Die Online-Gaming-Welt kann ein aufregender Ort sein, an dem Spieler zusammenkommen, um gemeinsam Abenteuer zu erleben. Leider ist es jedoch auch ein Ort, der immer wieder von toxischem Verhalten und Belästigung geplagt wird. Eine kürzliche Geschichte einer Spielerin in Destiny 2 verdeutlicht dies auf schockierende Weise.
Was hat die Spielerin aus Destiny 2 berichtet? Für viele Gamerinnen ist es nichts Neues, in einer von Männern dominierten Umgebung zu spielen. Gerade im Shooter-Bereich haben Gamerinnen gelernt, mit den männlichen Kollegen mitzuhalten und die ein oder andere Beleidigungen, sexuelle Anmerkung sowie Diskriminierung gekonnt zu ignorieren und sich davon auch nicht unterkriegen zu lassen.
Doch manchmal kommt es trotzdem noch zu Situationen, die selbst starke Gemüter erschüttern können. So geschehen bei der Hüterin BPM41N.
Die Spielerin berichtete diese Woche via Reddit von einer toxischen Erfahrung in Destiny 2. Sie habe eine Flut von Hassbotschaften erhalten, die ihre Psyche so sehr belastet hätten, dass sie derzeit eine Spielpause einlege, um nicht zu riskieren, dass ihr noch einmal etwas Ähnliches passiere.
Gleichzeitig hat sie diese Erfahrung aber auch so wütend gemacht, dass sie sich zusätzlich dazu entschlossen hat, die Destiny-Community auf dieses Problem aufmerksam zu machen.
Nach dem Match folgten unangemessene Nachrichten
„Niemand sollte so etwas erleben müssen“: Alles begann mit einer scheinbar harmlosen Kleinigkeit, wie sie jeden Tag in Destiny 2 passiert. Nachdem die Hüterin ein Eisenbanner-Match im Spiel beendet hatte, erhielt sie eine unerwartete aber nicht unübliche Fireteam-Einladung, der sie folgte. Doch dort wartete keine neue, nette Bekanntschaft auf sie.
Ich begrüßte alle freundlich, wurde aber mit Beleidigungen, Drohungen und sexistischen Bemerkungen konfrontiert. […] Ich werde diese Botschaften nicht näher erläutern, um nicht zu viele Details preiszugeben, da es ziemlich ekelhaft wurde.
berichtet die Destiny-Spielern BPM41N
Die Spielerin reagiert kurz, entscheidet sich aber dann, die Konsole auszuschalten und ihren Tag fortzusetzen. Nicht ihr erster Vorfall in Destiny 2, aber, wie sie betont, einer der krassesten, denn damit war es nicht vorbei.
Nach 8 Stunden Arbeit komme ich nach Hause und möchte mich beim Spielen etwas entspannen. Doch als ich meine Xbox einschalte, bemerke ich, dass ich mehr Nachrichten als gewöhnlich habe. […] Alle 5 Mitglieder des Fireteams haben meine Inbox mit Nachrichten bombardiert, die ich in meinen 12 Jahren des Online-Gamings noch nie zuvor erhalten habe. Diese Nachrichten beunruhigten mich, da sie detaillierte Drohungen mit unangemessenem Inhalt enthielten. Beim Lesen fühlte ich mich zutiefst gedemütigt und ängstlich. Etwas, das ich online seit mehreren Jahren nicht mehr empfunden hatte.
Daraufhin sperrte sie alle Accounts in Destiny und auf ihrer Xbox, meldete sie und löschte die Nachrichten, um sie nicht mehr sehen zu müssen. Doch das stoppte die Sache nicht.
Schon am nächsten Tag war ihr Postfach erneut mit unangemessenen Nachrichten voll. Doch nicht nur von 5 Accounts, wie beim ersten Mal, sondern von 31 verschiedenen Accounts. Trotz einer gewissen Abgebrühtheit gegenüber solchen Vorfällen, fühlte sie sich durch diese Aktion dann doch schockiert.
Diese Personen, wie die, die ich in diesem Beitrag erwähnt habe, haben mir das Gefühl gegeben, unwillkommen zu sein und Angst davor haben zu müssen, überhaupt PvP-Aktivitäten zu versuchen und es hat dazu geführt, dass ich mich bei vielen Spielerinteraktionen unwohl gefühlt habe.
