Neverwinter: Spieler haben Angst, nächste Erweiterung killt das MMORPG

Mit dem kommenden Modul 16 „Undermountain“ kommt nicht nur eine neue Kampagne mit einem gigantischen Dungeon ins MMORPG Neverwinter. Die Entwickler führen so große Änderungen am gesamten Spiel durch, dass es fast schon ein neuer Titel wird. Daher gibt es Befürchtungen, dass dieses Update das Neverwinter zerstört, was viele bisher kannten.

Kommt Neverwinter 2.0?

Welche Änderungen bringt „Undermountain“ mit sich? Im Grunde wird mit der neuen Erweiterung fast alles am Spiel verändert. Dazu gehört etwa:

  • Die Klassen werden überarbeitet, um für eine neue Balance zu sorgen.
  • Viele Charakterwerte werden entfernt oder ersetzt. Es gibt etwa keine Rüstungsklasse mehr, dafür Konterwerte.
  • Lebensentzug und Erholung werden entfernt, damit der Fokus mehr auf Heilung gesetzt wird.
  • Das System der Gegenstandsstufen wird angepasst und eine Skalierung eingeführt.
  • Segen wird verändert und ist nun in Stufen eingeteilt.

Es gibt sehr viele Änderungen, welche aus Neverwinter fast schon ein neues Spiel machen. Kaum etwas bleibt beim Alten.

Neverwinter Undermountain Screenshot
Neverwinters Erweiterung „Undermountain“ bringt viele Änderungen ins Spiel.

Warum kommt es zu diesen Änderungen? Die Cryptic Studios möchten mit der Zeit gehen und ihr MMORPG anpassen, damit Neueinsteiger nicht überfordert sind. Es gibt viele Vereinfachungen, da das bisherige Regelsystem etwas komplex war. Neverwinter soll sich nach den Anpassungen flotter spielen und auch Casualplayer sollen gut reinfinden.

Was meinen die Spieler dazu? Die Community ist aktuell stark gespalten über die Änderungen. Es gibt viele, die der Meinung sind, dass diese Änderungen Neverwinter „zerstören“ und auch viel vom D&D-Regelwerk aus dem MMORPG nehmen. Zudem befürchten einige, dass Neverwinter zu stark vereinfacht wird.

wlurk502 schreibt etwa auf Reddit: „Das ist jetzt schon kein MMORPG für Idioten mehr, sondern ein MMORPG für Hirntote.“

Andere jedoch haben die Änderungen in einer frühen Form schon seit dem 1. März auf dem Preview-Server getestet und meinen, dass sich Neverwinter zwar jetzt anders spielt und man sich umgewöhnen muss, es aber nicht so schlimm ist, wie befürchtet.

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Es gibt viel Kritik

Was sind die Haupt-Kritikpunkte? Es gibt gerade unter den „Hardcore“-Fans des MMORPGs einige Dinge, die ihnen besonders sauer aufstoßen:

  • Die Charakterentwicklung ist nicht mehr so komplex wie früher, da jeder dieselben Fähigkeiten, Boni, Verzauberungen und Runensteine nutzen kann.
  • Die neuen Feats ergeben für manche Klassen keinen Sinn und die Wahl ist stark eingeschränkt.
  • Crafting wurde generft, da Berufe nicht mehr eine so große Rolle spielen. Es macht kaum noch Sinn, meisterhafte Items herzustellen.
  • Heiler sind nun unerlässlich, da Lebensentzug und Erholung abgeschafft werden. Das macht das Solospiel schwieriger und die Heilerklasse ist nicht so ausgereift, dass es Spaß macht, diese zu spielen.

Darum ist die Situation so kompliziert: Es gibt so viele Änderungen an Neverwinter, die erst noch getestet werden müssen, um wirklich festzustellen, wie sich das MMORPG später spielt. Die Auswirkungen sind noch gar nicht abzusehen. Darüber hinaus könnten die Tests und auch die Kritik dazu führen, dass noch Anpassungen vorgenommen werden.

Selbst nach Release von Undermountain im Frühjahr kann es noch zu Optimierungen kommen. Dennoch ist es verständlich, dass derartig umfangreiche Änderungen an einem MMORPG den Spielern Angst bereiten.

