nicht so aussähe wie diese Demo, doch die Entwicklung solle damit viel schneller vorangehen:
Wir sind zufrieden mit der Entwicklung der Engine durch die Bemühungen des Epic-Teams und damit, wie wir lernen, sie in einem riesigen Open-World-Spiel wie The Witcher 4 einzusetzen. In gewisser Weise glaube ich ja, dass weitere Spiele in kürzerer Zeit veröffentlicht werden sollten.
Es solle also eine kürzere Spanne zwischen Teil 4 und 5 sowie Teil 5 und 6 geben. Das Team arbeite schon seit 4 Jahren mit der Engine und sei begeistert, was sie damit bisher erreichen konnten.
Ob der Plan schlussendlich aufgehen wird, bleibt abzuwarten. Schließlich dauert die Entwicklung von Spielen zunehmend länger. Ambitionierte AAA-Produktionen werden normalerweise nicht mehr in 2 oder 3 Jahren, sondern eher in 6+ Jahren umgesetzt.
Entsprechend bemerkenswert wäre es, wenn die gesamte Witcher-Trilogie innerhalb von 6 Jahren erscheinen würde. Umso mehr, weil man bei CD Projekt einen katastrophalen Launch wie bei Cyberpunk 2077 verhindern möchte. Daher hat man auch die Erwartungen etwas nach unten geschraubt, was die Optik angeht.
Zumindest in einer Sache wollen sich die Entwickler treu bleiben. Es soll eine bestimmte Art von Quests auch in The Witcher 4 nicht geben, damit die Spieler sich fühlen würden, als wären sie inmitten eines guten Buches: Nach Witcher 3 will man auch in der Fortsetzung eine bestimmte Art von Quests vermeiden
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Viele vergessen dass die Unreal Engine 5 Fluch und Segen für die Industrie sind.
Wenn ein creatives Studio auf ein weniger creatives Produkt setzt nur um den Output zu erhöhen, bin ich etwas skeptisch.
Wir wissen nicht, wie viele Probleme intern durch die Red Engine und deren Tools entstanden sind. Da die ja inhouse entwickelt wurde, waren die Kapazitäten auf Probleme zu reagieren eher gering. Bei der UE5 sind sie nicht dafür verantwortlich, sondern die Epic Entwickler, zudem nutzen so viel mehr Devs diese Engine, dass da Probleme schneller gefunden und priorisiert werden. Zudem wird sie zwischen den Witcher Releases ja quasi extern weiterentwickelt und bindet keine internen Ressourcen. Zudem sind bei Inhouse Entwicklungen die Dev Tools immer low prio, bei Kommerziellen engines ist es top prio, da das der USP ist. Der Wechsel von Wasserfall auf Agile nach dem CP77 Desaster dürfte ihnen inzwischen auch helfen.