Kontroverses Horrorspiel auf Steam wird gebannt, Entwickler macht direkt das nächste, genauso verstörende Projekt

Kontroverses Horrorspiel auf Steam wird gebannt, Entwickler macht direkt das nächste, genauso verstörende Projekt

Das erste Spiel des Entwicklers Andrea Lucco Borlera wurde auf Steam gebannt. Trotzdem will er seiner Vision treu bleiben und arbeitet bereits am nächsten, ähnlichen Spiel.

Warum wurde sein Spiel gebannt? Andrea Lucco Borleras erstes Spiel mit dem erst einmal unscheinbaren Namen „Horses“ wurde auf Steam verboten, weil eine frühe Version laut Valve gegen die Richtlinien zur Darstellung von Minderjährigen verstieß (siehe GamesRadar+). Auslöser war laut Entwickler eine Szene, in der ein Kind auf dem Rücken einer nackten, erwachsenen Person mit Pferdemaske ritt.

Sie lehnten das Spiel dauerhaft ab und verweigerten auch eine erneute Prüfung, nachdem die Entwickler das Kind im Spiel durch eine erwachsene Figur ersetzt hatten. In der Folge entfernten auch andere Plattformen wie der Epic Games Store den Titel aus ihren Shops und das Spiel wurde vielfach kritisch diskutiert.

Der Bann sorgte für einige Aufmerksamkeit rund um den Titel und führte dazu, dass in den ersten zwei Wochen 18.000 Exemplare auf Itch, im Humble Store und bei GOG verkauft wurden (siehe GamesRadar+).

Was ist Horses für ein Spiel? Horses ist ein experimentelles Indie-Horrorspiel, das mehr auf verstörende Atmosphäre als auf klassisches Gameplay setzt. Es nutzt surreale Bilder, seltsame Geräusche und eine ungewöhnliche Erzählweise. Thematisch behandelt es psychologische und oft verstörende Inhalte, die bewusst schwer zu verstehen sind. Es gilt eher als künstlerisches Horror-Erlebnis als als traditionelles Spiel. Dabei geht es um Menschen, die sich durch Gehirnwäsche verhalten wie Pferde.

Genau diese extreme, unangepasste Darstellung ist auch der Grund, warum es kontrovers diskutiert und vielfach als absolut verstörend betitelt wurde. Trotzdem lässt der Entwickler sich nicht von seiner Vision abbringen, denn er plant bereits das nächste Projekt.

Entwickler will um jeden Preis seiner Vision treu bleiben

Warum macht der Entwickler ein ähnliches Projekt? Andrea Lucco Borlera verrät gegenüber GamesRadar+, dass er trotz Rückschlägen und der Kontroversen um sein erstes Projekt „Horses“ genau so weitermachen wird. Er müsse „seiner Vision treu bleiben“, auch wenn er sich sicher sei, dass auch dieses Projekt längst nicht jedem gefallen wird.

„Es wird vom Publisher als radioaktiv wahrgenommen“, erklärt er im Interview bezüglich der Kontroverse um sein erstes Spiel und den Prozess, seine zweite Idee an einen Publisher zu bringen. „Das Problem ist, dass es keine Nische im eigentlichen Sinne gibt, wie es beispielsweise im Mainstream-Kino der Fall ist – dort gibt es unzählige Horrorfilme und Produktionsfirmen, die Horrorfilme produzieren. In der Videospielbranche gibt es kein Äquivalent. Daher ist es schwierig, einen Partner zu finden, der Ihre Vision teilt.“

Demnach würde auch sein zweites Spiel nicht weniger verstörend sein und experimentellen Horror bieten. Und er würde einen Weg finden, seine Idee umzusetzen, selbst wenn er dafür erst einmal ohne Publisher auskommen müsste: „Im schlimmsten Fall könnte ich den Weg über Kickstarter in Betracht ziehen oder es über die Jahre hinweg selbst entwickeln.“

Horrorspiele und -filme haben seit jeher einen anziehenden Einfluss auf viele Menschen – so auch auf MeinMMO-Redakteurin Caroline Fuller. Doch wo andere sich eher fürchten, kann sie sich bei solchen Themen eher entspannen. Und ist damit auch bei weitem nicht allein: Die meisten fürchten sich bei Horror-Filmen, doch ich kann dabei toll entspannen – Das hat sogar einen wissenschaftlichen Grund

Quelle(n): Gamesradar+
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