Neverwinter im Test: Lohnt sich der MMORPG-Klassiker noch 2019?

Quelle(n): Reddit
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Alles Lüge

Mit Mod 16 sind einen Großteil der Spieler aus den Spiel verschwunden ( ca. 40 % ). Jetzt mit Mod 17 hat ein weiterer teil das Spiel verlassen.
So das man jetzt für die zufällige Warteliste schon mal 1 Std. oder länger warten kann bevor überhaupt etwas passiert.
Jeder Patch fixt 1 oder 2 Bugs und bringt 10 oder 20 neue Bugs ins Spiel.

N0ma

„auch viel vom D&D-Regelwerk aus dem MMORPG nehmen“
hatte nie den Eindruck das das Kampfsystem was mit D&D zu tun hatte

RagingSasuke

Danke, ich hätte das niemals so ausdrücken können 😉

Talindor

Ich spiele das Spiel seit Jahren nicht mehr, aber ich denke, dass Langzeitspieler doch eher Spieltiefe möchten. Einfache Spiele richten sich doch mehr an Laufkundschaft. PoE ist zb auch beliebt, weil es eben komplex ist.

Caliino Calii

Einfach einen eigenen Server mit den Änderungen aufmachen und die Spieler selber testen lassen….

Die Spieler geben Feedback und die Entwickler passen es daraufhin an und der normale Server läuft währenddessen ohne Änderung nebenbei weiter. Nach einer gewissen Zeit wird der wieder deaktiviert oder es gibt einen Wipe + Charakter-Transfer vom alten auf den neuen Server. (je nach dem was einfacher ist bzw. weniger Probleme bringt)

TNB

Es gibt einen Testserver.

Original Gast Chris

balance hat es halt bitter nötig.. ich habe das spiel lange gezockt und es zählt für mich zu den 3 besten mmos auf dem markt.

Rhavin Grobert

Die (völlig verständliche) Hauptsorge ist, dass mal wieder alles über den Haufen geworfen wird, ohne das im Spiel bisher erarbeitete ansatzweise zu würdigen. Fast alle brauchbaren Items sind gebunden, man kann also nix verkaufen, sobald man was besseres findet, und viele Artefakte und epische Gegenstände sind schon beim Finden komplett wertlos.

Der neue Inhalt macht was her, ich hab den schon angespielt. Und das neue Eigenschaftssystem ist auch gut durchdacht.

Auch wird man neue Gegenstände nach einger Zeit nun wohl verkaufen können.

Nur is Cryptic nich grad dafür bekannt, die Details zu Ende zu denken. So verliert zb. jeder Spieler mit Mod16 effektiv 30 Itemslots. Die Gegenstände werden dann einfach ins eh knappe Inventory geblasen, sind häufig für den Spieler nun nutzlos, andere Spieler könnten sie evtl. gebrauchen, sie lassen sich aber nicht verkaufen,

Flo Gou

„Neverwinter soll sich nach den Anpassungen flotter spielen und auch Casualplayer sollen gut reinfinden.“

Das ist absoluter Quatsch genau das gegenteil wird der Fall sein, in Zukunft wird man ja nichtmal mehr eine Rota fahren müssen weil die Cooldowns dermaßen hoch sind das einem eh nichts anderen übrig bleibt als die skills so einzusetzen wie sie eben wieder verfügbar sind. Das Spiel mutiert von einem Action Kampfsystem fast zu einem runden basierenden Spiel in dem keine action mehr steckt, das fühlt sich fast schon genauso Kacke an wie das Kampfsystem von Bless wo du großteils die Standardattacke spammst bis dann irgendwann mal wieder ein SKill rdy ist. Totaler Mumpits

Toby-

Wieder so ein Titel der mich sehr schnell mit seinem Cashshop vergrault hat.
Schade, sah abgesehen davon ganz nett aus damals.

Kendrick Young

Oh man – es liegt doch nicht daran das es zu komplex war.