So reagierte die Destiny-Community
Fassunglose Spieler fordern harte Konsequenzen: Im Reddit wurde ihr Bericht mit 2.000 Upvotes, Fassungslosigkeit aber auch mit Besorgnis kommentiert.
Der Spieler Awesomedude33201 schreibt: „Das klingt nach Leuten, die Bungie-Mitarbeitern und Community-Managern Morddrohungen schicken würden.“ und bezieht sich damit auf die aktuelle Klage, die Bungie gegen einen Mann erwirkt hatte, der die Mitarbeiter des Entwicklers und das Studio bedrohte.
Einige Spieler entschuldigen sich auch stellvertretend für diese Personen, wie Historical-Message14: „Es tut mir leid, dass du oder irgendjemand damit umgehen muss. Hoffentlich kannst du zu Destiny zurückkehren und es wieder in Ruhe genießen.“
Andere gaben der Spielerin den Tipp, sich umgehend an Microsoft und Bungie damit zu wenden, damit dieser Vorfall Konsequenzen habe. Außerdem wurde ihr geraten, ihre Einstellungen in Destiny 2 anzupassen, sodass sie nur noch Freunde kontaktieren und zu einer Aktivität einladen können. Dies würde sie vor solchen toxischen Personen besser schützen.
In anonymen Räumen verlieren Menschen den Respekt: Es ist gut, dass diese Destiny 2 Spielerin ihre Erfahrungen öffentlich geteilt hat. Auch weil ihre Geschichte anderen Mut machen kann, über ähnliche Erfahrungen zu sprechen, damit solches Verhalten nicht mehr toleriert wird. Manche Betroffene schweigen aus Angst vor weiteren Übergriffen und denken vielleicht sogar, dass sie selbst daran schuld sind, was aber nicht der Fall ist.
Niemand sollte wegen einer Kleinigkeit, sei es im Spiel oder außerhalb, derart beleidigt und gedemütigt werden. Es ist ein Zeichen von Respektlosigkeit und macht deutlich, dass die toxische Kultur der Online-Spiele, wie Destiny 2, noch lange nicht überwunden ist.
„Saftiges Gnu“, eine der größten, deutschen Gaming-YouTuberinnen, erklärte MeinMMO-Chefredakteurin Leya Jankowski in diesem Artikel, wie es überhaupt zu diesen Übergriffen im Gaming kommt.
Ist euch etwas Ähnliches in Destiny 2 auch schon passiert? Und wie würdet ihr euch verhalten, wenn ihr so etwas im Spiel mitbekommt, aber nicht selbst betroffen seid? Hinterlasst uns gerne eure Meinung dazu.
Wie stark die Destiny-2-Community sein kann, gerade wenn die Zeiten dunkel sind, hat sie bereits oft bewiesen: Mord an einem Hüter bringt die Community von Destiny 2 zusammen: „Wir vergessen diejenigen nicht, die sterben“

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Einmal die Record taste vom OBS geklickt, so viel wie möglich aufnehmen davon, mit Bungo kurzschließen und evtl ganz salopp ala USA Style anzeigen und verklagen auf Teufel komm raus!
Ist zwar keine ”Mitarbeiterin” – aber Bungo tönt doch immer da scharf gegen vorzugehen …. Mitarbeiter Klage brachte 400K …. und wenn’s am Ende 5 – 10% davon sind … allein die Genugtuung 😛
Da fragt man sich doch echt, was bei solchen Leuten schief gegangen sein muss, da ist doch die komplette Sozialisierung völlig für die Tonne. Ich kann mir nicht vorstellen dass solche Leute nur im Internet so abgehen, das müssen doch „draußen“ auch komplette A****geigen sein.
Genau wegen sowas hab ich die Privatsphäre bei meinen Konsolen aber schon seit Ewigkeiten so eingestellt, das „Fremde“ überhaupt nicht mit mir interagieren können. Keine Lust mich mit irgendwelchen Nachrichten rumzuschlagen, weil ich von irgendwem das größenwahnsinnige Ego durch ein Spiel ankratze..
