Nähestress in Guild Wars 2: ArenaNet räumt Schwierigkeiten mit Mega-Server ein

In Guild Wars 2 wurde das April-Update von den Spielern mit Freude erwartet, die wurde dann aber durch die Einführung der Mega-Server getrübt.

Auf ihnen fühlten sich viele Spieler verloren, sie gerieten mit ausländischen Mitspielern aneinander und konnten nicht mehr mit ihren Freunden spielen. Das hat ArenaNet mittlerweile auch eingesehen und räumt einige Schwierigkeiten ein.

In einem Forums-Post bemühte sich ArenaNet darum, die Gemüter der Fans zu beruhigen. So habe die Einführung eines Mega-Servers keinerlei finanziellen Hintergründe. Es würden dadurch keine Server eingespart, die ohnehin nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachten. Im Moment arbeite man daran, die Algorithmen weiter zu verfeinern, um den Spielern ein „Heimatgefühl“, gerade in den Städten, zu erlauben.

Feedback sei nun wichtig, vor allem von großen Gilden. Die litten unter Schwierigkeiten, gemeinsame Groß-Events durchzuführen, da es nur schwer möglich sei, alle Gildenmitglieder in die gleiche Tasche der Welt zu bekommen.

Guild Wars 2 Megaserver

Als Knackpunkt gilt für ArenaNet die maximale Spielerzahl pro Karte, an der werde weiter gefeilt. Auch die Spawn-Timer der drei großen Weltbosse, Tequatl, Wurm und Karka-Königin, werde man weiter optimieren, so dass europäischen Spielern hier keine Nachteile entstünden.

Weiterhin bittet ArenaNet die Spieler einen kühlen Kopf zu bewahren. Beleidigungen anderer Spieler seien ein Unding und sollten sofort gemeldet werden.

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[intense_testimony_text]Mein-mmo meint:

Die Idee eines Mega-Servers ist im Prinzip dasselbe, was World of Warcraft mit Cross-Zonen macht oder was TESO vorlebt. Im Idealfall soll dadurch jederzeit etwas los sein und ein Spieler nie das Gefühl bekommen, er ist gerade allein auf der Welt.

Nur hat Guild Wars 2 ein ganz anderes Klima unter den Spielern als TESO oder die World of Warcraft. Denn dort werden nur Spieler zusammengeworfen, die ohnehin zur selben Fraktion gehören. Und auch dort kommt es des Öfteren zu unfreundlichen Auseinandersetzungen über Servergrenzen hinweg, so als hätte der Klick auf einen Namen aus einer langen Reihe von Servern sofort eine charakterprägende Wirkung.

Bei Guild Wars 2 sind die Server untereinander durch die wöchentlich stattfindenden WvWvW-Matches auf Konflikt gedrillt. Wenn dann den Spielern das Gefühl gegeben wird, sie verlören ihre Heimat, ihren Server, zu dem sie eine Bindung aufgebaut haben, ist das Chaos perfekt.

Auch wenn’s unangenehm ist: Natürlich gibt es auch Vorurteile gegen Spieler, die aus anderen Ländern kommen. Diese Ressentiments kochen gerade jetzt wieder hoch. Eine Atmosphäre wie in Guild Wars 2, wenn es eben nicht nur heißt: Server gegen Server gegen Server, sondern auch Deutschland gegen England gegen Frankreich, heizt so etwas an, da kann ArenaNet dreimal sagen, in ihrem Spiel sei kein Platz für Beleidigungen.

Der Fall „Mega-Server“ lehrt uns auf einer theoretischen Ebene, dass eine Lösung, die für Spiel A und B funktioniert, für Spiel C noch lang nicht die richtige sein muss. Es ist für die GW2-Spieler zu wünschen, dass ArenaNet sich bald etwas einfallen lässt, um die Probleme dauerhaft zu lösen und dabei dennoch für vollen Spielspaß garantieren kann. Im Moment wünschen sich sicher alle Beteiligten, sie hätten das Wort „Mega-Server“ nie gehört.

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Quelle(n): Megaserver-System: Die Konsequenzen
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