Das wars dann wohl für Neverwinter, es wird sicherlich nicht sofort sterben und ne bisl dauern. aber sollte das alles so kommen – kein toolset mehr + obrigen Änderungen – dann tschö Neverwinter

Für mich sind übrigens die obrigen Änderungen mal wieder eine Bestätigung das die Devs den leichtesten Weg nehmen. Werte entfernen – Charackter speziefizierungen entschlacken etc Das kennt man ja schon aus anderen mmorpgs – das Diese dann mit spielerzahl einbrüchen zu rechnen hatten sah man oft genug.

Dachlatte

Die ruhen sich jetzt halt noch ein wenig drauf auf… bis zum Game-Tod! xD

Ectheltawar

„wlurk502 schreibt etwa auf Reddit: „Das ist jetzt schon kein MMORPG für Idioten mehr, sondern ein MMORPG für Hirntote.““

Das ist immer eine tolle Aussage, die im Regelfall von Leuten kommt die ihr entsprechendes Spiel meist seid Release spielen und alle die Änderungen und Erweiterungen mitgemacht haben, welche mit der Zeit gekommen sind. Was diesen Spielern alles logisch erscheint dun leicht von der Hand geht, ist für Neulinge dann aber schnell überfordernd.

Ich kann die Angst der „alten“ Spieler verstehen, begrüße aber immer wenn ein MMORPG-Anbieter den Mut hat mal anzuhalten und zu schauen ob man mal Zeit und Ressourcen in eine Überarbeitung stecken kann. Wenn letztere gelingt hat man am Ende dann auch wieder ein Spiel das für Neueinsteiger attraktiv wäre.

Kendrick Young

Es bringt aber nichts wenn du die ganzen alten Hasen verlierst. Also neverwinter war bei weitem nicht Komplex – Wer sich mit dem jetzigen Neverwinter nicht auseinander setzt wird sich auch im neuen Neverwinter nicht auf lange sicht motivieren können

Ectheltawar

Im Optimalfall will man die ja auch nicht verlieren. Aber ein MMORPG das sich nicht regelmäßig auch nach unten hin erneuert wird einen langsamen, aber beständigen Tod sterben.

So Änderungen sind immer ärgerlich und kosten sicherlich auch den ein oder anderen alten Spieler, aber wenn ein alter Hase geht und dafür 2 neue Spieler hat der Entwickler nichts falsch gemacht.

Telerund

Jetzt müssten diese 2 neuen Spieler auch noch bleiben…

Kendrick Young

danke, so sieht es aus, es bringt nichts wenn die neuen dann nicht bleiben. Spiele die nicht komplex genug sind halten keine Spieler auf dauer.

Wenn man Änderungen nach unten machen sollte dann in dem man bessere tutorials etc entwirft. Aber doch nicht einfach dinge weglassen….

Ectheltawar

Das ist der simple Unterschied warum auch heute noch WoW der dickste Fisch ist. Blizzard hat schon früh verstanden das man länger lebt, wenn man eben auch mal etwas wegfallen lässt und regelmäßig schaut, das auch der Einstieg ins Spiel eine Überarbeitung erhält. Aber eventuell erklärst Du mir mal die enorme Komplexität von WoW, da ja anscheinend nur eine solche dauerhaft Spieler bindet.

Seltsam das ausgerechnet dieses wenig komplexe Spiel, es nunmehr über so viele Jahre geschafft hat, sich an der Spitze zu halten. Während tolle Titel wie Neverwinter, STO, GW2 oder auch viele andere, es höchstens schaffen mal stark zu starten, dann aber meist recht schnell beginnen auszusterben.

Betrachtet man die einzelnen Titel etwas genauer, fällt schnell auf das viele der Titel über die Jahre gewachsen sind. Oftmals haben sie zusätzliche Systeme und Funktionen erhalten und man kann wirklich davon sprechen das diese Titel „komplexer“ geworden sind. Dagegen ist der Zuwachs in WoW hier ehe gering und Blizzard ist sich im Grunde nicht zu fein, immer mal wieder Systeme nach einem AddOn komplett zu streichen (Beispiel Garnison oder Artefaktwaffe).

