Wer im Survival-MMO Population Zero zu oft stirbt, wird zum Über-Alien

Das neue Survival-MMO Population Zero will mit etlichen Features überzeugen, die es einzigartig machen. Wir haben mit den Entwicklern gesprochen und sie haben uns im Interview einige interessante Details verraten.

Was ist Population Zero? Population Zero ist ein story-lastiges Spiel, das die Genres MMO und Survival auf eine neue Art und Weise miteinander verbinden will. Als es 2018 vorgestellt wurde, sah es damals schon aus wie No Man’s Sky als MMO (bevor No Man’s Sky mit Next selbst zum MMO wurde).

Das futuristische Sci-Fi-Setting versetzt den Spieler in die Rolle eines Siedlers, der auf dem Planeten Kepler-438b gestrandet ist und dort überleben muss. Dabei soll Poupulation Zero an die „Goldene Ära der Science-Fiction“ zurückerinnern.

Population Zero Erkundung
Welche Geheimnisse birgt Kepler?

Im September 2019 startete bereits eine Beta für Population Zero. Das Spiel soll nun im Mai 2020 für den PC auf Steam veröffentlicht werden (auf Steam, weil es laut den Entwicklern die „zuverlässigste und bequemste Distributions-Plattform“ sei – ein kleiner Seitenhieb an Epic). Dort wird es als Buy-to-Play laut Pressemeldung für 29,99$ angeboten.

Die Features von Population Zero

Was macht das Spiel so besonders? Das Alleinstellungsmerkmal des Spiels ist laut der Entwicklung die „story-getriebene Erfahrung“, die Spieler während des Spiels haben. Im Verlauf werdet ihr erfahren, wie ihr überhaupt auf Kepler gelandet seid und was eure Aufgabe ist.

Das Prinzip klingt dabei ähnlich wie die Reise von Conan Exiles, gemischt mit dem Flair von No Man’s Sky. In Population Zero werden euch jedoch auch NPCs Quests geben, die das Narrativ weiter vorantreiben.

Die zweite, große Besonderheit ist die Spieldauer: Eine Session wird sieben Erden-Tage (oder 168 Stunden) dauern. Das entspricht einem Tag auf Kepler. Nur so lange habt ihr Zeit, um euch zu schützen, denn anschließend wird eure DNA unwiederbringlich verändert und ihr müsst von vorne anfangen. Begleitet wird das von einem Tag-Nacht-Zyklus:

In dieser Zeit müsst ihr fleißig Ressourcen sammeln, euch einen Schutz bauen und ums Überleben kämpfen. Besonders die Nächte sollen „unglaublich gefährlich“ sein.

Kämpfe und Tode im Sci-Fi-Survival

So funktionieren die Kämpfe: Kämpfen ist ein wichtiger Aspekt des Spiels und das Kampf-System hat dementsprechend viele Facetten. Die Entwickler verrieten uns zu diesem Thema:

Unser Kampf-System ist skill-basiert und fokussiert sich auf strategische Aktionen. Wir bieten Spielern eine Auswahl an Handwaffen von Standard-Typen wie Überlebensmessern bis hin zu Einschüchterndem wie Speeren und Streithämmern.

Kolonisten sind fähige Kämpfer. Sie können offensive und defensive Bewegungen ausführen. Spieler können die Attacken zu Combos verketten, Angriffe aus der Luft ausführen, blocken und ausweichen. Während sie das tun, sollten sie aber nicht vergessen, die Ausdauer im Blick zu haben.

Population Zero PvP

Das Kampf-System ist auch deshalb so wichtig, weil ihr Fraktionen beitreten und Krieg führen könnt. Es lohnt sich also, sich genauer damit zu befassen und gut zu werden.

Was passiert, wenn ich sterbe? Solltet ihr trotz allem kriegerischen Geschick einmal ins Gras beißen oder sollten euch andere Kolonisten die Kerzen auspusten, ist das nicht allzu tragisch. Ihr verliert zwar Gegenstände, aber nicht alle und nicht immer:

  • Ihr startet in einer instanzierten „Drop Zone“, in der ihr die Basics erlernt.
  • Neulinge lassen beim Tod weniger wahrscheinlich Gegenstände fallen als Veteranen (gemessen am Account-Level und Fähigkeiten).
  • Basis-Ausrüstung und Sets werden beim Tod weniger wahrscheinlich fallengelassen.
  • Je besser die Ausrüstung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ihr sie verliert.
Population Zero Kampf gegen kleine Viecher
Passt auf, dass ihr eure Ausrüstung nicht verliert.

Dazu gibt es auch noch ein System, das diejenigen schützt, die zu oft ins Gras beißen und zugleich Spieler bestraft, die gezielt andere töten:

Wenn ein Spieler zu oft stirbt, wird er zu einer übermächtigen Alien-Kreatur mit nur einem Leben. Das gibt ihm die Möglichkeit, sich an seinem Mörder kaltblütig zu rächen. In der Versus-Dynamik von Population Zero geht e also um Balance, Entscheidung, Risiko gegen Belohnung und ach-so-süße Rache.

