Baldur’s Gate 3: Was sind karmische Würfel und sollte man sie benutzen?

Baldur’s Gate 3: Was sind karmische Würfel und sollte man sie benutzen?

Karmische Würfel in Baldur’s Gate 3 sind umstritten. Ihr wisst nicht, was sie machen? Da sie als Standard aktiviert sind, erklären wir euch das hier ganz genau.

Baldur’s Gate 3 ist im Herzen ein Rollenspiel, das stark auf dem Pen&Paper Dungeons & Dragons basiert. Als solches ist eben das Würfeln auch besonders wichtig. Erfolge beim Angriff, eine genaue Beobachtung der Umgebung oder die Verführung des Gesprächspartners werden durch einen Würfelwurf, kombiniert mit den Charakterwerten, entschieden. Weil Würfel erklärtermaßen aber „komplett random“ sein können, gibt es eine Option im Spiel, die zu viel Glück oder zu viel Pech ausbalancieren soll: Karmische Würfel (Karmic Dice).

Wir erklären, was die Funktion der karmischen Würfel macht, ob ihr sie benutzen solltet und wie ihr sie ausschalten könnt.

Was sind karmische Würfel? Die Option „karmische Würfel“ reduziert den RNG-Faktor beim Würfeln ein wenig und sorgt dafür, dass ihr ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erfolgen und Misserfolgen hat. Dafür schaut sich das Spiel eure letzten Würfe an. Seid ihr etwa mehrfach in Folge gescheitert, dann passt das Spiel euren nächsten Würfel-Wurf so an, dass ein Erfolg wahrscheinlicher wird.

Das gilt allerdings auch umgekehrt. Habt ihr eine Erfolgs-Serie, hält Baldur’s Gate 3 es für angemessen, euch ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen und tendiert dazu, eure Würfel eher ins Negative zu korrigieren.

Im Grunde sorgen die karmischen Würfel dafür, dass besonders „alberne“ aber auch besonders „heroische“ Momente seltener vorkommen. Mit den karmischen Würfeln ist es etwa nahezu unmöglich, durch eine Horde Feinde zu spazieren und jedem Angriff gekonnt auszuweichen. Auf der anderen Seite werdet ihr aber nahezu niemals mehrere kritische Misserfolge haben und so verheerenden Schaden einstecken.

Karmische Würfel gelten übrigens für alle Wesen in Baldur’s Gate 3. Das heißt, auch eure Feinde profitieren von den Boni und Mali – auch sie werden keine Serie an Volltreffern oder kritischen Fehlschlägen hinlegen.

Baldur’s Gate 3: Sollte man karmische Würfel benutzen?

Für wen lohnen sich karmische Würfel? Rollenspiel-Puristen, die ihr Schicksal ganz in die Hände der Würfel legen wollen, sollten karmische Würfel deaktivieren. Zum einen manipulieren sie das Ergebnis der „richtigen“ Würfel-Würfe und zum anderen verhindern sie auch viele spaßige Aktionen, wie eben die angesprochenen Serien an besonderen Erfolgen oder dem gnadenlosen Scheitern. Gerade in Pen&Paper-Situationen sind das oft die Situationen, die am besten in Erinnerung bleiben.

Wer jedoch Wert auf eine ausbalanciertere Spielerfahrung legt und der Meinung ist, dass man nach dem Scheitern jetzt auch einfach mal Erfolg haben muss (oder umgekehrt), der kann die karmischen Würfel getrost aktiviert lassen.

Allerdings sei dazu gesagt, dass die karmischen Würfel auch euren Gegnern helfen und dafür sorgen können, dass eure Truppe mehr Schaden erleidet. Schon während des Early Access berichteten einige Tester, dass der erlittene Schaden eurer Truppe in manchen Situationen um bis zu 400 % steigen kann, wenn karmische Würfel aktiviert sind. Das sind natürlich Extremwerte und Ausreißer – aber ihr wurdet gewarnt.

Wo stellt man karmische Würfel aus? Standardmäßig sind karmische Würfel aktiviert. Wenn ihr sie deaktivieren wollt, dann geht dafür einfach ins Options-Menü und entfernt den Haken bei „Karmische Würfel“ („Karmic Dice“).

Falls ihr mit den Auswirkungen auf das Spiel nicht zufrieden seid, könnt ihr die Einstellung jederzeit wieder rückgängig machen.


Benutzt ihr die karmischen Würfel in Baldur’s Gate 3? Oder seid ihr Pen&Paper-Puristen, die ihre helle Freude an dem Zufall und den dadurch oft absurden Sieges- oder Niederlagen-Serien haben?

Dass man manchmal gar keine Würfel, sondern einfach Köpfchen braucht, zeigt dieser Vorfall unseres Autoren Benedict im Kampf gegen eine Hexe.

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Yoma

Rollator für Spieler ? 😉 Wenn ich was daran auszusetzen hab, dann nur das das standardmäßig eingeschalten ist.

Übrigens mal aus Programmierersicht, Zufall in Software ist gar nicht so zufällig wie man denkt. Eigentlich bräuchten Computer einen kleinen Quantenchip um echten Zufall zu erzeugen.

Yoma

Beides ja.

“die Auswirkungen davon sollten auch quasi nicht existent sein” wobei dabei oft Fehler gemacht werden, sodaß am Ende keine Gleichverteilung herauskommt. Hat jetzt aber nichts mit BG3 zu tun.

Uhrzeit wird noch benutzt um den Entropie-Pool zu befüllen aber nicht nur. Da kommt noch eine ganze Menge oben drauf wie z.B. Seriennummern, MAC-Adressen, CPU-Jittern, Hardware-RNGs, Seek-Time der Disk, Inputs-Interrupts wie z.B. Tastaturanschläge, Mausbewegungen, etc. Wenn man alles zusammen in einen Topf wirft, hat man eine gute Basis, um einen Pseudo-RNG zu seeden. Und RNGs werden in modernen Betriebssystemen auch während der Laufzeit dauernd neu geseedet. Klar sind diese Zufallszahlen nicht 100%ig zufällig aber so hinreichend gut, dass der Unterschied zu einem echten Zufall nur philosophisch relevant ist.

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