5 nervige Dinge, die jedes MMORPG macht und die aufhören sollten

MMORPGs folgen oft einem recht ähnlichen Spielablauf. Wir stellen euch fünf Dinge vor, die einem in fast jedem Online-Rollenspiel auf die Nerven gehen können.

Kennt ihr das? Ihr spielt gerne MMORPGs und probiert immer wieder neue aus, wenn diese erscheinen, aber es gibt gewisse Dinge, die euch nerven? Spiele-Elemente, die einfach in so gut wie jedem Online-Rollenspiel vorkommen, aber eigentlich abgeschafft gehören?

Wir stellen euch fünf solcher Dinge vor. Diese mögen nicht jedem Geschmack entsprechen. Sicher sind Features darunter, die der eine oder andere von euch gut findet. Daher ist diese Liste nicht allgemeingültig, sondern spiegelt den Geschmack des Autors und einigen Mitgliedern der Mein-MMO-Redaktion wider.

Blade-and-Soul-Krankenschwester
Manche Kostüme wie hier aus Blade and Soul passen einfach nicht zur Atmosphäre eines MMORPGs.

5. Unpassende Kostüme

Was sind unpassende Kostüme? Einen individuellen Charakter zu haben, der sich optisch von Mitspielern unterscheidet, ist für viele Spieler wichtig. Deswegen bieten die Entwickler oft Kostüme im Ingame-Shop an.

Allerdings passen nicht immer alle zum Stil des Spiels. Zu Ostern gibt es manchmal Hasenkostüme, zu Weihnachten eine Weihnachtsmütze. Dann rennen die Spieler bunt verkleidet durch Dungeons, was nicht zur Atmosphäre passen will.

Warum kommt es immer wieder vor? Die Entwickler wissen, dass manche Spieler gerne Geld für kosmetische Items ausgeben und möchten diese Nachfrage bedienen, um Geld einzunehmen.

Das Geld fließt dann in die Entwicklung des Onlinegames. Deswegen bieten viele MMORPGs solche Kostüme an, die dann in Sachen Design mal etwas übers Ziel hinausschießen können, gerade wenn das Spiel schon länger läuft und die „üblichen Kostüme“ alle im Spiel sind.

Tear-Car
Gilt als schlimmes Beispiel für sowas: TERA führte Autos als Mounts ein. Quelle: YouTube

Warum nervt es? Es passt einfach manchmal nicht. Man stelle sich vor, die Heldengruppe befindet sich auf einer Quest, um einen finsteren Dämonenlord zu besiegen und kämpft sich durch ein düsteres Dungeons voller grausiger Monster und Untoter. Plötzlich hüpft ein anderer Spieler im rosafarbenen Häschenkostüm um die Ecke.

Schon ist die Atmosphäre im Eimer.

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Grinding in MMORPGs kann nötig sein aber auch nerven.

4. Exzessives Grinding

Was ist exzessives Grinding? Über Grinding in MMORPGs mag man sich streiten. Manchmal ist es aber einfach nur dazu da, um die Spielzeit künstlich zu strecken. Der nächste Boss in der Story kann nicht besiegt werden, weil der Held zu schwach ist. Oder man muss ewig Rohstoffe farmen, um endlich all das zu haben, was man für das Herstellen der coolen, mächtigen Waffe braucht.

Das Grinding nimmt dann jede Menge Zeit in Anspruch, wenn man eigentlich die nächste Story-Quest machen will.

Warum kommt es immer wieder vor? Spieler wollen beschäftigt werden und nicht einfach durch den Content rennen, nur um am Ende dann Däumchen zu drehen.

Grinding ist für Entwickler eine recht einfache Möglichkeit, den Spielern längerfristig etwas zu tun zu geben.

ESO Elsweyr DragonBoss
Wer coole Bosskämpfe bestreiten will, muss vorher oft trainieren.

Warum nervt es? Manchmal kann es eben einfach den Spielfluss stören, wenn man ständig dieselben Aktivitäten wiederholt. Wenn man weiterkommen will, aber erst mal stundenlang dieselben Mobs bekämpft oder den halben Tag damit verbringt, Ressourcen zu sammeln, um etwas zu craften. Grinding fühlt sich oft wie Arbeit an.

