Path of Exile 2 macht beim Handel zwischen Spielern den gleichen Fehler wie sein Vorgänger

Path of Exile 2 macht beim Handel zwischen Spielern den gleichen Fehler wie sein Vorgänger

In Path of Exile 2 funktioniert das Handeln genauso wie im Vorgänger. Ein Fehler, wie MeinMMO-Autor Cedric Holmeier findet.

Wie funktioniert der Handel? In Path of Exile 2 läuft der Handel über die Website der Entwickler (via pathofexile.com). Um ein Item dort zu verkaufen, müssen Spieler es in ein öffentliches Premium-Lagerfach stecken und einen Preis festlegen.

Zum Kaufen müssen Spieler ebenfalls auf die Website gehen und dort einen Verkäufer finden, der gerade online ist. Dieser wird per Direktnachricht kontaktiert, um den Kauf einzuleiten. Dann muss eine Gruppe gebildet werden und sich an einem gemeinsamen Ort im Spiel zum Tausch-Handel getroffen werden.

Dabei besteht stets das Risiko, dass der Verkäufer oder Käufer versucht, sein Gegenüber auszutricksen, indem die Spieler weniger Items oder gleiche Items mit anderen Werten in das Handelsfenster legen und hoffen, dass dieser Schwindel nicht auffliegt.

Ein NPC in Path of Exile 2 ist besonders nützlich:

Handel wie aus der MMORPG-Urzeit

Der Handel zwischen den Spielern in Path of Exile 2 war mir schon im Vorgänger ein Dorn im Auge. Extra das Spiel zu verlassen und auf eine Website zu gehen, um zu handeln ist etwas, dass man aus der MMORPG-Urzeit kennt. Etwa zu dem Zeitpunkt, als die Spieler sich noch über Foren austauschten, statt über Discord.

Wer schreibt hier? Cedric Holmeier ist Freier Autor bei MeinMMO und Veteran von Path of Exile 2. Bereits vor allen anderen konnte er den neuen Teil spielen und kennt den Vorgänger bereits aus der geschlossenen Beta. Außerhalb von Path of Exile kennt er sich bestens mit MMORPGs aus und hat in Spielen wie Swords of Legends Online, Throne and Liberty und Tarisland tausende Stunden verbracht.

Schon beim Vorgänger von Path of Exile 2 war das Handel-System eigentlich veraltet. Bis heute bietet Path of Exile als einer der wenigen Spiele auch ein aktives Forum mit noch aktiverem Trading-Bereich an. Die Community hat inzwischen für den Vorgänger sogar eigene Programme entwickelt, die das Handeln und die Price-Checks vereinfachen.

Dass die Entwickler für den Nachfolger auf genau das gleiche System setzen, halte ich für verfehlt. Ja, das bisherige System funktioniert auch in Path of Exile 2, aber es hat eben auch den gleichen Clunky-Ansatz, der für neue Spieler so ungewohnt ist, dass wohl die meisten von ihnen ungewollt im SSF-Modus (Solo-Self-Found-Modus, Keine Gruppen & kein Handeln erlaubt) spielen.

Entschuldigung, wir haben 2024

Welche Lösung hat MeinMMO-Autor Cedric Holmeier parat? Dass Path of Exile 2 hier keinen neuen Weg geht, ist eine verpasste Chance, gerade weil man mit diesem Teil doch anfänger- und benutzerfreundlicher werden wollte. Es fehlt ganz klar ein Auktionshaus!

Ein Auktionshaus würde viele Dinge verbessern:

  • Der Handel würde nativ im Spiel ablaufen
  • Spieler könnten direkt im Auktionshaus Items kaufen, ohne einen Online-Verkäufer zu finden
  • Für neue Spieler wäre das Handeln viel einfacher
  • Wertvolle Items könnten versteigert werden
  • Eine Gold-Steuer wie in anderen Spielen könnte den Zugriff von Bots auf den Markt beschränken

In MMORPGs sind Auktionshäuser längst der Industrie-Standard. Und auch, wenn Path of Exile 2 beim Handel zwischen Spielern nicht auf Gold setzen möchte, wäre ein Auktionshaus durchaus umsetzbar. Eben dann, wenn Spieler einfach genau das vom Verkäufer geforderte Item dagegen eintauschen.

Wenn heute ein neues MMORPG erscheinen würde, bei dem der große Teil des Handels über eine externe Seite läuft und bei dem sich Spieler zum Handeln in der Welt treffen müssen, wären die Spieler wohl sichtlich verwirrt.

