Der Chef des größten E-Sport-Clans der Welt hat Ärger wegen mieser Krypto-Werbung

Der Clan FaZe ist die größte E-Sport-Organisation der Welt, wenn es nach Followern auf Social Media geht, doch der Gaming-Clan ist in einen Skandal um die Krypto-Währung „Save the Kids“ verstrickt. Der Chef des Clans, Richard „Ricky“ Bengston, bekannt als FaZe Banks, distanziert sich von seinen Mitgliedern, aber ist jetzt selbst in der Kritik.

Das ist die Situation:

  • Der FaZe-Clan ist der größte E-Sport-Clan der Welt. Sie haben früh auf Content-Creators gesetzt, die auf YouTube und Twitch Millionen von Followern erreichten. Allein auf Twitter haben sie über 4 Millionen Menschen, die ihnen folgten.
  • Anfang Juni machten 4 Mitglieder des FaZe-Clans auf ihren privaten Social-Media-Accounts Werbung für die Krypto-Währung „Save The Kids“. Dieser Coin steht im Verdacht Teil eines „Pump and Dump“-Betrugsschemas zu sein, bei dem jeder Geld verlor, der auf die Werbung der FaZe-Mitglieder hörte.
  • Der FaZe-Clan hat die 4 Mitglieder suspendiert. Der Clan-Chef, FaZe Banks, verurteilt deren Verhalten und distanziert sich davon. Doch hat er selbst schon Werbung für einen ähnlich erfolglosen Crypto-Coin gemacht: BankSocial (BSocial) war auch kein Hit.

Darum wurden die 4 Mitglieder „suspendiert“: Wir haben auf MeinMMO schon mehrfach darüber berichtet, dass 4 Mitglieder des FaZe-Clans Werbung für den Coin „Save the Kids“ machten, darunter FaZe Jarvis, der permanent aus Fortnite gebannt wurde, und sein älterer Bruder FaZe Kay. Sie waren als Werbebotschafter für einen Coin aufgetreten, der erst an Wert gewann, dann aber rapide fiel.

Der YouTuber „SomeOrdinaryGamer“ brachte den Vorwurf ins Spiel: Es könnte sich bei dem Coin um einen Betrug nach dem “Pump and Dump”-Muster gehandelt haben.

Bei einem “Pump and Dump” kaufen Insider günstig, treten einen Hype los und stoßen das Produkt auf dem Höchstwert ab, so dass der Kurs rapide fällt und jeden Geld kostet, der auf den Hype-Zug aufgesprungen ist, aber den Absprung verpasst hat.

FaZe distanzierte sich in der Folge von den 4 Mitgliedern, entließ FaZe Kay und suspendierte die anderen drei.

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Wurde von seinem Clan suspendiert: FaZe Jarvis.

Clan-Chef Banks distanziert sich von dem „Save the Kids“-Müll

Das sagt FaZe Banks: Der Chef des Clans, Banks, hat sich ausdrücklich von diesem Vorfall distanziert. Er sagt, er wäre an dem Vorgang null beteiligt gewesen und hätte auch nichts von dem „SaveTheKids-Müll“ gewusst. Die Leute hätten den „Scheiß alleine gebaut“: Wären die Leute zu ihm gekommen, hätte er das ganze sofort beendet.

Niemand ärgere sich mehr über die Vorgänge als der FaZe-Clan selbst. Das sei „peinlich“.

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Banks hatte Wochen zuvor ebenfalls einen Coin beworben

Das sind die Vorwürfe an FaZe Banks: Nachdem Banks sich von „Save the Kids“ distanziert hat, kamen allerdings Vorwürfe auf, er selbst habe Ende Mai in einem mittlerweile gelöschten Tweet einen ähnlichen Coin beworben: „BSocial“. Banks schrieb damals 10.000$ aus für einen Nutzer, der dem Twitter-Accounts der Währung folgt und ihn liket.