Der böse Drache soll dringend getötet werden, weil er sonst die Stadt in Schutt und Asche legt, der Held bekämpft aber zuvor erst mal tagelang irgendwelche Wölfe und sammelt Erz, um seine Rüstung zu verbessern. Glücklicherweise wartet der Drache natürlich so lange, bis der Recke dann bereit für den Kampf ist…

Loot ist in einem MMORPG wichtig. Wenn man aber nur Müll bekommt, muss man diesen ständig in der Stadt verkaufen.

3. Trashloot loswerden

Was ist Trashloot? Man kennt es: Da hat man sich durch ein Dungeon gekämpft und jede Menge Beute bekommen, 90 Prozent davon sind aber eigentlich Müll und unbrauchbar. Sie verstopfen das Inventar, bringen aber auch Geld.

Also reist man zurück in die Stadt, um die Items zu verkaufen. Dies wiederholt sich dann immer wieder.

Warum kommt es immer wieder vor? Spieler wollen Beute haben. Loot zu finden, verursacht ein gutes Gefühl, weil man für das Bekämpfen von Monstern und das Absolvieren von Quests belohnt wird. Nun kann aber nicht jedes Item etwas Besonderes sein. Also befindet sich eben viel Müll unter dem Loot. Diesen muss man loswerden.

MMORPGs gehen hier oft den Weg, dass man zur Stadt zurückkehren muss, um die nicht benötigten Gegenstände verkaufen zu können. Das streckt wiederum etwas die Spielzeit.

Gerade in Spielen wie Final Fantasy XIV ist der Inventarplatz oft knapp.

Warum nervt es? Oft ist das Inventar des Helden einfach zu klein und die Sammelwut des Spielers zu groß, weswegen in einem großen Dungeon nicht nur einmal, sondern mehrmals der Gang zurück in die Stadt ansteht. Dieses ständige Hin und Her kann dann schon auf die Nerven gehen.

Es gibt ja aber Alternativen, bei denen man etwa nicht benötigte Items im Inventar verkaufen oder in Rohstoffe umwandeln kann. Nur nutzen nicht alle MMORPGs diese Alternativen.

Diablo 4 Weltenboss
Manchmal tauchen in einem MMORPG Bosse auf, die austauschbar sind. Wird es bei Diablo 4 genauso sein?

2. Austauschbare Zonenbosse

Was sind austauschbare Zonenbosse? Manchmal gibt es Bossgegner, die einfach so auftauchen, ohne groß vorgestellt zu werden. Wie passen sie in die Story? Warum tauchen sie auf? Diese Bossgegner tun dann so, als wären sie etwas Besonderes, spucken große Töne. Aber, wenn man sie dann umgehauen hat, sind sie schnell vergessen.

Warum kommt so etwas immer wieder vor? Bossgegner zu besiegen schafft Erfolgserlebnisse. Sich einem großen Monster in einem wirklich fordernden Kampf zu stellen, ist in einem MMORPG etwas Besonderes. Darüber hinaus lassen diese Bosse manchmal guten Loot fallen. Sie stellen eine Abwechslung zu den sonstigen Aktivitäten dar und die Spieler können mal zeigen, was ihr Charakter so drauf hat.

Sie gilt als Beispiel für einen gelungenen „Unterboss“ – Warum können nicht alle so eindrucksvoll sein wie Yotsuyu aus Final Fantasy XIV.

Warum nervt es? Wenn solche Bossgegner besser in die Story oder die Welt eingebunden wären, dann könnte man ihr Auftauchen eher nachvollziehen. Allerdings wirken sie eben oft so, als hätte sich die Entwickler gedacht: „Huch, hier fehlt ein Boss, lass uns mal schnell einen einfügen“.

Diese Bossgegner fühlen sich fehl am Platz an. Sie wollen nicht so richtig dazupassen. Es ist, als würde man plötzlich aus dem Geschehen und der sonst stimmigen Atmosphäre herausgerissen. Wenn diese Bosse dann noch so tun, als wären sie was Besonderes, nervt es nur noch. Denn im Grunde sind sie doch einfach nur austauschbar.

Ein Beispiel für einen guten Unterboss ist Yotsuyu aus Final Fantasy XIV.

