Pokémon GO: Niantic pls – Warum können Stadt- und Land-Trainer nicht beide Tracker benutzen?

Der neue Tracker von Pokémon GO hat die meisten Spieler enttäuscht. Spieler in der Stadt und auf dem Land haben nun unterschiedliche Tracker zur Verfügung und keiner hat beide. Fans haben einige Theorien aufgestellt, warum das so ist.

Update: Sieht so aus, als wären unsere Bitten erhört worden: Pokémon GO: Wieder Änderungen am Tracker – „In der Nähe“ und „Gesichtet“

 Originalmeldung: 

Seit der neue Tracker Pokémon GO hinzugefügt wurde, ist er umstritten und wird scharf kritisiert. Vor allem die „In der Nähe“  – Funktion macht den Trainern zu schaffen. Der Tracker gibt einem eine Auflistung von 9 Pokémon, die sich in der Nähe von PokéStops befinden. Heißt im Klartext, dass der Tracker nur zusammen mit PokéStops funktioniert.  Die Spieler sind vor allem sauer, dass sie die „Sichtung“–Funktion nicht benutzen können, sobald sie in der Nähe eines PokéStops sind.

Diese Funktion ist besonders praktisch, wenn man sich weiter weg von PokéStops befindet und außerhalb von Städten auf die Jagd geht. „Sichtungen“ funktioniert, sobald man 200 Meter Abstand vom nächsten PokéStop hat. Durch die „In der Nähe“ – Funktion, sehen Trainer vielleicht das Zubat am nahegelegenen PokéStop. Das Glurak, welches sich direkt neben ihnen befindet, sehen sie nicht und rennen daran vorbei, direkt zum PokéStop. Der Nachteil von „Sichtungen“: Man muss lange umherwandern, da der genaue Aufenthaltsort des Pokémon nicht dargestellt wird.

Trainer würden also am liebsten immer beide Tracker zur Verfügung haben wollen, unabhängig vom Abstand zum nächsten PokéStop.

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Pokemon GO: Stecken Werbung und Marketing hinter dem neuen Tracker?

Der neue Tracker wurde länger als vier Monate in San Francisco getestet. Man kann sich nur schwer vorstellen, dass Niantic in dieser Zeit nie auf die Idee gekommen ist, dass Spieler außerhalb und innerhalb von San Francisco unterschiedliche Games spielen. Denn Spieler auf dem Land haben vom neuen Tracker fast gar nichts, da es so gut wie keine PokéStops außerhalb von Städten gibt. Warum können Trainer nicht immer beide Tracker haben?

Es gibt die Theorie, dass Marketing der Grund für die neue „In der Nähe“-Funktion ist. Lockt man Trainer zu gewissen PokéStops, können auch gewisse Unternehmer profitieren, die diese Stops sponsern. Niantics Spiel Ingress hatte auch schon gesponserte Gebiete. Die Spieler gehen durch den „In der Nähe“ – Tracker von PokéStop zu PokéStop, der eine Kunsteinrichtung oder eben ein Unternehmen sein kann, das einen Sponsorship-Deal mit Niantic hat. Pokémon, die zwischen diesen Stops erscheinen, sind im Prinzip unsichtbar.

Dieses Geschäftsmodell hat Niantic schon auf verschiedenen Märkten getestet und McDonalds war eines der ersten Unternehmen, die in PokéStops investierten. Ohne dieses System sind PokéStops nur PokéStops und jetzt könnten spezielle Pokémon an die gesponserten PokéStops gebunden werden. Die Möglichkeiten im Marketing wären endlos.

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Vom Pokémon fangen zum Geld rausschleudern

YouTuber Nick hat kürzlich auf seinem Pokemon GO – Channel „TrainerTips“ ein Video hochgeladen, in dem er zu einem lokalen Kino fährt, um ein Glurak zu fangen. Als er und seine Begleitung das Glurak gefangen hatten, blieben die beiden noch ein bisschen und fütterten die anwesenden Arcade-Automaten mit Geld. Sie spielten mit einem Greif-Automaten, der Pokémon-Merchandise enthielt. Das ganze könnt ihr ca. ab Minute 7:30 beobachten. Nick selber, weist in dem Moment auf die „Sponsorship Theorie“ hin.

Alter Tracker sorgte für negative Schlagzeilen

Das erklärt aber noch nicht, die Exklusivität der „Sichtungen“ – Funktion für Spieler auf dem platten Land. Wenn Spieler schon keine Spur verfolgen können, um Pokémon zu finden, ist es immerhin noch hilfreich zu wissen, welche sich in der Umgebung befinden. Mit der ersten Version, die Fußstapfen anzeigte, klebten Spieler mit den Augen am Telefon. Es tauchten News von Trainern auf, die einfach in Verkehr liefen, da sie den Kopf nicht mehr hochnehmen konnten. Es sorgte für negative Schlagzeilen.

Nick behauptet, dass die neue„Sichtungen“ – Funktion dem vorbeugen kann. Niantic mochte die Idee nicht, dass Trainer auf ihren Bildschirm starren, während sie Pokémon jagen und sich in Gefahr begeben. Solange „Sichtungen“ also nutzlos ist, um Pokémon tatsächlich zu verfolgen, wandern Spieler auch nicht mehr einfach so in Verkehr oder andere potenzielle Gefahren.

Pokemon GO Böse Vorsicht

Dies sind alles nur Theorien. Seit Anbeginn des Releases ist der Tracker schon ein Problem und Spieler verstehen einfach nicht, wieso Niantic bisher noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden hat. Es muss einfach irgendwelche Gründe geben, neben einer Inkompetenz von Niantics Seite aus. Monetarisierung und Sicherheit könnten einen Einfluss haben.

Was glaubt Ihr, warum sich Niantic so schwer damit tut, einen Tracker zu entwickeln, der alle Trainer zufrieden stellt? Fans sind so verzweifelt, dass sie schon selber einen Tracker entwickeln.

Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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