Wie spielt sich ein Shooter, in dem man alles zerstören kann? Fantastisch! Ihr könnt bald selbst auf Steam testen

Wie spielt sich ein Shooter, in dem man alles zerstören kann? Fantastisch! Ihr könnt bald selbst auf Steam testen

The Finals (Steam) öffnet sich bald erstmals mit einer Closed Beta für die Öffentlichkeit. MeinMMO-Redakteur Maik Schneider durfte den Beta-Build bereits testen, zeigt euch Matches, seinen ersten Eindruck und warum weniger manchmal mehr ist.

Was für ein starkes Anspiel-Event von The Finals war das bitte? Von mir gibt es ein klares „wow“!

Es begann noch ganz normal: Die Entwickler erklärten in der Präsentation, dass ihr neuer Shooter „das FPS-Genre verändern könnte“. Das habe ich schon öfter gehört. Doch noch nie wollte ich so sehr, dass die Leute recht haben.

The Finals ist ein neuer Ego-Shooter, kommt Free2Play auf Steam und startet am 07. März eine Closed Beta, an der erstmals auch normale User auf Steam teilnehmen dürfen.

Hinter dem Projekt steht Embark Studios, eine Software-Schmiede mit einigen ehemaligen DICE-Entwicklern, die vorher unter anderem an Battlefield gearbeitet haben.

Sie vermengen die Zerstörungsgewalt aus Battlefield mit dem flüssigen Movement sowie die Helden-Aspekte von Apex Legends und erschaffen damit einen neuen Shooter, der ab der ersten Minute für Gänsehaut und Spannung sorgt.

Ich erkläre euch, was The Finals ausmacht und teile meine ersten Eindrücke. Möchtet ihr direkt ein Match sehen, dann startet unser Video:

The Finals: Beta-Gameplay – 2 komplette Matches

Mit in meinem Team war Kollege Philipp Elsner von der GameStar (hier zum Anspielbericht der GS).

Arena-Maps, Klassen-Gameplay, Zerstörung – Alles in 8 Minuten

Wie laufen die Matches ab? The Finals wird in 3er-Teams gespielt. Man muss Cash-Kanister freischalten und zu Cashout-Boxen bringen. Die Boxen muss man verteidigen, bis der Cash auf dem eigenen Konto liegt. Kanister und Boxen können jedoch jederzeit von feindlichen Teams übernommen werden.

Eine Runde im Quickplay dauert dabei nur 8 Minuten und 4 Teams nehmen an einem Match teil. Ranked-Matches laufen im Turnier-Format – insgesamt treten dabei 16 Teams an und die Matches werden nahtlos nacheinander gespielt. Hat man nicht genügend Punkte, fliegt man raus. Nur die besten kommen ins Finale.

Damit man sich als Team ergänzt, kommt Klassen-Gameplay dazu. Die Klassen definieren sich durch eine eigene Auswahl an Waffen und Gadgets – manch Ausrüstungsstück ist für mehrere Klassen verfügbar. Die besonderen Spezialisierungen sind auf die Klasse beschränkt.

  • Leicht
    • Eher schnelle Waffen und mobile Gadgets wie einen Enterhaken oder Ausweich-Dash
  • Mittel
    • Mittelschwere Waffen wie Sturmgewehre und Support-Gadgets – Auto-Turm / Heilungs-Strahl
  • Schwer
    • Das große Gerät: MG, Hammer, Flammenwerfer – dazu einen Rempel-Angriff, der Wände zerstört

Jede Klasse hat 3 Spezialisierungen und eigene Gadgets, die nur diese Klasse verwenden kann. Absprachen bei der Zusammenstellung sind deswegen von Vorteil.

The Finals möchte sich über kosmetische Items finanzieren und bietet einen Battle Pass sowie einen Ingame-Shop. Anzeichen für ein Pay2Win-System konnten wir während des Anspiel-Events nicht entdecken.

Vernichte alles andere!

Was ist das Besondere an The Finals? Im Grunde ist das Spielprinzip ganz einfach und jedem von uns bekannt. Genau das macht The Finals allerdings so interessant, weil es sich jedem von uns direkt erschließt:

  • Hol den Cash, verteidige den Cash, vernichte alles andere!

