Platz 2 – Endwalker
Dass Endwalker auf’s Siegertreppchen gehört, ist wohl unumstritten. Gerade mit Blick auf die Geschichte hätte man die Saga rund um Hydaelyn, Zodiark und die Ascians wohl kaum passender abschließen können. Und ich muss auch ehrlich zugeben, dass es ein sehr sehr knappes Rennen zwischen Platz 1 und 2 war.
Zwar fand ich den Abschluss mit Zodiark etwas antiklimatisch, dennoch holte die nachfolgende Story diesen Hänger sehr gut wieder raus. Die ganze Passage in Elpis hat mich nachhaltig beeindruckt und die Melancholie, die Ultima Thule in mir auslöste, führte – gekoppelt mit dem emotionalen Finale – zu einer absoluten Gefühlsachterbahn.
Während der ganzen Erweiterung konnte ich kaum eine Pause einlegen, weil ich so gefesselt war von dem Setting, der Geschichte, der Gesamtkomposition. Alles stimmte einfach und brachte der jahrelang aufgebauten Story einen absolut würdigen, wenn auch teilweise etwas vorhersehbaren Abschluss.
Auch die Prüfungen haben mir viel Freude bereitet und die Pandæmonium-Raids lieferten einige Highlights, die ich mit meiner Raidgruppe wirklich genossen habe. Die Settings und Gegner waren dabei so unterschiedlich, wie es vorher kaum der Fall gewesen war, wodurch sie mir besonders positiv in Erinnerung geblieben sind.
Auch die Gebiete waren sehr vielseitig und luden zum Entdecken ein. Einzig die Passage auf Mare Lamentorum blieb sowohl storytechnisch als auch im Design hinter meinen Erwartungen zurück. Ein weiterer Faktor, der mich leider sehr enttäuschte, war die Insel. Hier hatte ich mir einfach mehr versprochen, sodass ich mich erst voller Vorfreude in den neuen Inhalt stürzte, nur um dann nach einigen Aufwertungen bis heute nicht ganz fertig zu werden.
Platz 1 – Shadowbringers
Nun zu meinem persönlichen Favoriten und Platz 1 in der Siegerriege: Shadowbringers. Diese Erweiterung war für mich durchweg eine Achterbahn der Gefühle und das im absolut positiven Sinne. Das Setting, die Story mit all ihren Hintergründen zur Entstehung von Hydaelyn und Zodiark, die Metaphorik mit der lichtüberfluteten Welt des ersten Splitters, die Geschichte rund um den Kristallexarchen und die Vorgeschichte der Ascians. Alles wirkte einfach stimmig und ließ mich auch nach der Grundstory noch jedem Patch entgegenfiebern.
Die Sündenvertilger wirkten wie eine echte Bedrohung, die die bedrückende Stimmung sehr gut unterstreichten. Emet-Selch ist für mich einer der am besten geschriebenen Charaktere des ganzen Spiels. Seine Entwicklung und Verankerung in der Geschichte ist so tiefgreifend und nachvollziehbar, dass man sich ihm als Widersacher sehr zwiegespalten entgegenstellt.
Das Sahnehäubchen bilden auch hier für mich die neuen Gebiete und vor allem der Soundtrack. Es gibt aus meiner Sicht keine Erweiterung deren Soundtrack ich auch außerhalb des Spiels so viel gehört habe, wie von Shadowbringers.
Dazu kommen die vielfältigen Prüfungen und Dungeons mit innovativen Mechaniken, die mich immer wieder überraschen konnten. Insbesondere die Eden Raid-Reihe fesselte mich von vorne bis hinten, und die Allianzraid-Reihe in Kollaboration mit NieR gehört für mich bis heute zu den coolsten Raids überhaupt.
Auch die Bozja-Front hat mich ähnlich wie damals Eureka lange beschäftigt und das im absolut positiven Sinne. Auch wenn es manchmal sehr grindy wurde, hatte ich immer Spaß daran, was nur durch das Delubrum Reginae getoppt wurde. Sind wir mal ehrlich, das war schon echt lustig. Zumindest die ersten 20 Mal.
Im Großen und Ganzen fallen mir wirklich kein gravierender Negativpunkt und nur sehr viele wirklich tolle Spielstunden mit Shadowbringers ein, was die Erweiterung definitiv zu meinem persönlichen Favoriten aus der Riege macht.
Eine Art Quest macht mir aber überhaubt keinen Spaß, muss ich zugeben, und die findet sich gerade in den neueren Erweiterungen leider häufiger wieder. Sie sind einfach nervig, stehlen mir meine Zeit und gerade, wenn man jemandem auf der Spur sein soll, scheint es manchmal nicht so richtig klappen zu wollen. So geht es auch MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz, der seine Meinung dazu in einem Beitrag verewigt hat: Final Fantasy XIV: Dawntrail zelebriert eine bestimmte Art Quests, die ich einfach nur hasse
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Ich fand Endwalker eigentlich noch schlimmer als Dawntrail. Wenn ich da Storymässig an die Mondphase denke,dieses Stundenlange Gelaber von Urianger… Grauenhaft. Am liebsten hätte ich 2/3 der Story in Endwalker nur geskippt und bei der Levelphase auf dem Mond hätte ich den Char am liebsten gelöscht.
Dawntrail war dann doch eher angenehmer aber auch nicht der Hit. Im grossen und ganzen langweilt das Spiel mich von Addon zu Addon immer mehr an.
Da ich jetzt schon einige Wochen nicht mehr on war,werde ich mein Abo kündigen und dieses Jahr(kleiner Scherz)nicht mehr spielen.