Call of Duty: Modern Warfare streicht schon vorm Launch einen heftigen Satz

Bei Call of Duty: Modern Warfare (PS4, Xbox One, PC) wird Entwickler Infinity Ward eine Dialogzeile und einen Teil der Handlung vor dem Launch am 25. Oktober 2019 noch streichen. Eine Anspielung auf die Vergewaltigung eines jungen Mädchens war offenbar zu verstörend. Der Handlungs-Strang wird nicht in der Release-Version sein.

Das ist die Situation: Aktuell zeigt Infinity Ward bereits eine „Demo-Version“ von Call of Duty: Modern Warfare den YouTubern und Journalisten der Welt. Das hat man schon vorm Reveal getan und jetzt wieder am Rande der E3 2019.

Das, was man da sieht, wird als verstörend beschrieben. Es ist die Absicht von Infinity Ward, mit Call of Duty: Modern Warfare ein realistisches Bild des Krieges mit all seinen Schrecken zu zeigen.

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In dieser Demo sind zwei „Szenarien“ zu sehen. In einem schlüpft der Spieler in die Rolle des Mädchens Farrah, die ein traumatisches Erlebnis durchmacht.

Soldaten töten ihre Familie und bringen Farrah selbst in Lebensgefahr. Man wird Farrah später als Erwachsene selbst in der Kampagne spielen können.

Modern-Warfare-Sniper

„Er mag die jungen Mädchen“

Das streicht Infinity Ward bereits: In der Demo gibt es eine Szene, in der ein russischer Soldat ein Mädchen des fiktiven Landes „Ursekstan“ ergreift. Er überlegt dann laut, ob er das Mädchen an seinen Vorgesetzten ausliefern soll, der „auf junge Mädchen“ steht – „likes the young ones.“

Laut der US-Seite Kotaku hätte das PR-Team hinterher gesagt, dieser Satz werde aus dem Spiel gestrichen.

Ursprünglich sollte die Dialogzeile eine Entwicklung der Kampagne andeuten, die in späteren Szenen dann auftaucht – aber auch diese Szenen wurden gestrichen.

Zwar werde Farrah im Spiel leiden, aber wohl nicht unter sexueller Gewalt.

call of duty modern warfare titelbild

Das sagen die Kreativen: Ein Journalist der Seite Kotaku sagt, er hätte hier spezifisch nachgefragt, warum diese Szene im Spiel ist, die zu dem Horror des Krieges auch noch sexuelle Gewalt hineinbringt.

Der Creative Director, Minkoff, hätte gesagt, es sei Teil der Realität des Krieges, dass Menschen so etwas durchmachen. Und man wolle nicht davor zurückschrecken das zu behandeln. Die Story streife auch solche Themen – man hätte aber viele Berater im Stab.

Beim näheren Nachhaken, ob es reale Vorbilder für pädophiler Gewaltiger im Zusammenhang mit Kindersoldaten gibt, heißt es aber, Call of Duty: Modern Warfare spiele in einer fiktiven Welt. Es sei ein Unterhaltungs-Produkt mit einer fiktionalen Story, die aber auf realen Hintergründen fußt.

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Update 14.6. 10:55 Uhr: Der Narrative Director des Spiels hat dem Medienbericht von Kotaku nun widersprochen:

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Quelle(n): Kotaku
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