Eines der besten MMORPGs aller Zeiten musste sich zuerst selbst zerstören, um sich zu retten

Eines der besten MMORPGs aller Zeiten musste sich zuerst selbst zerstören, um sich zu retten

Wie ein Phönix aus der Asche

Schon vor dem Event wurde das Spiel unter neuer Leitung von Produzent Naoki Yoshida, auch bekannt als „Yoshi-P“, komplett neu gedacht. Während er die alte Version des Spiels mit Patches am Leben hielt, entwickelte er gleichzeitig mit seinem Team von Grund auf eine komplett neue Version für einen Reset.

Dabei orientierte er sich an erfolgreichen Vorbildern wie World of Warcraft und setzte auf das Konzept eines klassischen Themenpark-MMOs, das Spielern strukturierte Inhalte in allen Bereichen bietet. Am 27. August 2013 wurde Final Fantasy XIV dann mit neuem Namen und einem neuen Weg wiedergeboren: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn.

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Parallel dazu baute er eine engere Bindung zur Community auf, etwa durch regelmäßige Entwickler-Livestreams namens „Brief des Produzenten“ (engl. „Letter from the Producer“), in denen Feedback der Spieler ernst genommen und zukünftige Pläne offen diskutiert wurden, und durch ein starkes Community-Management.

Mit Transparenz, konsequenter Neuentwicklung und dem klaren Fokus auf Spielerbedürfnisse schaffte es Naoki Yoshida, aus einem der größten MMO-Flops eines der beliebtesten Online-Rollenspiele aller Zeiten zu machen. Durch die überarbeitete Engine, zugänglicheres Gameplay, eine lebendigere Welt und viele Komfortfunktionen schlich sich das Spiel stetig mehr und mehr in die Herzen der Spieler.

Denn bei der Neuentwicklung von Final Fantasy XIV lag ihm ein Punkt besonders am Herzen, wie er uns im Interview erzählte:

Zunächst einmal war das Ziel, wie bereits erwähnt, die „Wiederherstellung des Kundenvertrauens“. Ich habe keine geschäftlichen Ziele gesetzt. Für uns bedeutete das jede einzelne Person: Spieler, Fans, Vertriebspartner und die Medien. Meine Gedanken waren, dass Geld und Geschäft nach dieser Wiederherstellung des Vertrauens kommen würden.

Die Verbesserungen und Ziele in Bezug auf das Spiel waren endlos, aber das erste, was ich berücksichtigte, war, dass es ein FINAL FANTASY ist. FFXIV ist ein MMORPG, daher sollte jeder Spieler der Hauptcharakter sein, und das Abenteuer sollte sich um die Rettung der Welt drehen. 

– Produzent Naoki Yoshida im Interview mit MeinMMO

Mit neuem Konzept direkt ins Herz der Spieler

Das Themenpark-Konzept kam gut an: Von Dungeons und Raids über Crafting und Housing bis hin zu Rollenspiel und Sammlungen von Mode, Errungenschaften, Haus- und Reittieren sowie Titeln war für jeden Spielertyp etwas dabei. Auch viele Minispiele, Aktivitäten und Inhalte, die nichts mit der Hauptstory zu tun hatten, zogen mit den Erweiterungen nach und nach ein und machten das MMO zu einem besonderen Erlebnis.

Zudem kann jeder Spieler mit einem einzigen Charakter alle Klassen, Berufe und Inhalte spielen. Das motiviert nicht nur langfristig, da man nicht für alles, was man ausprobieren möchte, neu starten muss, sondern es macht die Charaktere auch in höchstem Maß flexibel.

Besonders wichtig für den Erfolg war auch die kontinuierliche Pflege durch regelmäßige, vorhersehbare Patches und große Erweiterungen im Zwei-Jahres-Takt. Mit jeder Erweiterung wurde Final Fantasy XIV zusehends besser und erzielte immer häufiger sehr gute Kritiken und einen ganzen Haufen Preise (via finalfantasyxiv.com).

Dabei werden unter vielen anderen Aspekten vor allem die Story, die Community-Nähe sowie die Vielfalt an Inhalten gelobt. Insbesondere die Erweiterungen „Shadowbringers“ und „Endwalker“ kamen bei Spielern und Kritikern gleichermaßen gut an, was nicht zuletzt an dem grandiosen Storytelling lag, das einen über die vielen Jahre hinweg aufgebauten Story-Bogen fulminant zu einem Ende brachte.

Beide Erweiterungen erhalten bei Steam die Wertung „Sehr gut“ mit jeweil 86 % für Shadowbringers (via Steam) und 82 % positiven Stimmen für Endwalker (via Steam).

Alles, was ihr zu Final Fantasy XIV: Endwalker wissen müsst – in 3 Minuten

Die Kombination aus starkem Storytelling, hoher Produktionsqualität, Flexibilität, einer riesigen Bandbreite an verschiedenen Inhalten und Community-Nähe war es letztlich, was Final Fantasy XIV zurück auf Kurs brachte. Doch auch jetzt ist immer noch nicht alles perfekt. Mit der neusten Erweiterung „Dawntrail“ sieht sich Final Fantasy XIV sogar wieder einer Krise entgegen.

Warum Final Fantasy XIV nun wieder stolpert, lest ihr auf Seite 3.

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