Ich glaube: Ashes of Creation wird als neues MMORPG Erfolg haben

Ashes of Creation ist nach langer Zeit wieder ein MMORPG aus der westlichen Welt. Unser Autor Alexander Leitsch glaubt an einen Erfolg, da sich das Spiel wieder auf die Grundwerte eines MMORPGs besinnt.

Was mir an vielen MMORPGs heute fehlt: Eine große Spielwelt, viele hundert oder tausend Spieler und echter Community-Gedanke. Dafür stehen Massive Multiplayer Online Games in der Regel.

Doch viele moderne MMORPGs setzen auf kleinere Gruppen oder fokussieren sich sogar auf den Einzelspieler.

Dabei gehen auch andere Aspekte des Genres verloren: das klassische Rollenspiel zum Beispiel. Zwar sammeln sich hin und wieder Gruppen, die in ihrem eigenen Kreise eine Rolle ausüben. Mit ein wenig Fantasie lässt sich dann ein eigenes Spiel im Spiel kreieren.

Aber viel schöner wäre es doch, wenn man durch das Spiel selbst zum Schankwirt oder zum Bürgermeister einer Stadt werden könnte, oder?

ashes of creation Town 2

Soziale Interaktionen stehen im Fokus

So will Ashes of Creation mehr Rollen bringen: In Ashes of Creation soll genau das möglich sein. Jedes Gebiet im Spiel hat eine Node, die sich kontrollieren und durch Aktivitäten im Gebiet ausbauen lässt. In dieser Node wachsen Städte heran, die von einem Bürgermeister betreut werden.

Dieser Bürgermeister wird je nach Stadt demokratisch gewählt, kann sich mit Gold einkaufen oder wird im Zweikampf entschieden.

Er fällt dann die Entscheidungen stellvertretend für die Gemeinde. Dabei geht es um den Ausbau der Node, welche Bauwerke errichtet werden, aber auch um Beziehungen zu anderen Spielern und Städten.

metropolis

Das Housing in Ashes of Creation: Durch das spezielle Housing-System haben Spieler neben ihren Häusern und Wohnungen auch sogenannte Freeholds. Dabei handelt es sich um Nutz-Gebäude wie zum Beispiel Schmieden, Gehöfte oder Gaststätten.

Diese können in einer Stadt platziert werden und der Spieler selbst kümmert sich um diese Nutzgebäude. So könnt ihr selbst zum Schankwirt werden und Bier austeilen, ohne dabei nur die Fantasie anwenden zu müssen.

WoW soll jeden ansprechen, Ashes of Creation nur MMORPG-Fans

Doch das ist nur ein kleiner Teil der sozialen Interaktion im Spiel. Denn auch die Stadt selbst interagiert mit anderen Städten. So lassen sich Allianzen schmieden, Handelsverträge aufsetzen oder Kriege planen.

ashes-of-creation-karawane

Open-World-PvP, aber geordnet bitte!

Hat Ashes of Creation auch PvP? Städte können sich gegenseitig bekämpfen und zerstören. Das ist in einer offenen Welt, die zur eigenen Gestaltung anregt, gut und wichtig. Dabei sollten aber auch bestimmte Spielregeln eingehalten werden, damit alle ihren Spaß haben.

Ashes of Creation setzt für das Open-World-PvP auf Szenarios wie zum Beispiel Angriffe auf eine Stadt oder Überfälle auf Karawanen. Dort können sich die Fraktionen bekämpfen und um Rohstoffe streiten.

PvP in diesem Rahmen wird nicht bestraft, sondern ist erwünscht. Einige dieser Szenarien werden zukünftig in Apocalypse ausführlich getestet. Dieses eigenständige PvP-Spiel erscheint am 18. Dezember und ist für alle kostenlos spielbar.

Ashes of Creation City Siege Artwork

Ist Griefing erlaubt? Außerhalb der Szenarien hingegen ist das PvP unerwünscht. Wer andere Spieler angreift, wird für das PvP geflaggt. Sollte der andere Spieler das Flaggen nicht erwidern, sammelt der Angreifer Korruptions-Punkte.

Wird ein Spieler mit vielen Korruptions-Punkten getötet, kann dieser mitunter seine Ausrüstung verlieren. Der ursprünglich angegriffene PvE-Spieler hingegen verliert außer ein wenig Laufzeit nichts.

Ashes of Creation wird ein Abo-MMORPG, das man nicht kaufen muss

Die klassischen MMORPG-Elemente

„PvE erschafft unsere Welt, PvP verändert sie“, sagt Steven Sharif, der Gründer und Besitzer von Intrepid Studios. So ist es ihm wichtig, dass das Spiel auch jenen Leuten viel zu bieten hat, die kein Interesse an den Szenarios haben.

