Wie Hearthstone fast eine Hot-Dog-Erweiterung bekommen hätte

Wie Hearthstone fast eine Hot-Dog-Erweiterung bekommen hätte

Auf einem Preview-Event zu Hearthstones neuer Erweiterung „Kobolde & Katakomben“ traf unsere Autorin Guddy auf Blizzards Art Director Ben Thompson und Senior Game Designer Peter Whalen. Gut gelaunt sprachen sie über die Details der Erweiterung, über die Entwicklung und die Arbeit als Team.

Blizzard hat einen Hamburger Gewölbekeller für das Event in eine hübsche Gaststätte ganz im Hearthstone-Stil verwandelt. Ein Feuer prasselte im Kamin, auf den Bänken lagen Wolfsfelle und die Charaktere aus dem „Hearthstone sind wir“-Trailer luden – zumindest als Pappfiguren – zur gemütlichen Einkehr ein. Dort tummelte sich neben dem ordinären Journalisten auch der ein oder andere Hearthstone-Profi.

Fireside Gatherings sollen Spieler in trauter Mehrsamkeit vereinen und genau das wurde auch getan! Gemeinsames Starren auf die eigenen Bildschirme sieht von außen zwar nicht kommunikativ aus, ist jedoch eine spaßige Angelegenheit, die gerade in passendem Ambiente nicht nur von spielerischem Erfolg gekrönt ist! Denn selbst wer ein eher scheuer Zeitgenosse ist wird, hier Gesprächsthemen finden.

Solche Treffen fanden und finden in etlichen Ländern und Städten statt, wobei die Niederlande scheinbar eine Hochburg ist. Es zeigt wieder einmal, dass mobile Gaming durchaus auch eine soziale Komponente haben kann, selbst wenn gar keine Chatfunktion besteht. Wenn ihr neugierig geworden seid und vielleicht selbst einem beiwohnen wollt, findet ihr hier heraus, ob und wo in eurer Nähe eines stattfinden wird.

Hearthstone Fireside Gathering

„Ich wäre Reno Jackson!“

Auch Art Director Ben Thompson und Senior Game Designer Peter Whalen gaben sich die Ehre und boten sich als unterhaltsame Gesprächspartner an. Auf meine Frage, welche Hearthstone-Karte sie wohl wären, antwortete Peter wie aus der Pistole geschossen sehr gewagt:

„Reno Jackson! Ich weiß nicht genau, ob ich ihn wirklich mögen würde, aber er sieht so aus, als hätte er einfach so viel Spaß am Leben! Er ist ein wenig verhuscht wenn es um seine Umwelt geht und klar, manchmal passieren ihm schlechte Dinge. Aber er lächelt darüber hinweg und ich glaube, dass das eine tolle Lebensweise ist.“, Peter Whalen

Kaum eine Antwort wäre passender gewesen, obwohl der gute Herr Reno – er heilt den Helden voll, wenn man im Deck keine Karte doppelt hat – bei vielen auf der Hass-Liste steht. Habt ihr auch Karten, von denen ihr denkt, dass sie euch wie aus „der Seele geschnitten“ sind? 

Hearthstone Ben Thompson Peter Whalen Blizzard

„Wir sollten es auf keinen Fall so machen, aber…!“

Der Ideenfindungsprozess bei der Entwicklung einer neuen Erweiterung sei stets ein sehr spannender und inspirierender, Prozess wie Ben versicherte. Wenn nicht gerade einer zufällig ohnehin die zündende Idee hat, trifft man sich zum gemeinschaftlichen Pitchen, also Ideen vortragen. Dabei sei keine Idee, so absurd oder unpassend sie anfangs auch erscheinen mag, schlecht. Schließlich könne jede Idee zu einer anderen führen, der Weg der Assoziation zum Erfolg führen.

Was war denn die verrückteste Idee, die bei den Brainstorm-Sessions im Team aufkam?

„Die „Hot Dog-Erweiterung“! Jemand hatte eine krude Vorstellung von einer Erweiterung die sich rund ums Kochen und Essen dreht. Da die Idee im Sommer entstand, wurde daraus in unseren Köpfen schnell eine Strand-Grillparty. Hot Dogs waren dabei das zentrale Element! Es war ein großartiger Pitch, aber wir haben uns dann doch dagegen entschieden.“, Peter Whalen

Und ja, das war der traurigste Satz des Abends.

WoW Hearthstone Blingtron Artwork

Blingtrons Erben

Zurück zur Erweiterung: In Kobolde & Katakomben geht es um das alte Gefühl der Fantasy-Dungeonruns, mit dem man gemeinsam mit ein paar Freunden in die Tiefen hinabsteigt, garstige Monster bekämpft, Türen eintritt und Schätze einsammelt. Die ursprüngliche Idee, alles rund um den Schatz-Bot Blingtron aufzubauen, wurde im Entstehungsprozess jedoch wieder verworfen.

Mit Kobolde und Katakomben hat Blizzard einen Weg gesucht, den Casual Spieler besser einzubinden. Dafür hat man mit den Dungeoncrawls Singleplayer-Content erschaffen, der über Monate hinweg Spielspaß bieten soll.

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Dem Team ist es wichtig, nicht nur die Fans, sondern auch sich selber mit neuen Spielideen immer wieder zu überraschen. Vielleicht wird den Spielern ja doch noch irgendwann eine Grillparty geboten werden!

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