Man kann nur hoffen, dass die Entwickler dieses Feature zum vollständigen Release nachreichen und allen einen Gefallen tun, den Handel zumindest um das Auktionshaus ergänzen, wenn man schon nicht den gesamten Handel darüber laufen lässt.

Mit einem Auktionshaus könnte man also gleich mehrere Dinge für die Spieler vereinfachen und den Umweg über die Website unterbinden. Das System rund um die Filter funktioniert bereits jetzt gut und könnte als Grundstein für das Auktionshaus dienen. Ein anderes, kompliziertes System sind die passiven Skills: Path of Exile 2: Skill Tree erklärt – So funktioniert das komplizierte System

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Compadre

Also da müssen sie wirklich nochmal dringend ran bis zum finalen Release.

Aktuell besteht das Endgame Gear mehr oder weniger aus dem Trading. Ich habe sogar das Gefühl, das ist kein Zufall mehr. Ich bin jetzt auch im Endgame angekommen, laufe die 3er Maps zwar noch relativ problemlos, aber ich renne noch immer mit einer Brustrüstung aus Akt 4 rum. Wenn mal eine goldene Brust mit INT Anforderung dropt, dann hat die keinen Wille drauf. Stattdessen habe ich seit Akt 4 bestimmt schon 10-15+ goldene Brustrüstungen mit GES Anforderung bekommen. Einen Helm mit +Ränge für Minions habe ich in der kompletten Kampagne + nun die erste Zeit in den Maps EIN EINZIGES MAL gesehen und den musste ich mit Gear Stufe 12 halt irgendwann mal ablegen. Das frustiert dann schon irgendwie, wenn du dafür ohne Erfolg erhabene Sphäre um erhabene Sphäre rausballerst, während du einen Helm mit +Ränge Minions einfach so für eine erhabene Spähre kaufen kannst. So fühlt sich doch kein guter Loot oder gutes Crafting an.

Das ist doch so Murks, weil es mich mehr oder weniger dazu zwingt, die seltenen erhabenen Sphären nicht ins Crafting zu investieren, sondern mit ihnen zu handeln und das alles auf einer externen Seite, bei der ich warten muss bis der Verkäufer online ist, ihn dann anwispern muss, einen Termin vereinbaren muss sich ingame zu treffen und dann noch hoffen muss, dass er nicht kurz vor dem Trade noch das Item austauscht oder anderweitig versucht mich abzuziehen.

Das ist irgendwie so 1996 oder so. Also ich habe echt enorm viel Spaß mit dem Spiel, weil es für mich echt sehr viel mit dem “Classic ARPG Genre” verbindet, was ich cool finde. Langsameres Gameplay, knackige Fights. Nicht nur dieses Brain AFK über die Maps fegen, wie man es in vielen ARPGs mittlerweile kennt. Aber einige wichtige Mechaniken sollte man trotzdem überdenken und sie nicht einfach übernehmen, weil sie früher auch so waren. Mit den Änderungen bei den Flasks haben sie das aus meiner Sicht auch super gelöst. Ich habe kein Problem, wenn ich dann irgendwo aufs Handeln angewiesen bin (wobei ich es eigentlich schon cooler fände, wenn man mit Craftingmaterials lieber craftet anstatt handelt), aber dann stellt das bitte in einem automatisierten Auktionshaus dar, was sowohl für Verkäufer wie Käufer bequemer ist.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Compadre
Naix

Da werd ich auch wie in PoE1 ausm Handel raus sein.

Meine es gibt doch auch ein Währungsmarkt der hats ins Spiel geschafft, wieso denn nicht auch für Equip?

Nicht nur das es so umständlich ist über die Seite, nein man muss immer warten bis der Spieler on ist, und man muss noch aufpassen das man nicht übern Tisch gezogen wird.

Hoffe die überdenken das nochmal….weil z.Z geht ein auch wieder ordentlich boost flöten, weil man vom Handel immer deutlich besseres EQ sich holen kann als wenn man selber für den gleichen Preis sich was craftet, und das kanns ja nicht sein.
Ergo ist man ja schon fast gezwungen zu Handeln, oder man gibt sich damit zu frieden nicht alles aus sein Char rausholen zu können.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Naix
Kozrek

Jo, ich werde nie über dieses System handeln, da ist dem Beschiß Tür und Tor geöffnet. Anständiges richtiges AH rein und gut. Und nicht so ein Mittelalter System, geht gar nicht.

Mittlerweile ist das Zeug in AH schon so teuer, dass mir echt die Lust vergeht, die Preise haben sich seit dem letzten Update quasi, verzehnfacht k.a. was da passiert ist

snowblind

Kurioserweise gibt es einen Handelsposten auf der Konsole in Poe 1.