Die Betonung liegt dabei uneingeschränkt auf „vernichte alles andere“. Mit einem gut platzierten Explosive kann man ganze Häuser zum Einsturz bringen. Die Überreste der Explosionen bleiben im Match vorhanden und sind für jeden Spieler gleich. Das erlaubt ganz neue Taktiken und fühlt sich ab Minute 1 gut und dynamisch an.

Möchte ein feindliches Team auf Etage 3 seine Cashout-Box voll bekommen, sorgen ein paar Explosionen dafür, dass ich es auf Etage 1 übernehmen kann. Die Box purzelt durch die neuen, sinnvoll platzierten Löcher im Boden und landet direkt vor mir.

The Finals versucht dabei nicht, nebenbei noch das komplette Shooter-Genre umzukrempeln. Das Feature mit der Map-Zerstörung wurde sinnig mit schnellem Movement, einem Capture-the-Flag-Modus und dem Klassen-Gameplay verbunden. Es gibt keinen komplizierten Extra-Kniff.

Für noch mehr Abwechslung starten in jedem Match jedoch noch kleinere Gameplay-Events. Für ein paar Minuten ist dann etwa die Schwerkraft verringert oder der Schaden erhöht.

Persönliches Fazit: Ich hab Bock

Schon der erste Trailer von The Finals sorgte damals bei uns in der Redaktion für Aufmerksamkeit. Wir haben uns dann für eine sehr blumige Headline entschieden: Neuer Shooter auf Steam zeigt bombastischen Trailer – Wer da keinen Puls kriegt, ist tot.

Ich dachte noch, „wenn das Game nur halb so heftig ist wie der Trailer, dann haben wir hier was“. Und tatsächlich schafft es The Finals mit seinem Spielgefühl, ein hektisches Erlebnis zu schaffen, das einzigartige Taktiken erlaubt und eine Menge Spaß bringt.

Mein Highlight war dabei der Rempel-Angriff der schweren Klasse. Per Knopfdruck sind alle Türen vergessen, der richtige Weg ist geradeaus. Und schon steht man auf der anderen Seite des Hauses. Ein mächtiger Angriff, ein tolles Gefühl, ein kleiner Hype, der aufsteigt.

Mir gefällt zudem richtig gut, dass The Finals nicht zu viel auf einmal möchte. Man merkt, dass Entwickler-Veteranen dahinterstehen, die keinen Indie-Hit bauen wollten, der mit seinen irren Ideen punktet. Die Leute wollten einen Shooter bauen, der endlich die Zerstörung der Map in den Vordergrund stellt.

Und wenn ihr mich fragt, ist ihnen das wirklich hervorragend gelungen. Weniger ist hier manchmal mehr.

Möchtet ihr selbst testen, dann meldet euch jetzt auf Steam zur Closed Beta an (via Steam). Eine Garantie auf die Teilnahme gibt es aber nicht. Die Beta läuft vom 07. bis 21. März.

Lasst mir auch eure Meinung zu The Finals da. Wie gefällt euch das Gameplay, habt ihr noch Fragen zum Titel? Schreibt in die Kommentare.

Möchtet ihr lieber noch ein weiteres, neues Spiel kennenlernen, dann schaut hier vorbei: Coreborn will das WoW der Survival-MMOs werden – Wir haben es gespielt

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Mrx

Wenn zu einem free to play Spiel gesagt wird, es wird das Genre verändert zu dem es gehört, bin ich erstmal extrem skeptisch. Obwohl das bin ich mittlerweile eigentlich bei jedem Spiel, erst recht wenn behauptet wird es wird das Genre verändert.

Aber der erst Eindruck klingt ja erstmal ganz interessant auch wenn ein kompetitiver online shooter gar nicht mein Ding ist, außer vielleicht mal battlefield mit Freunden kostenlos im gamepass oder so.

Hab mal ein kurzen Ausschnitt aus nem gameplay geschaut, sah auf jeden Fall cool aus
Aber ich sag mal ein ähnliches Level an zerstörbarer spielwelt gans doch schon bei battlefield bad company 2(welches ich echt geliebt habe) und leider kam da nach auch nicht viel mehr ego shooter mit den selben Möglichkeiten. Ab battlefield 3 wurde das sogar noch mehr herunter geschraubt. Gibt zwar immer noch zerstörbarer Umgebung aber nicht in dem Level wie bei BC2.

Na mal gucken ich bin gespannt.

Zuletzt bearbeitet vor 11 Monaten von Mrx
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