Aber was versuche ich hier….es macht wirklich erheblich mehr Spaß ein Spiel zu spielen das immer komplexer wird, aber in dem man spüren kann das es weniger und weniger Spieler hat. Das führt zu weniger Einnahmen und das wiederum zu noch weniger Content, usw…

Kendrick Young

WoW heute noch der dickste fisch? da lebst du nicht aktuell, wow ist nicht mehr der dickste fisch. die spielerzahlen sind drastisch gesunken. das mag vlt kurz nach einem Addon start so sein – wo wir zu deinem Punkt „stark starten“ sind.

WoW ist oft nurnoch so populär wegen den alten zeiten, weil viele zu addons mal zurück kehren wie ich und hoffen es hat sich was in der Richtige Richtung entwickelt – aber puste kuchen 😉

Blizzard ist sich nicht zu fein mal sachen zu streichen? Also bis auf die berufsgebäude gibts die garnisionsfeatures alle noch ingame nur anders verpackt, Artefaktwaffe wurde abgeschafft ja – und wie hat man es ersetzt mit dem Herz des Berges. was wohl der größte Reinfall im ganzen Addon ist. Nicht umsonst sind die Spielerzahlen so niedrig wie nie.

Wenn Neverwinter STO und GW2 so schnell aussterben würden, hätten sie sicherlich nicht schon ettliche addons hinter sich – was du also schreibst ist mal wieder….

Das Problem ist nicht das Neverwinter ausstirbt wegen zu viel komplexität sondern wegen zuwenig realen neuerungen. Das hoch in Neverwinter war als Neue klassen und mechaniken kamen. Zuletzt kamen aber nur Addons mit neuen dungoens, story etc.

Ectheltawar

Interessante Weltsicht, aber ich versuche mal ob auch Du nicht etwas über den Tellerrand hinaus blicken kannst.

Kleine Rechenaufgabe zum Thema „dickster Fisch“:
Man betrachte die Laufzeit von WoW, schaut sich die durchnittlichen Abogebühren an und wie oft sich die einzelnen AddOns verkauft haben. Ich glaube ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster, wenn ich sage das kein anderes MMORPG so viel Geld eingespielt hat wie WoW. Egal ob Neverwinter oder Star Trek Online, Cryptic wäre vermutlich glücklich wenn beide Spiele zusammen die Spielerzahl hätte, die WoW heute noch besitzt. Selbst wenn ein MMORPG aktuell höhere Spielerzahlen hätte, müsste man immer noch warten bis es seinen 15. Geburtstag feiert um es dann auch wirklich mit WoW vergleichen zu können. Die wenigsten erreichen überhaupt den 15. Geburtstag und noch keines hatte zu diesem noch die Spielerzahlen, die für WoW heute immer noch hat.

Ja, WoW streicht Regelmäßig und es gibt die Garnison noch, aber welche Funktion hat dieses Feature im aktuellen Content genau? Das Herz von Azeroth ist die „neue“ Artefaktwaffe, nicht wirklich, höchstens davon inspiriert. Aber auch wenn Du es nicht verstehen willst, im Kern ist es das was WoW aus macht, vieles bleibt erhalten, aber in anderer Form und meist so überarbeitet, das WoW insgesamt nur wenig an Komplexität hinzugewinnt.

Aber kommen wir doch abschließend zu Deiner Komplexitätsaussage. Das im Grunde einfachste MMORPG hat seid seinem Release die meisten Spieler. Im Spielebereich waren so richtige Goldesel CandyCrush, Moorhuhn oder Angry Birds. Alles Spiele die man kaum mit dem Wort Komplex beschreiben will. Der Schlüssel scheint also eher nicht in der Komplexität zu liegen.

Aber leb in Deiner Welt ruhig weiter und heul weil Cryptic nun noch mal bemüht ist neue Spieler zu gewinnen. Das ist aber leider nur schaffbar, in dem man vor allem die Zugänglichkeit optimiert.

Ectheltawar

Korrekt, aber wenn nur einer bleibt hat man schon mal nichts verloren.

Tut man nichts, stirbt man langsam weil nichts neues Nachrückt. Tut man etwas, riskiert man alte Spieler zu verlieren, aber hat auch eine Chance neue zu Gewinnen.

Ist eine recht einfache Rechnung, Variante 1 ist ein unweigerlicher Tot auf Raten, Variante 2 hat zumindest die Chance auf neue Spieler und damit eine länger Laufzeit.

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