Destiny 2 gewinnt 4 Millionen Euro Prozess gegen Cheat-Anbieter – Verklagt direkt den nächsten

Destiny 2 gewinnt 4 Millionen Euro Prozess gegen Cheat-Anbieter – Verklagt direkt den nächsten

Destiny 2 lieferte sich seit Monaten einen Rechtsstreit mit dem Cheat-Anbieter AimJunkies. Zuletzt versuchte man den Kopf mit einer Gegenklage aus der Schlinge zu ziehen und behauptete, Bungie hätte selbst gehackt. Am Ende half alles nichts. Bungie bekommt umgerechnet 4 Millionen Euro von AimJunkies und verklagt gleich den nächsten Anbieter.

Um welche Klage geht es? Im April 2022 rückte mit AimJunkies der nächste Cheat-Anbieter ins Visier. Bungie wollte dem Anbieter untersagen, seine Cheats für Destiny 2 weiter anzubieten.

Im Herbst 2022 wurde der Tonfall bei Bungie dann härter. Der Entwickler rief Top-Anwalt Don McGowan aufs Spielfeld und startete mit ihm eine aggressive Rechtstaktik. Dieser erklärte damals, dass man die ehrlichen Spieler in Zukunft besser schützen wollte und dazu einen „strategischen Vorstoß“ unternimmt.

Seither ist Bungie nicht nur auf der Jagd nach Cheatern im Spiel. Man will vor allem an die Hinterleute und damit an die Verkäufer von Cheats heran. Um das zu erreichen, scheut der Entwickler sich auch nicht vor harten, monatelangen Auseinandersetzungen, so wie die mit AimJunkies.

  • Erst zögerte AimJunkies das Verfahren hinaus und behauptete, Bungies harte Vorgehensweise im Verfahren wäre eine „zu scharfe Praktik“ und man fühle sich dadurch unfair behandelt.
  • Dann wies AimJunkies die Behauptungen von Bungie zurück und argumentierte, dass Betrug schließlich nicht gegen das Gesetz verstoße.
  • Zuletzt behauptete man sogar, Bungie hätte doch selbst gehackt und Spieler illegal überwacht. Einige der verletzten Urheberrechte, auf die verwiesen wurde, seien nämlich erst lange nach der ersten Bereitstellung der Cheats von Bungie aufgestellt worden.

Tatsächlich hatte AimJunkies damit auch zunächst Erfolg und es sah für Bungie schlecht im laufenden Verfahren aus. Bungie hatte dennoch trotzdem nicht vor, klein beizugeben. Der Entwickler änderte mit Erlaubnis des Gerichts seine Klage kurzerhand ab. Mit Erfolg.

AimJunkies muss 4 Millionen Euro Schadensersatz zahlen

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Im Schiedsverfahren, das am 20. Februar hinter verschlossenen Türen stattfand, stellte sich der Richter Ronald Cox auf die Seite von Bungie und bescherte AimJunkies damit eine derbe Niederlage.

  • Der Cheat-Betreiber AimJunkies muss Bungie in Summe 4 Millionen Euro zahlen. Darin enthalten sind umgerechnet 3,4 Millionen Euro Schadensersatz und 692.000 € Gebühren.

So wurde die Entscheidung begründet: In der Begründung heißt es, AimJunkies und der beteiligte Drittentwickler James May haben die technischen Schutzmaßnahmen von Bungie unter Verletzung des DMCA absichtlich umgangen.

May hat ausgesagt, dass er bei vielen Gelegenheiten Reverse-Engineering-Tools an den Destiny-2-Prozess angeschlossen hat, um ihn zurückzuentwickeln und einen Cheat für das Spiel zu erstellen. Er sagte auch aus, dass er, nachdem er mehrmals von Bungie dabei erwischt und gesperrt worden war, verschiedene Möglichkeiten ausprobierte, die Sperren und Schutzmaßnahmen zu umgehen, die Bungie zur Verhinderung von Reverse Engineering eingerichtet hatte. Damit war die Umgehung böswillig.

