Boykott-Aufruf gegen Borderlands 3 trendet auf Twitter – Was ist da los?

Bei Twitter in den USA war heute, am 7.8., der Hashtag BoycottBorderlands3 für vier Stunden in den Trends. Die Spieler sind sauer auf das Studio Gearbox und den Publisher Take-Two hinter Borderlands 3, weil die gegen einen YouTuber vorgegangen sind. Aber das scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein.

Was war das für ein Trend? Aus unserer Sicht heute Mittag, am 7. August, trendete der Hashtag #BoycottBorderlands3 für einige Stunden auf Twitter. Der schaffte es nicht ganz an die Spitze der Twitter-Trends, aber für 4 Stunden so auf Platz 4 bis 7.

Mit dem Trend fordert man auf, Borderlands 3 nicht zu kaufen.

YouTuber sagt, Take-Two ging hart gegen ihn vor

Was hat den Hashtag ausgelöst? Wir haben vor einigen Tagen, am 29. Juli, darüber berichtet, dass die Entwickler von Gearbox einen Stream über Borderlands 3 auf Twitch übertragen haben. Die hatten dort „aus Versehen“ 4 Stunden Gameplay hochgeladen.

Das geschah im Rahmen eines Streams auf einem Entwickler-Kanal, der offenbar zum Testen bestimmt ist.

Manche hatten vermutet, das könnte ein PR-Gag gewesen sein, aber offenbar war es ein Test-Stream, den Gearbox geheim halten wollte. Er wurde jedoch entdeckt.

So ähnlich war im April 2019 erstes Gameplay zu Borderlands entdeckt und verbreitet worden.

Er hat gleich einen ganzen Strauß an Gründen, Gearbox doof zu finden.

Der YouTuber SupMatto, der eine Menge Inhalte für Borderlands erstellt und etwa 138.000 Abonnenten auf YouTube unterhält, hat Thumbnails aus diesem Stream gefertigt.

Daraufhin soll Take-Two aber den Channel von SupMatto mit 7 Copyright-Strikes belegt und sogar zwei Privatdetektive zu ihm nach Hause entsendet haben. Das gab der YouTuber bekannt.

Die Detektive wollten von ihm wissen, wie er den Test-Channel entdeckt hatte. Dabei war der, aus SupMattos Sicht, ja ohnehin jedem Hardcore-Fan bekannt.

Als diese Handlungen gegen den YouTuber bekannt wurden, formte sich Ärger gegen Borderlands 3. So könne man keinen Fan und Content-Creator behandeln. Andere YouTuber sagten: Wenn eine Firma so mit mir umgehen würde, dann würde ich nie wieder ein Spiel von denen anfassen – ganz egal, wie sehr ich sie mag.

Aus diesem Impuls entstand der Boykott-Aufruf.

Störfeuer um Borderlands 3, die nichts mit dem Spiel zu tun haben

Warum trendete der Hash-Tag? Der Vorfall gegen SupMatto ist nicht das Einzige, was gerade an Borderlands 3 stört. Die Probleme haben aber nichts mit dem Spiel oder irgendwelchen Design-Entscheidungen zu tun, sondern mit allem drumherum:

Er argumentiert, dass Boykott-Aufrufe nichts bringen. Sondern die Leute zwar zum Boykott aufrufen, es dann aber selbst trotzdem kaufen.

Offenbar trug das alles dazu bei, dass der Hashtag heute für einige Stunden an Fahrt gewann. Ob sich der Ärger wirklich auf die Verkaufszahlen von Borderlands 3 auswirkt, wird man sehen.

Update 8.8., 10:48 Uhr: Mittlerweile ist die Reaktion von 2k da. Sie erklären ihre Sicht der Dinge, warum man Privat-Detektive zu dem YouTuber und Leaker für Borderlands 3 schickte.

Autor(in)
Quelle(n): gamerant
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