5 Gründe, warum The Finals einer der besten PvP-Shooter werden könnte – Und 3 Gründe dagegen

5 Gründe, warum The Finals einer der besten PvP-Shooter werden könnte – Und 3 Gründe dagegen

Mit The Finals arbeiten ehemalige Battlefield-Entwickler an einem neuen Ego-Shooter, der aktuell in einer Closed Beta läuft und seinen Fokus auf zerstörbare Umgebungen setzt. Das spielt sich wirklich gut und hier könnte eine neue Shooter-Größe entstehen. MeinMMO zählt auf, was dafür und was dagegen spricht.

Update, 10. März: Wir haben nach ein paar weiteren Runden einen 3. Grund dagegen hinzugefügt.

Was ist The Finals für ein Spiel? Hauptfeature des neuen, kostenlosen Ego-Shooters sind zerstörbare Umgebungen. Es knallt, rummst und donnert am laufenden Band – überall fliegen Gebäudeteile durch die Gegend, keine Deckung ist sicher.

Die Embark Studios haben einige DICE-Veteranen versammelt, die früher an Battlefield mitgearbeitet haben. Sie nehmen die Zerstörungsgewalt eines Battlefield und machen daraus einen flotten und aggressiven Arena-Shooter.

Wir von MeinMMO haben bereits einige Stunden im Shooter verbracht und sehen eine Menge Potenzial. The Finals könnte einer der besten neuen Shooter der letzten Jahre werden. Was dafür spricht und welche Hindernisse es gibt, erfahrt ihr hier.

Hier findet ihr einen Anspielbericht von The Finals. Möchtet ihr euch Gameplay ansehen, findet ihr hier 2 komplette, ungeschnittene Matches:

The Finals: Beta-Gameplay – 2 komplette Matches

Grund 1: Zerstörbare Umgebungen

Der offensichtlichste Grund, was soll man sagen. The Finals lässt euch alles zerrumpeln, gibt euch viele Explosives an die Hand und weitere Fähigkeiten, mit denen ihr Häuser einreißen könnt.

Die Schwere Klasse hat etwa einen Rempel-Angriff, der euch im wahrsten Sinne mit dem Kopf durch die Wand bringt – allen Sprichwörtern zum Trotz.

Anders als bei Battlefield bleiben die Überbleibsel eurer Randale zudem im Spiel. Die zerlegten Häuser werden serverseitig berechnet. Das heißt, jeder Spieler sieht dieselben kaputten Elemente, was sie auch taktisch relevant macht.

The Finals schafft es, seinen großen Star „Zerstörbare Umgebungen“ optimal in Szene zu setzen, nicht nur beim Gameplay. Auch die Optik und der Sound machen was her und gemeinsam entsteht eine drückende, actionreiche Atmosphäre, die kaum Zeit für Langeweile lässt.

the finals beta loch im boden
Der komplette Boden unter der Cash-Box ist weg.

Grund 2: Ergänzende Mechaniken

The Finals ist kein stumpfes Geballer in dem das Team gewinnt, das die meisten Gegner und Häuser zerlegt. Der Haupt-Spielmodus ist eine Variante von „Capture the Flag“ – ihr sammelt einen Cash-Kanister ein, müsst den zu einer Cashout-Box bringen und die Box verteidigen, bis das Cash auf dem Konto ist.

Man ist deswegen ständig unterwegs, das schafft Dynamik. Das Movement ist dazu optimal gewählt und steht euch nicht im Weg. Die Leichte Klasse hat sogar einen ziemlich langen Enterhaken, aber auch für die anderen Klassen gibt es viele Ziplines, um schnell vertikale oder horizontale Distanzen zu überwinden.

Dazu kommt das Klassen-Gameplay. Insgesamt gibt es 3 Klassen – Leicht, Mittel und Schwer. Alle kommen mit eigenen Waffen, Werten und Fähigkeiten, die sich teilweise überschneiden. Die „Spezialisierungen“ (wie der Enterhaken der Leichten Klasse), sind jedoch Klassen-exklusiv.

Movement, Spielmodus und Klassen-Gameplay sind optimal auf das Zerstörungs-Feature zugeschnitten. Alles greift ineinander, was The Finals zu einem sehr intuitiven Shooter macht – leicht zu lernen, schwer zu meistern.

Grund 3: Man möchte nicht zu viel

Auf einer Präsentation zu The Finals erklärten die Entwickler: „Wenn sich Spieler in einem Match die Frage stellen – ‚kann ich das machen?‘, dann sollte die Antwort immer ‚Ja!‘ sein“. Das macht The Finals so spaßig, weil es tatsächlich oft genau so ist (wenn auch nicht immer).