Schlimmer ist tatsächlich, dass diese Art von Angriff oftmals auf das Konto von Schülern geht, die noch brav bei Mama und Papa am Tisch sitzen und sogar gemobbt werden in der echten Welt…
Gleiches Verhalten kannst jederzeit auf der Straße beobachten, wenn einer alleine ist schaut er nur auf den Boden und vermeidet jede Art von Blickkontakt, aber sobald sie der Gruppe zustoßen sind die Nasen hoch im Himmel und es wird versucht jeden mit dem Blick einzuschüchtern…
Dumm nur wenn man sich 2x über den Weg läuft 😉
Ich war einmal einer ähnlichen Situation ausgesetzt, die deutlich krasser eskaliert ist.
Kurze Vorgeschichte hierzu:
Ich war in einem MMO mit knapp 15 Leuten am Angeln.
Kommt ein anderer Spieler, der unseren See nutzen wollte, um dort einen Boss zu Farmen.
Der Boss wurde vom benachbarten Gebiet dort ins Wasser gelockt, um ihn einfacher zu besiegen.
Wir haben ihn mehrfach gebeten, doch bitte den Server zu wechseln, da es uns alle gestört hat.
Beim dritten Boss, habe ich dann anstelle von nettem fragen, eine Waffe mit knockback ausgerüstet und den Boss in den Spieler rein geschlagen, damit der Boss den Spieler besser damagen konnte.
Der Boss könnte den Spieler dadurch ziemlich einfach besiegen.
Der Boss ist Inhalt einer wiederholbaren Quest und wenn der Questinhaber stirbt, despawnt der Boss und muss neu beschwören werden, was nicht gerade wenig ingame Währung kostet.
Das hat dann endlich gefruchtet und wir würden wieder in Ruhe gelassen.
Jetzt zum Resultat aus meiner Aktion:
Ich wurde kurz darauf von unzähligen Spielern angeschrieben, was mir an sich nicht all zu viel ausmacht.
Das heftige war, dass eine dieser Personen massive Hacker Angriffe auf mich gestartet hat.
Eines nachts, ist man meinen Account rein gekommen, und hat den kompletten Charakter gelöscht … mehrere tausend Spielstunden einfach weg.
Support war leider überhaupt nicht hilfsbereit.
Aber dabei ist es nicht geblieben.
Kurz darauf, ist man in mein E-Mail Postfach rein gekommen (trotz zwei Faktor Authentifizierung, WTF?!) und hat meinen kompletten Account auf eine andere Mail-Adresse umgeschrieben.
(Wenigstens hierbei könnte mir der Support helfen und hat mir meinen leeren start Account wieder beschafft)
Weiter ging es mit Login Warnungen auf eBay, Amazon, Facebook, …..
Erst als ich eine neue Email Adresse erstellt und alles was auf meiner alten lief auf die neue geschoben habe, hat es aufgehört.
Einfach nur gestört mache Menschen.
So zu eskalieren wegen etwas so banalem.
Meine Güte, wie scheiße muss das eigene Leben sein, dass man “WEGEN EINEM SPIEL!!!”, solche Dinge abziehen muss??
Was ist denn los mit den Leuten heutzutage, alleine schon der Umstand solchen Aufwand außerhalb des “SPIELS” zu betreiben ist doch einfach nur noch traurig oder schon krank?
Unglaublich!!! 🤬 🤬 🤬
Ich hoffe jedenfalls, dass es nicht zu irgendwelchen finanziellen Problemen geführt hat, in Form von Bestellungen etc…
Gott sei Dank ist es “nur” bei dem Verlust meines Spielfortschritts und dem einmaligen Zugriff auf mein E-Mail Postfach geblieben.
Die Login Warnungen hätte man erst noch in meinem E-Mail Postfach freigeben müssen.
Da hatte ich aber zum glück bereits das Passwort geändert, dass man sich auf jedem gerät neu anmelden muss.
Die Login Versuche gingen zwar noch eine ganze Weile weiter, aber mir wäre nicht bekannt, dass der Typ nochmal irgend wo in einen meiner Accounts rein gekommen ist, bevor ich die alle auf eine neue Email-Adresse umgeschrieben hatte.
Zum Glück, kannte jemanden für den sind durch solche Angriffe ca 8.000€ Schaden entstanden und alleine der ganze Aufwand, den er aufbringen musste um das wieder geradezu biegen.