Banks sagte: Er sei selbst „stark investiert“ und glaube fest daran, dass der Coin „poppen“ werde, also nach oben schießt.

Doch der Coin „BSocial“ verlor seitdem stark an Wert.

Der Vorwurf an Banks ist also, dass er sich von Leuten distanziert, er aber selbst Werbung für eine Kryptowährung gemacht hat, die stark an Wert verlor.

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Ein Twitter-Nutzer zeigt den alten Tweet von Banks und den schlechten Kursverlauf des Coins.

Banks wehrt diese Vorwürfe aber ab: Er habe den Tweet nur gelöscht, weil das ein Giveaway war – die lösche er immer.

Er sei nie an einem „Pump and Dump“ beteiligt gewesen. Er sei ein offenes Buch, sein Portfolio wäre öffentlich. Er habe weiterhin die Währung an Bsocial, die er gekauft hat.

Er habe nicht mal einen Dollar seines Investments abgestoßen.

Twitch-Streamer verliert 8 Mio $, brüllt Zuschauer zusammen, der ihm vom Glücksspiel abrät

“Experten”-Tipp oder gekaufte Werbung: Resultat war das Gleiche

Das steckt dahinter: FaZe Banks sieht sich selbst als Experte für Krypto-Währung, der seinen Fans was Gutes tun und ihnen einen heißen Tipp geben wollte.

Dennoch war auch seine Empfehlung kein Hit, sondern verlief ähnlich schlecht wie „Save the Kids“: die Krypto-Währung, für die seine Clan-Mitglieder offenbar bezahlte Werbung gemacht hatten.

Das Beispiel zeigt, wie schwierig und volatil der unregulierte Markt der Kryptowährungen ist. Selbst Leute, die sich damit ehrgeizig befassen, wie FaZe Banks können sich irren. Es gibt dort keine Sicherheit.

Gaming-Influencer haben ihre Expertise in Call of Duty, CS:GO und im Erstellen von YouTube-Videos: Sie sollten sich überlegen, ob sie ihre Glaubwürdigkeit nutzen möchten und damit riskieren, um Investment-Tipps zu geben.

Der Chef des FaZe-Clans beweist Geschäftssinn, aber nicht immer sieht alles so ganz sauber aus:

FaZe Banks sagt, er betrieb CS:GO-Wettseite aus Antigua, die 200.000$ am Tag machte

Quelle(n): inven
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OldSchoolMagicTheGathering

Ich weiß nicht warum das so negativ gesehen wird.

Pump and Dump ist ja nichts Neues und gab es ja auch früher schon bei Pennystocks.
Das fällt vll. nicht unter dem gentleman’s agreement, aber die Käufer sind doch selbst schuld.

Mit nicht wissenden Menschen, oder auch dummen Menschen, lässt sich leicht Geld machen.

Ich finde das nicht schlimm.

Kreylem

Sehe ich auch so. Im Prinzip wird an der Börse das gleiche System verwendet. Du hast ein Produkt, bewirbst es bei interessierten Leuten in der Hoffnung das es gekauft/ darin investiert wird und stößt es am besten mit maximalem Gewinn wieder ab. Ok,dort gibt es Organe und Institutionen welche die Vorgänge regulieren aber das Prinzip deckt sich ungefähr.
Wer also Ahnung von sowas hat kann ordentlich Gewinn machen , wer nicht schaut halt in die Röhre.
Und wer sich von irgendwelchen komischen Streamern blind dazu bringen lässt sein Geld in dubiose Sachen zu investieren ist sowieso selbst Schuld.

SenorChang

vllt weil die größte zielgruppe minderjährig oder knapp darüber ist?! und jeder weiß was das man in dem alter nicht unbedingt zu den klügsten gehört

Random282828

Stimmt, die Zielgruppe die Minderjährig erstmal ein Binance Konto erstellt und dort mit ihrer nicht vorhandenen Kreditkarte oder Bankkarte bezahlt.

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