Dragon Age: The Veilguard blieb hinter den Erwartungen von Fans zurück. Ein Insider-Bericht nennt mehrere Gründe, wieso das Rollenspiel zum Scheitern verurteilt war.
Wie lief es mit Veilguard zum Release? Bei der internationalen Presse kam Dragon Age Veilguard noch gut an. Das Rollenspiel erreicht auf Metacritic aktuell 82 von 100 möglichen Punkten. Doch im Gegensatz zur Fachpresse sind Fans der Reihe mit dem neusten Teil unzufrieden. Auf Metacritic gibt es nur 3,9/10 Punkten, auf Steam nur eine Weiterempfehlungsrate von 69 %.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Entscheidungen würden kaum Einfluss auf den Spielverlauf nehmen und die Romanzen würden sich gekünstelt anfühlen. Zudem fehle es an der ernsten, düsteren Ausrichtung, die es in den vorherigen Teilen der Reihe gab. Hinzu kämen die langweiligen Kämpfe und Rätsel.
Wie ein Insider-Bericht von Bloomberg offenlegt, hat sich das Debakel rund um Veilguard bereits früh abgezeichnet. Der Journalist Jason Schreier hat mit rund 24 BioWare-Entwicklern des Rollenspiels gesprochen und fasst mehrere Gründe für das Scheitern zusammen.
Dragon Age: The Veilguard änderte mehrmals seine Richtung
Was sind die Gründe? Nach den Flops zu Anthem und Mass Effect: Andromeda soll EA das Entwicklerteam von Dragon Age: The Veilguard unter Druck gesetzt haben. Die Mitarbeiter sollen unter einem enormen Druck gestanden haben.
Für die unterdurchschnittliche Wertung gäbe es einige Gründe:
- Fehlschläge im Marketing
- Schlechte Mundpropaganda
- 10-jährige Pause zum Vorgängertitel
- Ungereimtheiten im Ton des Spiels
- Zeitdruck durch Synchronsprecher-Streik und Entlassungen bei BioWare
- Umstellung vom Singleplayer- zum Multiplayer-Spiel und die Rückkehr davon
Dabei soll die Umstellung der Ausrichtung des Spiels einen großen Teil zum Misserfolg beigetragen haben. Zunächst wollte EA wohl ein Live-Service-Game aus Dragon Age machen, um kontinuierlich Einnahmen zu generieren.
An diesem Punkt musste das Entwicklerteam von vorne beginnen. Executive Producer Mark Darrah verriet auf YouTube, dass er sich gewünscht hätte, dass „dieser Schwenk nie stattgefunden hätte“. Es sollte eine Vielzahl an Missionen und actionreiche Kämpfe geben, die mit Freunden gespielt werden könnten. Wichtige Charaktere hätten nicht sterben können.
Doch dieses Konzept sei zum Scheitern verurteilt, so Darrah. Nach dem Flop von Anthem wechselte das Team deshalb wieder zum Singleplayer-Spiel zurück – und musste die Entwicklung erneut von einem frühen Entwicklungsstadium aus beginnen. Und das, ohne zusätzliche Zeit für die Entwicklung zu erhalten.
Durch den Zeitdruck und der vorherigen Multiplayer-Grundlage soll es weniger einflussreiche Entscheidungen und Limitierungen in der Story gegeben haben.
Hinzu käme der Wechsel bei der Ausrichtung des Erzählstils. Ursprünglich sollte Dragon Age etwas schnippischer sein. Nachdem Forspoken, das einen ähnlichen Ton hatte, allerdings floppte, entschied man sich für den Verzicht von unverschämten Scherzen. Das soll zu Ungereimtheiten in Dialogen geführt haben, da die Gespräche nachträglich umgeschrieben wurden.
Wie ging es weiter? Wenige Monate nach dem Flop kam es zu einer Umstrukturierung von BioWare. EA verteilte das Entwicklerteam auf mehrere Projekte. Auch die Chefin von BioWare verließ kurz darauf das Studio.
Wenn es nach EA geht, dann ist Dragon Age: Veilguard aus einem anderen Grund gescheitert. Demnach hätte es dem Rollenspiel an einer „Shared World“ und weiteren MMO-Elementen gefehlt. Seine Argumentation lest ihr hier: EA glaubt, Dragon Age ist gefloppt, weil es nicht so wie ihr letzter großer Flop Anthem war
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Abseits der fehlenden Entscheidungsfreiheit, nur auf die Funktion eines Stichwortgebers reduziert, abseits der teilweise äusserst unangenehmen, belehrenden Dialog Passagen mit Harding und dem Nebenquest Plot um Taash, gefiel mir Veilguard ziemlich gut. Ich mochte das actionreiche Kampfsystem und es gab einige Begleiter, deren Nebenquest‘s unterhaltsam waren. Vielleicht sollten sich einige Studios, die derzeit mit Abverkäufen zu kämpfen haben, einfach mal wieder versuchen, sich auf ihre Kernzielgruppe zu besinnen und nicht krampfhaft versuchen, unbedingt alle mit ins Boot nehmen zu wollen. Die letzten Jahre haben, mE, immer wieder gezeigt, dass das meist zu „Enttäuschungen“ führt.
Ich mochte Dragon Age-Veilguard sehr gern, auch wenn ich es als sehr linear empfunden und es deshalb anders als z.B. BG3 nur einmal gespielt habe.
Ich halte zwei Gründe für wesentlich, warum DA-V nicht so erfolgreich war, 1. wurde es Opfer des Kulturkampfes gegen alles, was von den Ewiggestrigen als “woke” empfunden wird (also alle Inhalte, die etwas mit Vielfalt in Sachn Ethnie, sexuelle Orientierung und sexuelle Identität zu tun haben) und 2. es kam sehr kurz nach BG3 heraus und daurch wurden alle formalen (Gameplay) und inhaltlichen Schwächen von DA-V sehr spürbar.
Ich sehe es genau so. Wäre DA:V nicht zu dem Zeitpunkt rausgekommen, wo der Krieg zwischen den Fronten so heiß wie noch nie lief, wäre es nicht so in Grund und Boden gedrückt worden. Gameplay, als auch Storytechnisch fand ich es sehr solide und nur weil es eine “OP-Narbe” oder Pronomen gibt, es direkt als schlecht Spiel zu bewerten, war einfach mal wieder over the top (Vorallem durch dem Frontmann Asmongold, der sich leider dazu entwickelt hat).
Dafür, dass die gefühlt 3x das ganze Spiel fast neu entwickeln mussten, ist das echt was gutes bei rumgekommen. Eines der Spiele, die ich immer wieder gerne mal zocke.
hatten die mal lieber die manpower in Anthem 2.0 gesteckt als in Veilguard
Ja. Das es kein 2.0 gab, hat mich auch traurig gestimmt. Da war so viel Potential.