Nischenprodukte – Warum man WoW gar nicht stürzen will

Einen schönen guten Tag alle miteinander! Nachdem ich in den letzten Wochen eine Schreibpause eingelegt habe und mich vollends der Recherche gewidmet habe … – gut, sind wir ehrlich: Ich habe gezockt bis zum Umfallen, wie sich das für Semesterferien gehört.

Heute möchte ich mit Euch über ein Thema sprechen, das in den letzten Jahren immer mal wieder aufgetaucht ist: World of Warcraft sitzt seit Jahren auf dem MMO-Thron und kein anderes Spiel kommt heran.

Auch wenn immer wieder Stimmen laut werden, die sagen, dass WoW „tot sei“ oder inzwischen „viel zu casual geworden ist“, so kann man nicht leugnen, dass das Spiel auch heute noch mit seinen 7-8 Millionen Abonnenten extrem erfolgreich ist und jedes andere MMO sich daran geschlagen geben muss.

Es scheint vollkommen egal zu sein, wie gut ein neues Spiel, wie schön die Grafik oder wie innovativ das Gameplay ist, nach wenigen Wochen wenden die meisten Spieler sich wieder Azeroth zu.

Doch sind diese ganzen Spiele denn wirklich erfolglos?

Meiner Meinung nach sind sie das nicht, denn inzwischen versucht kaum eine Spieleschmiede, den Thron zu erklimmen, stattdessen konzentrieren sie sich auf einzelne Aspekte und versuchen in diesen herausragend zu sein. Es gilt nur beim Release möglichst viele Spieler zu begeistern, danach konzentriert man sich zumeist auf eine ganz bestimmte Zielgruppe: Das ist dann die Geburtsstunde eines sogenannten „Nischenspiels“; zurecht geschnitten für eine exklusive Personengruppe, die sich nach einer ganz eigenen Art von Inhalten sehnt.

Als Beispiel nehme ich hierfür TERA, welches versucht hat, Spieler durch eine extrem gute Grafik und ein deutlich actionlastigeres Kampfsystem zu begeistern. Ein „Guild Wars 2“ versuchte Ähnliches, indem sie dem altbekannten System von „Quests“ abschwören und diese durch dynamische Events ersetzten und darüber hinaus noch ein extrem faires PvP boten, in dem alle Spieler den gleichen Ausrüstungsstand haben. „Star Wars: The Old Republic“ überzeugte durch vollvertonte Quests und eine packende Story. Wieder andere Spiele wie „Scarlet Blade“ bedienen sich oberflächlicherer Mittel und versuchen durch offensichtlichen Einsatz von sexuellen Reizen eine Spielerschaft an sich zu binden.

[pull_quote_center]Jedes dieser Spiele wurde sehr schnell für „tot“ erklärt. Aber sind sie das?[/pull_quote_center]

In meinen Augen sind sie erfolgreich! Alle diese MMOs haben es geschafft, eine (zugegeben: deutlich kleinere) feste Gruppe an Spielern an sich zu binden und diese langfristig „bei Laune“ zu halten. Aus finanzieller Sicht ist ein MMO mit konstanten 100.000 Abonnenten sehr erfolgreich. Und solange die Entwickler noch Patches und Inhaltserweiterungen anbieten, bleibt gar kein anderer Schluss übrig – denn kaum eine Firma würde ein gescheitertes Produkt weiterhin unterstützen (FFXIV mal ausgenommen).

In den kommenden Monaten geht der Kampf um die Nischen weiter. „WildStar“ und „The Elder Scrolls Online“ sind Paradebeispiele dafür. Beide Spiele werden das MMO-Genre nicht neu erfinden, denn das ist wohl auch nicht möglich. Dennoch werden sie jeweils eine Gruppe von Spielern finden, die genau auf die Kernfeatures dieser beiden Hoffnungsträger gewartet hat – vermutlich bin ich auch darunter. Ich warte auf ein Spiel, dass die Nischenanforderungen „Housing, frische Rollenspielwelt und viel Endgame“ erfüllt – und genau diese Nische wird durch WildStar bedient werden.

Wie seht ihr das Ganze? Welche Nischen sollten eurer Meinung nach noch besetzt werden? Wann ist für euch ein Spiel „tot“?

Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ebenso wie etwaige Themenwünsche. Wer die Seite aufruft und nicht kommentiert, bekommt übrigens Aurin-Hasenohren aufgesetzt. Mit Sekundenkleber. Ihr wurdet gewarnt.

WildStar Aurin

Also, wer will alles Hasenohren verpasst bekommen?

Autor(in)
Deine Meinung?
Level Up (0) Kommentieren (3)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.