Trotzdem hatte man bei Embark Studios nicht den Anspruch, das komplette Genre neu zu erfinden. Zwar wolle man das Genre verändern, aber keinen Shooter erschaffen, der alles anders macht als gewohnt. Man spürt, dass Entwickler-Veteranen dahinterstecken, die den Markt kennen.

Wer bereits einen Ego-Shooter gespielt hat, kommt auch mit The Finals klar. So etwas ist wichtig, wenn man als kleines Studio einen großen Erfolg feiern möchte und nicht als irres Indie-Game dastehen will, das nur eine kleine Liebhaber-Nische bedient.

Wie spielt sich ein Shooter, in dem man alles zerstören kann? Fantastisch! Ihr könnt bald selbst auf Steam testen

Grund 4: 8 Minuten sind hervorragend für ein Match

Den guten Spiel-Flow verdankt The Finals auch der gewählten Match-Länge. Es könnte vielleicht noch 30 bis 60 Sekunden länger sein, doch auch die 8 Minuten spielen sich richtig gut. Oft hat man das Gefühl: „Wow, schon vorbei?“.

Das liegt auch an dem Druck, den das Spiel permanent aufbaut. Keine Deckung ist sicher, jederzeit kann ein gegnerisches Team die Stellung zerlegen oder eure Punkte übernehmen. Zudem bringen die Cash-Auszahlungen mehr, je länger das Match dauert. Man kann sich deswegen nicht auf seinen Punkten ausruhen.

Konzentrieren sich 3 Teams auf eine Cashout-Box, kann das 4. Team manchmal in der Luft hängen und hat ein wenig Freiraum. Wenn man diesem Team den Vorteil lässt, liegt das aber eher an den mangelhaften Taktiken der anderen Teams.

Neuer Shooter auf Steam hat am 1. Tag schon 123.000 Zuschauer auf Twitch – Warum ist The Finals so beliebt?

Grund 5: Content-Versprechen der Entwickler

MeinMMO nahm vor dem Start der Beta an einer Präsentation zu The Finals teil. Hier stellten die Entwickler Details zum Spiel vor, bevor wir einen Blick auf den Beta-Build werfen durften.

Dabei gab es ein paar spannende Aussagen zum Content-Nachschub:

Wir versuchen, die Art und Weise, wie ein Spiel gebaut wird, komplett zu verändern. Dafür haben wir unsere Spielemacher von allen manuellen Aufgaben befreit. Wir verbrachten einen Großteil der letzten 4 Jahre damit, neue und intelligente Tools zu entwickeln, die von KI bis maschinellem Lernen alles nutzen, um Inhalte viel schneller produzieren zu können.

Executive Producer von The Finals Rob Runesson

Content-Nachschub ist eines der großen Probleme moderner Service-Games. Nur wenige Spiele schaffen es, genügend Content zu liefern, um über einen langen Zeitraum für genügend Motivation zu sorgen. Der bunte Shooter Fortnite ist hier eine erfrischende Ausnahme – und entsprechend auch der Benchmark.

Es muss sich erst zeigen, in welchem Takt The Finals nach Release Content rausfeuert. Machen sie ihr Content-Versprechen wahr, wäre das jedoch ein starkes Verkaufsargument. Wenn ihr mehr über die Tools wissen wollt, schaut auf dem englischen Blog von Embark Studios vorbei (via medium.com).

Kommen wir nun zu den Unsicherheiten. The Finals befindet sich noch in der Beta, ist erst wenige Tage spielbar und für ein abschließendes Fazit ist es noch zu früh. Deswegen hier noch 2 Gründe, die gegen einen großen Erfolg sprechen.

Unsicherheit 1: Das Balancing

Momentan hat man viele Gadgets, Waffen und Fähigkeiten in einen Topf geworfen und schaut, was die Spieler daraus machen. Meta-Waffen oder -Taktiken gibt es noch nicht. Sobald sich die Taktiken der High-Skill-Spieler rumsprechen, wird das Balancing jedoch enorm wichtig.

In einer solchen Zerstörungs-Sandbox das Balancing hinzubekommen, ist eine Mammutaufgabe und wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Hier müssen die Entwickler ab Tag 1 die Augen offen haben, Dinge schwächen und stärken, schnell reagieren.

Denn bei solchen außergewöhnlichen Konzepten stellt sich schnell Frust ein, wenn man die ersten 4, 5 Matches nur kassiert. Bei einem Free2Play-Shooter findet die Maus dann schnell den Deinstallieren-Knopf und ein potenzieller Spieler verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen.

the finals beta angespielt titel
Das Maskottchen von The Finals ist ein niedliches Ei – was soll da schiefgehen?

Unsicherheit 2: Fokus auf Teamplay

The Finals ist ein Team-Game. Geht ihr allein rein und spielt mit stummgestellten, unbekannten Mitspielern, habt ihr kaum eine Chance.