Hier hast du ein Handelsbrett da kannst du dann eingeben was du willst (total umständlich aber immerhin) dann sucht er es raus und dann legst du eine währung in ein 2t Fenster.

Wenn der, der das Item reingestellt hat dann online ist bekommt er ne Meldung und kann zustimmen, und du bekommst das Item dann an den Handelsposten geliefert egal ob du on oder offline bist.

Alles ingame es kann keiner betrügen und es ist immer noch umständlicher als ein ah.

Hatte gehofft das sie es übernehmen … Aber da es Crossplay gibt hatte ich es mit schon gedacht … Schade

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Snowblind
Amizaras

Ehrlich gesagt, kann ich gar nicht fassen, was ich hier lese. Externe Website? Warten, bis der Spieler online ist? Lachhaft.
Ich habe schon ein paar einzigartige Items gesammelt, aber die werden wohl in meiner Truhe verstauben. Ich hoffe, sie bringen noch eine AH, sonst bin ich raus beim Handel.

italoipo

Hatte gestern als POE Neuling mein erster Handel..meine Fresse..bis ich herausgefunden hatte wie man ein Stack von items aufteilt, bzw nur 1 Orb rausnimmt auf der PS5…

Ich kann das auch nicht nachvollziehen warum wieder das selbe System.

Ja okay die wollen kein Richtiges AH wie in ”WoW”.

Macht doch kleine Hürden rein du musst Online sein zum Handeln du musst was bestätigen okay.
Ich hoffe die ändern dann das System… entweder Sie lassen bessere sachen droppen oder mehr Orbs zum Selbstcraften, damit man nicht so Stark Handeln muss.

Ich habe selber jetzt bis Level 70 SSF gespielt. Klar du findest mal ein Item oder kannst mal was cooles Bauen. Aber selbst mit der Währung die ich verballert habe hätte ich durch ”trade” deutlich bessere Items für die ganzen Orbs das ist Blöd, es fühlt sich dann wirklich nicht gut an.

snowblind

So ähnlich wie du es beschreibst war es in Poe 1 auf der Konsole. Alles ingame mit Bestätigung und vor allem auch wenn man offline war …und ohne hin und herporten einfach zum Handelsposten hieß das glaub ich und fertig.

Caliino

Kann ich nur zu 100% unterschreiben, ich habe und werde genau wegen diesem System nie Handel betreiben.

Wobei ich die “externe Seite” sogar noch akzeptieren würde solange das ganze automatisiert wird.

Mich stört einfach die Tatsache, dass du für jeden noch so kleinen Handel deinen Flow/Mappen komplett unterbrechen und sowieso viele Spieler anschreiben musst bevor überhaupt jemand reagiert…

Ich fände zb. eine Lösung wie das AH von TERA damals sehr gut:
Du konnstest Items gegen eine kleine System-Gebühr sofort kaufen oder den Spieler anhandeln um dir die Gebühren zu sparen oder einen anderen Preis vorzuschlagen.

Ersteres ging komplett automatisch und beide mussten nur mehr zum NPC hin abholen. Bei zweiterem ist beim Verkäufer eine Chat Nachricht mit dem Preis/Item aufgeploppt die er annehmen oder ablehnen konnte. Hat er angenommen ist das übliche Handelsfenster aufgegangen, beide mussten nochmal bestätigen und nur mehr beim Npc das Item/Gold abholen.

Eine kurze “Pause” war zwar auch da (beim Anhandeln) vorhanden, aber du musstest deine Tätigkeiten nicht komplett unterbrechen und du bist in Dugeons halt mal kurz an den Rand gelaufen um den Handel durchzuführen. (Wobei das sowieso nur bei größeren Summen passiert ist)

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Caliino
Compadre

Jou, in ESO ziemlich ähnlich. Du hast ein Item bei einem NPC Händler eingesetllt, ein anderer Spieler konnte es kaufen und der NPC hat noch eine Handelsgebühr draufgeschlagen (um im Falle von ESO etwas der Inflation entgegenzuwirken). Sollte meiner Meinung nach auch minimum als Standard sein in einem Spiel, welches heutzutage auf den Markt kommt.

Verstehe ich auch nicht, weshalb sich die ARPG Games damit nach wie vor so schwer tun. Ich sehe einfach den Mehrwert nicht, das so abgefu**t zu lösen. In Diablo genau das gleiche Problem. Wobei du da den deutlichen Vorteil hast, nicht derart aufs Handeln angewiesen zu sein, um deinen Char zu optimieren.

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