Angesichts des ungeheuerlichen und vorsätzlichen Verhaltens der Befragten, einschließlich ihrer anhaltenden Verschleierung von Verkäufen, hat Bungie Anspruch auf den vollen gesetzlichen Schadensersatz.

erklärte der zuständige Richter des Bundesgerichts in Washington im Schiedsverfahren

Zusätzlich zum Verstoß gegen die Antiumgehungsbestimmungen des DMCA wurden die Angeklagten auch für den Handel, Verkauf und Versand der Cheats haftbar gemacht.

PvP-Spieler sind erfreut: Auf Reddit und Twitter feierte die Community diesen Erfolg. Der Spieler SwizzAyeee schreibt beispielsweise: „Hoffentlich wird irgendwann jede Cheat-Seite Angst haben, Cheats für Destiny zu erstellen, aus Angst, verklagt zu werden.“

Cheater Hacker Data Destiny
Cheat-Anbieter sollten Angst haben, Cheats für Destiny zu erstellen

Ein gutes Geschäft für Bungie: Genau das, ein hohes Risiko für Anbieter von Destiny-2-Cheats, scheint auch das Ziel von Bungie zu sein.

Wie Torrentfreak veröffentlichte, erstreckt sich Bungies Kampf gegen Cheater inzwischen sogar über mehrere Kontinente. Man hat das Ziel, sämtliche Anbieter und alle Beteiligten rigoros vor Gericht zu stellen. Das ist ein gutes Geschäft für Bungie, das sich immer öfter auszahlt.

Bungie krallt sich einen Cheat-Anbieter nach dem anderen

Jetzt ist LaviCheats dran: Nur 1 Tag nach dem Sieg über AimJunkies hat Bungie ein Versäumnisurteil in Höhe von umgerechnet 6,3 Millionen Euro gegen den mutmaßlichen Betreiber von LaviCheats beantragt.

Cheat-Seiten beschuldigen sich gegenseitig: In einer auf der Website veröffentlichten Nachricht erklärte LaviCheats, dass er aufgrund der Klage keine Destiny 2-Hacks mehr verkaufen werde. Gleichzeitig riet LaviCheats den Destiny-2-Spielern jedoch auch, stattdessen Cheats bei CobraCheats zu kaufen.

Damit hatte sich der Betreiber in gewisser Weise selbst verraten. Bungie glaubt, der in Indien ansässige Kunal „Lavi“ Bansal habe nach Erhalt der Klage-Benachrichtigung seine rechtswidrigen Aktivitäten in Bezug auf die Cheat-Software auf eine oder mehrere andere Websites wie eben cobracheats.com verlegt.

Auch hier drehen sich die Anschuldigungen um die Antiumgehungsbestimmung des DMCA von Destiny 2. Für jede der 2.790 heruntergeladenen Cheat-Kopien will Bungie fast 1.900 € pro Schummler erstreiten und lässt mit diesem Vorhaben nicht locker.

Studio hinter Destiny fordert Millionen-Strafe für Cheat-Anbieter – Verlangt fast 1.900 € für jeden Schummler

Die Forderung mit allen Anschuldigungen in der Gesamthöhe von 6,3 Millionen Euro sei dabei absolut gerechtfertigt. Bungie betonte vor Gericht, dass das Unternehmen Millionen von Dollar ausgeben musste, um Betrüger zu bekämpfen. Daher ist es nur angebracht, eine weitere starke Botschaft zu senden.

Das Bundesgericht in Washington muss jetzt den Antrag noch prüfen und darüber entscheiden. Ohne einen Verteidiger steht einem weiteren Bungie-Sieg, in diesem Falle gegen LaviCheats, aber wohl nichts mehr im Wege.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Ist Bungie damit auf dem richtigen Weg im Kampf gegen Cheater? Wie viel Erfolgsaussichten seht ihr in den Bemühungen von Bungie? Und denkt ihr, andere Anbieter werden es sich nun früher überlegen?

In diesem Artikel verraten wir euch noch, wie viel Destiny 1 im neuen DLC “Lightfall” steckt:

Destiny 2 versteckt wichtigen Ort in Lightfall, den nur Veteranen wiedererkennen

Quelle(n): TorrentFreak AimJunkies, Torrentfreak LaviCheats, DestinyBulletin
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Frau Holle2

Mal OT, brauche eure Hilfe…

Man kann ja jetzt die Exoglefenbaupläne ( zumindest hat Bungie das geschrieben) nach Abschluss der Quest und Erhalt eines Bauplans für die andern Chars an der Beweistafel kaufen.( War mir damals zu grindy)

Hab abgeschlossen, den Bauplan für Warlock frei, nu is die Beweistafel nicht mehr da….. bzw.ansprechbar .