Ein großer Shooter für die Masse sollte aber auch Solo Spaß bringen. CoD und Battlefield bekommen diesen Spagat hin. Zwar ergeben sich auch hier deutliche Vorteile im Team, aber mit gewissen Taktiken lässt sich auch Solo was reißen.

In The Finals seid ihr oft schon aufgeschmissen, wenn ihr euer Team nicht aufeinander abstimmt. Möglicherweise liefern die Entwickler noch einen Söldner-Modus oder irgendetwas für Einzelspieler. Aber aktuell bekommen Solo-Spieler voll auf die 12.

Unsicherheit 3: Die Monotonie

Zudem muss das Konzept noch beweisen, dass es auch längerfristig motivieren kann. In der Beta ist The Finals eine Art Snack-Shooter – 2 Maps und ein spaßiger Ansatz, den man sofort fühlen und feiern kann.

Wenn die Frühlingsgefühle verschwinden und der erste Hype sich auflöst, muss sich zeigen, was übrig bleibt.

So gibt es etwa einen Battle Pass und auch Account-Level, um neue Waffen sowie Fähigkeiten mit den Klassen freizuschalten. Doch ob man sich über Content oder weitere Fortschritts-Systeme definiert, bleibt vorerst offen.

Der Fokus auf den einen einzigen Spielmodus könnte ebenfalls ein Problem werden. Hier wissen wir allerdings auch noch nicht, wie die Pläne der Entwickler aussehen. Wichtig ist bei solchen Helden-Shootern, dass man auch nach 100 oder 1.000 Stunden noch einen Grund und Lust hat, immer wieder reinzuschauen.

Weil das im Shooter-Bereich aktuell aber auch nur wenige Konkurrenten schaffen, hat The Finals alle Chancen, ein neuer Top-Shooter zu werden. Es liegt in ihrer Hand.

Oder wie seht ihr das? Was braucht The Finals für einen dicken Hit? Lasst einen Kommentar zum Thema da. Sucht ihr lieber neue Free2Play-Shooter, dann schaut mal hier vorbei: Die 10 besten Free2Play-Shooter.

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Ich habe das Spiel jetzt 5 Stunden testen können und bin bislang positiv beeindruckt. Das Spiel läuft extrem gut und bis auf kleinere Probleme mit der Verbindung ein mal, lief es durchgehend konstant.

Was mich etwas gestört hat, das es scheinbar schon 1-2 Cheater gab, die sich durchgehend unsichtbar machen konnten und extrem schnell waren, schneller als von den Fähigkeiten angedacht. Ich hoffe das bekommt man noch in den Griff.

Die Grafik, das Gameplay, das UI und auch die Zerstörbare Umgebung sind wirklich sehr gut!

Ich hoffe wir werden mehr von dem Spiel sehen!

Chucky

Ich bin der meinung: es wird floppen.

N

Ist irgendwie nicht mein Ding. Sieht mir mehr nach Hektik als nach Taktik aus.

Simon

Uih…mal wieder nen quietschbunter Shooter & da hätten wir schon mal mein Grund 3 dagegen 😉

Azaras

Also ich bin von denn game bis jetzt echt begeistert es ist nicht überladen eher wie ein valaront oder CS

Der Modus hat sehr viele Möglichkeiten für Taktiken und Absprachen

Es fehlen nur noch paar maps auch wenn die 2 schon viele Möglichkeiten bieten mit denn verschieden Tresore Standort oder mit denn Wetter/nacht

Sebastian

Das Spiel hat doch bis jetzt nichts zu bieten, also wirklich null Content. Da muss noch einiges kommen, dass die Leute das auf Dauer Spielen.

Visterface

Mich hookt der Gamemodus ja überhaupt nicht. Das ganze drum rum kann noch so gut sein wenn der Coregamemodus langweilig ist. Sorry aber CTF? Ist das wirklich das was die Leute als Hauptmodus spielen wollen?

Azaras

Ja ? Der Modus erfordert viel Taktik und auch Absprache gerade bei der Klassen Wahl es reicht nicht nur skills mit zu nehmen die einen schnell von A nach B bringen du musst auch was haben für die Verteidigung oder eben angriff

Pranger

Mir fehlt jetzt schon die Abwechslung. Der Modus macht auch keinen Spass.
Satzzeichen und Rechtschriebung sind auch nicht so Deins? Mega uncool, solche Leute kann man schwer ernst nehmen.

Du kannst Personen nicht ernst nehmen, weil sie Rechtschreibung nicht in Ordnung ist? Schon etwas abgehoben wie du dich hier gibst oder?

Zum Spiel selbst:
Es ist eine Beta, ich gehe ganz stark davon aus, dass da noch einiges an Content kommen wird.

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