Ein Twitch-Streamer hat in ARC Raiders getestet, wie freundlich die Friendly-Lobbys wirklich sind, und fand quasi ein völlig neues Spiel.
Wer ist der Tarkov-Experte? Der Schweizer Content-Creator SirHansVader hat sich in einem Twitch-Stream vom 27. März einem Test in ARC Raiders gestellt: Er wollte herausfinden, ob er wirklich in Lobbys kommt, in denen niemand PvP macht, wenn er nicht auf fremde Raider schießt.
- SirHansVader ist in erster Linie für Escape from Tarkov bekannt. Auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht er etwa Tipps und Guides oder spricht über die Neuigkeiten rund um den Shooter von Battlestate Games.
- Auf Twitch zeigt er neben Tarkov auch andere Spiele, wobei der Fokus auf Shootern liegt. Im vergangenen halben Jahr waren neben ARC Raiders etwa Battlefield 6 und Marathon zu sehen.
Als eingefleischter Tarkov-Experte spielt er in ARC Raiders normalerweise viel PvP. So geleitet das Spiel ihn in Lobbys, in denen nur selten freundlich gegrüßt wird. Nun wollte er sich jedoch selbst davon überzeugen, ob ARC Raiders wirklich so freundlich sein kann, wie viele sagen.
Was war das für ein Test? SirHansVader erstellte sich einen neuen Account und spielte ARC Raiders mit einem Charakter, der vorher noch nie ein Match gemacht hat. Seine Mission lautete:
Auf keinen einzigen Spieler schießen, keine Aggression zeigen und schauen, ob es trotzdem irgendwann Raider geben wird, die auf ihn schießen.
Schon in den ersten Runden zeichnete sich ein klares Bild. Die Raider liefen einfach an ihm vorbei, ohne ihn irgendwie als Bedrohung zu sehen. Sie grüßten freundlich, drehten ihm den Rücken zu und kämpften gemeinsam gegen die ARCs.
In 10 Raids traf er 25 freundliche Raider und nur einen Spieler, der am Aufzug auf ihn schoss. Dieses schwarze Schaf sollte die einzige PvP-Begegnung während des Tests bleiben.
So ging der Test weiter: Der Content-Creator entschied sich für den ultimativen Test auf Stella Montis, der vielleicht PvP-fokussiertesten Map des Spiels. Hier würde sich zeigen, wie freundlich die Lobbys wirklich sind.
Um Stella Montis spielen zu können, musste er auf dem Account 25 Runden beenden. Aus Zeitgründen entschied er sich dazu, einen Teil der Runden durch „Aufgeben“ eines Raids abzuschließen.
Auf Stella Montis traute er seinen Augen kaum. Niemand kämpfte gegeneinander, die Spieler halfen einander gegen die ARCs und alle waren freundlich. Er stellte sich neben andere Raider, spielte Flöte und bekam als Straßenmusiker sogar Loot gespendet.
Selbst als er anderen Raidern den Loot stahl, nachdem sie einen Bastion zerstörten, blieben alle freundlich. Es war für ihn fast wie ein anderes Spiel.
Wie kann sich das Matchmaking so unterscheiden? Patrick Söderlund, einer der Gründer und derzeitiger CEO von Embark Studios, hat bereits Ende Dezember in einem Interview mit GamesBeat (via YouTube) bestätigt, dass es in ARC Raiders „Aggression based Matchmaking“ gibt.
Er erklärte, dass, wenn Spieler bevorzugt PvE spielen, sie bevorzugt mit ebenso pazifistischen Spielern in eine Lobby kommen. Spieler, die viel PvP spielen, werden demnach auch eher auf andere PvP-Fans treffen.
Einige Wochen später ergänzte Virgil Watkins, der Lead-Designer von ARC Raiders, dass das Spiel feststellen könne, wer zuerst schießt. Der Shooter erkenne zwar keine Absicht oder Moral, aber wer als Erster einen Treffer auf einen anderen Raider landet. Den vollständigen Artikel dazu findet ihr hier: Entwickler von ARC Raiders warnt alle Ratten: „Können nachverfolgen, wer zuerst schießt“
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