Hab auch schon bei Bungie geschaut, nix. Im Netz auch nix gefunden…..

Weiß jemand was da los ist ?

Gedächtnisprotokoll:

Das war, glaube ich, so geplant gewesen und sollte vor ein paar Wochen per Patch kommen. Das dürfte aber der gleiche Patch gewesen sein, der das Spiel zerschossen hat, Destiny 1 Tag offline war und es dann den Rollback gab.

Das wurde, soweit ich weiß, auf Anfang nächste Season geschoben.

Frau Holle2

ahhhh danke, alles klar…. dann schau mer mal….. dachte schon ich bin behämmert….

Wrubbel

Einfach in die Schmiede mit dem Warlock und craften. Habe es gestern erst so gemacht. Mit Jäger gespielt und BP für Titan bekommen. Dann mit Jäger in die Schmiede gegangen und konnte die Glefe für den Titan nicht craften. Da steht Titan erforderlich. Auf Titan geloggt und mit dem konnte ich die Glefe dann bauen.

Frau Holle2

urquell ?Also gespielt ?

Wrubbel

Dachte war klar. Sry 😅 Ja du findest die BP im Urquell. Charakter egal. Hauptsache du darfst den Urquell mit diesem auch spielen. Die Tafel ist nur für das erste mal wichtig gewesen.

Zuletzt bearbeitet vor 11 Monaten von Wrubbel
Frau Holle2

jaa, das weiss ich ja….das man die ausm Urquell bekommt….aber es hiess ja einen Bauplan holen und dann könne man die andren für die Chars an der Beweistafel kaufen….(dahingehend wurde die Quest verändert) bei mir gibts aber die Beweistafel nicht mehr 🤔
Kann aber gut sein dass Zero da recht hat und die verschoben haben. Nur heb ich halt nix mitbekommen

Das Urquell farmen wollte ich ja vermeiden.. 😇

Wrubbel

Da muss ich dich enttäuschen. Ich kann nichts an der Tafel mit dem Warlock abholen. Ergo Urquell farmen🥳. Mach dir nicht draus. Ich halte das meist auch nur 3 Runden durch und mache dann was anderes😅

Renfield

Hey hallo, die Exo gleifen Baupläne bekommt man im urquell. Die droppen mehr oder weniger häufig. ich habe einen für den Titan durch die Quest bekommen und mit meinem warlock habe ich den Bauplan im urquell für die jäger gleife bekommen.

PhantomPain

Weiter so 👏👏👏

Zyrano

Ich finde das absolut geil und freue mich über jede News zu dem Thema.
Für mich ist das ein Fight für uns Spieler… mir ist auch egal was die mit dem Geld machen. Natürlich wäre es toll wenn die das ins Spiel investieren oder für mich noch besser in weitere Klagen.
Aber für mich ist die Wirkung die sie erzielen einfach genial. Es werden weniger Cheat Anbieter… die Cheats verlieren dadurch an Qualität und/oder werden deutlich teurer beides hat den Effekt das faire Spieler weniger Cheater in ihren Spielen haben!!
Ich denke das ist guter Weg die Cheater Plage zu reduzieren!

RyznOne

Cronus und Xim direkt hinterher! Nicht möglich ? Fragt mal nach wie es bei fortnite lief..
wer keinen skill hat sollte trainieren oder was spielen was seinem Niveau entspricht

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von RyznOne
Chris

Jeder Anbieter, der weg ist, ist eine Genugtuung. Es hat zudem auf Andere auch durchaus ne abschreckende Wirkung. Umso schwerer die Cheats zugänglich sind, umso weniger Cheater gibt es.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Chris
Lionel der Boss

Schade, dass man
a) nur so einen kleinen Betrag erhalten hat und
b) wir Spieler davon nichts merken werden. Man könnte damit ja investieren in sowas wie Server oder so aber nee😂

Zyrano

Naja die haben ja wirklich viel Arbeit damit gegen die Cheater vorzugehen also denk ich nicht das da sonderlich viel übrig bleibt.

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