Wie sieht es aus mit PvE?

So wichtig sind die PvE-Features: Es kommt in Population Zero nicht nur auf den PvP-Kampf, sondern auch auf das Überleben gegen die Umwelt an. Das ist dabei nicht nur eine Option, sondern durchaus notwendig für den Fortschritt:

Kepler ist bevölkert von verschiedenen Kreaturen: kleine und große, fleischfressend und unbedrohlich. Einige können alleine bekämpft und getötet werden, einige nur in Gruppen mit anderen Kolonisten.

Weil Population Zero vom Konzept her ein Survival-Game ist, gewähren Bestien Ressourcen: Fleisch stillt den Hunger, Zähne und Knochen werden benutzt, um Waffen und Rüstungen herzustellen, Pelze und Häute werden für Kleidung gebraucht.

Population Zero Kampf gegen großes VIech

Ihr erhaltet außerdem Perks (Fertigkeiten) für das Töten von Tieren, die die Charakter-Stats verbessern. Mächtige Gegner, wie der Alpha Kvar, sollen euch alles abverlangen – eine Art Raid-Boss.

Wie sieht es mit Crafting und Bau aus? Wie bereits erklärt, könnt ihr Waffen und Rüstungen durch Ressourcen von Wildtieren herstellen. Allerdings benötigt ihr auch ein Lager zum Schutz und für den Rückzug.

Sobald euer Account Stufe 4 erreicht, könnt ihr das erste von drei möglichen Tiers der Bau-Mechanik freischalten. Da ihr in Sessions spielt, dient euer Unterschlupf vor allem als Schutz und als Versteck vor Räubern und Gegnern.

Population Zero kleines Camp
Viel mehr als kleine Camps werdet ihr wohl nicht bauen können.

Ihr werdet vermutlich keine Zeit haben, um riesige und abgefahrene Basen wie in Conan Exiles zu bauen, aber könnt das gerne probieren. Nur können andere Kolonisten eure Lager auch zerstören. Ihr braucht also einen guten Platz zum Bauen.

Das bietet das PvE noch: Auch die bereits eingangs erwähnte, allumfassende Story gehört zum PvE-Content von Population Zero. Diese wird euch aber nicht einfach erzählt, ihr müsst sie stückchenweise zusammensetzen wie ein Puzzle.

Dazu sollt ihr auch die Umgebung erforschen und dabei herausfinden, was eigentlich eure ursprüngliche Aufgabe war und welche Geheimnisse Kepler für euch bereithält.

Population Zero Lore 1
Überall sind Schnipsel der Geschichte verteilt.

Die Entwickler versprechen für die Zukunft sogar Erweiterungen und Content-Patches, die neue Nebenquests, Lore und NPCs einführen sollen.

3 Gründe, warum ihr Population Zero spielen solltet

Darum lohnt sich Population Zero: Zuletzt haben wir die Entwickler nach drei Gründen gefragt, warum ihr euch gerade ihr Spiel ansehen solltet. Das sind die Antworten:

  • Präsentation und Atmosphäre: Die Umgebung spielt mit der goldenen Ära der Science-Fiction und das soll sich in Grafik und Musik widerspiegeln. „Wenn du die Schnauze voll hast von super-bodenständigem Realismus mit immer gleichen Wäldern und gräulichen Himmeln oder Zombie-Apokalypsen, such nicht weiter, schau dir Population Zero an.“
  • Der einzigartige Ansatz ans Survival-Gerne: „Population Zero mischt die Aufregung einer Forschungsreise, die Unvorhersehbarkeit von Suvival-Games, die Beständigkeit von MMOs, die Aufregung eines Session-basierten Titels und die Spannung eine Sci-Fi-Thrillers.“ Das Spiel soll Survival-Puristen, Sci-Fi-Fans und Spieler mit Entdeckergeist gleichermaßen begeistern.
  • Die einwöchigen Sessions: Durch die begrenzte Spielzeit bekommt Population Zero eine Dringlichkeit und einen „dringend benötigten Nervenkitzel“. Population Zero besticht mit klaren Zielen und Sieg-Bedingungen, die ihr in kurzer Zeit erfüllen müsst. „Indem wir ihre Zeit begrenzten, geben wir den Spielern grenzenlose Möglichkeiten, mit den Gefahren von Kepler zurechtzukommen.“

Das Interview führte für MeinMMO Alexander Leitsch.

Falls ihr bisher von Population Zero nicht viel mitbekommen habt, ist das nicht sehr verwunderlich, denn es läuft bei Vielen unter dem Radar, wie auch einige andere Spiele:

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1 Monat zuvor

Den Namen hab ich vor vielen Jahren schon mal gehört, kann das sein?

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