Die PvE-Inhalte von Ashes of Creation: In einem Livestream haben die Entwickler vor kurzem mehr vom PvE des Spiels gezeigt. Dabei ging es unter anderem um Quests oder Berufe wie das Angeln.

Doch auch weitere PvE-Inhalte wie Dungeons oder Raids sind für die Spielwelt geplant. Auch mit diesen soll man eine Node weiter voranbringen können. Das generelle Ziel ist die Veränderung der Welt, egal ob man sie als PvPler zerstört oder als PvEler gestaltet.

PvE-Combat-Ashes_preview

Die Klassen in Ashes of Creation: Bei der Charaktererstellung wählt man eine von acht primären Klassen. Diese sind:

  • Mage
  • Summoner
  • Cleric
  • Bard
  • Fighter
  • Tank
  • Ranger
  • Rogue

Danach lässt sich zu jeder Klasse eine weitere, sekundäre Klasse wählen. So kann man als Fighter zum Beispiel den Mage dazu nehmen und wird so zum Nahkampf-Mage. Primäre Klassen werden sich nicht mehr wechseln lassen, sekundäre schon. Es soll keine Klassen/Rassen-Beschränkungen geben.

Ashes of Creation Class

Kampfsystem und Charakter-Entwicklung: Auch in Sachen Kampfsystem halten es die Entwickler von Ashes of Creation eher klassisch. Das Kampfsystem setzt auf Tab-Targeting. Es wird aber auch einen Action-Modus geben, für Spieler, die es eher modern und dynamisch mögen.

In der Entwicklung des Charakters wird auf Fortschritt in der Ausrüstung und in den Fertigkeiten wert gelegt. Ein Skill-Tree zur passiven Verbesserung des Charakters ist aktuell nicht in Planung.

ashes of creation jahreszeiten

Der Einsatz des Gründers

Das beeindruckt mich besonders am MMORPG: Was bei Ashes of Creation aber besonders imponiert, ist das Verhalten von Gründer Steve Sharif. Er investiert selbst Millionen in die Entwicklung und kümmert sich auch um vieles drum herum. Er nimmt an den offiziellen Livestreams teil und moderiert selbst das Reddit zum Spiel.

Bis spät in die Nacht postet Steve auch im offiziellen Discord zu dem MMORPG und versorgt die Spieler mit kleinen Happen und Leaks. Er selbst sagt dabei immer wieder: „Make MMORPG great once more“.

Ashes of Creation Fluss und Stadt

Der Wermutstropfen?

Gibt es Grund zu Zweifeln? Trotz aller Euphorie und der interessanten Systeme gibt es aktuell auch Kritik am Spiel. Diese kommt zu teilen auch aus den Reihen der Fans von Ashes of Creation. Grund dafür ist die Vermischung von Apocalypse und dem eigentlichen MMO.

Einige Spieler befürchten, dass die eigentliche Entwicklung des Spiels unter dem Ableger leiden könnte. Auch wir auf MeinMMO haben bereits über dieses Thema diskutiert.

Es wird kritisiert, dass die Alpha-Spieler für ein anderes Spiel gezahlt haben, als das, was gerade veröffentlicht wird.

Ashes of Creation Apocalypse 3

Warum Ashes of Creation dennoch erfolgreich sein wird

Deshalb glaube ich an den Erfolg: Trotz der Kritik bin ich mir sicher, dass Ashes of Creation erfolgreich sein kann. Die Mischung aus altbewährten und modernen Systemen wird in meinen Augen der Grund sein, warum sich das Spiel durchsetzen wird.

Die Welt wird sich ständig verändern und lebendig anfühlen. Kein Gebiet gleicht dem anderen.

Grund dafür ist der Aufbau, aber auch die Zerstörung von Städten. Doch schon von Anfang an setzen die Entwickler darauf, die frustrierenden Momente zu entschärfen. Sie setzen auf Speicher-Systeme, durch die ihr euer Mobiliar und die genaue Dekoration der Wohnung nicht verliert.

Sie versuchen Open-World-PvP in Szenarios zu bannen, an denen PvE-Spieler nicht teilnehmen müssen. Gleichzeitig sollte man jedoch in einer großen Gemeinschaft agieren, gemeinsam am Ausbau einer Node arbeiten und diese dann auch bis zum Ende verteidigen.

Die Mischung aus großer Community und individuelle Freiheit, aus großen Angriffen und ruhigen Sammel-Aktivitäten, aus PvE und PvP, sie klingt, zumindest auf dem Papier, nach einem richtig guten MMORPG.

Ashes of Creation sagt: Release noch vor 2020 und keine Angst davor
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