WoW Quest
Fetch-Quests sind zwar nötig, um Content zu generieren, wenn man in einem MMORPG die Welt retten soll, wirken sie aber unpassend.

1. Unpassende Fetch-Quests, wenn man der Retter der Welt ist

Was sind unpassende Fetch Quests? Der böse Gott droht damit, die Welt zu vernichten. Als Held soll man einem NPC aber erst mal 10 Felle von Wölfen und 30 auf den Feldern gesammelte Rüben bringen. Selbst, wenn man dies erledigt hat, verlangt später ein anderer NPC wieder, dass man 15 Eber tötet und ihm 25 Äpfel pflückt.

Warum kommt so etwas immer wieder vor? Content ist wichtig in einem MMORPG. Die Spiele soll langfristig binden und das geht nur, wenn die Spieler ständig etwas zu tun haben. Neben Grinding sind typische Inhalte eben Fetch-Quests in MMORPG. Nicht jede Quest kann eine megaspannend erzählte Story sein, das wäre für die Entwickler viel zu viel Aufwand.

WildStar Raid Kampf
MMORPGs werben oft mit krasser Action – der Alltag sieht aber meist anders aus.

Warum nervt es? Fetch-Quests an sich müssen nicht schlimm sein. Nur passen sie nicht immer in die Story des Spiels. Wenn man der Retter der Welt ist, der vielleicht noch unter Zeitdruck steht, dann sollte man seine Zeit nicht damit verbringen müssen, Felle zu sammeln oder Äpfel zu pflücken.

Man fühlt sich oft später im Spiel nicht wirklich wie ein wahrer Held, wenn man schon Drachen besiegt und Ork-Forts ausgeräuchert hat, dann aber von NPCs wieder den Auftrag erhält, 20 Berglöwen zu erlegen.

Welche Spiel-Elemente in MMORPGs gehen euch auf die Nerven? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Mal schauen, ob es diese kommenden MMORPGs anders machen:

Die 8 aussichtsreichsten neuen MMOs und MMORPGs für 2020
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Jedox
1 Monat zuvor

Eine Option in den Spieleinstellungen, mit der ich non-immersive Kostüme ausblenden könnte, würde ich wirklich feiern. Damit wäre schließlich allen gedient – jene die sich daran stören könnten es einfach ausblenden und jene die für sowas gerne Geld ausgeben könnten sich weiterhin an ihren rosa Häschenkostümen und dergleichen erfreuen.
Aber mir ist natürlich schon klar, warum so eine Filteroption in einem MMO niemals eingeführt wird sad

Zu Fetch-Quests: Da finde ich ESO ziemlich vorbildlich. Letztendlich sind es auch Fetch-Quests, aber jede einzelne ist mit einer Story verpackt, so das es nicht ganz so nervig ist. Soll heißen: Es geht auch anders.

Alien Babygirl
1 Monat zuvor

Ach ja, die unpassenden Fetch-Quests nerven.. Vor allem wenn man ne Nachricht von Person A zu Person B bringen soll und die beiden so nah beieinander stehen, dass sie sich zurufen könnten (war entweder in TERA oder BDO oft so)… Die „unpassenden Kostüme“ stören mich gar nicht haha ich liebe die total. Schon öfter mal Geld ausgegeben für süße event-Outfits mit denen man mehr auffällt

Hugo
1 Monat zuvor

„Warum nervt es? Es passt einfach manchmal nicht. Man stelle sich vor, die Heldengruppe befindet sich auf einer Quest, um einen finsteren Dämonenlord zu besiegen und kämpft sich durch ein düsteres Dungeons voller grausiger Monster und Untoter. Plötzlich hüpft ein anderer Spieler im rosfarbenen Häschenkostüm um die Ecke.“

Ja und? Das ist FANTASY.

Kuba
1 Monat zuvor

Dachte ich mir auch gab doch letztens auch so ziemlich positive Resonanz zu den Hochzeitskleidern für Männer bei FF, also wieso nicht hier, ist doch eben FANTASY^^

Bodicore
1 Monat zuvor

Nee Immersion muss passen. Für mich wären Autos in Tera der Momment gewesen wo ich tatsächlich mit dem Spiel aufgehört hätte.

Wenn ich verbringe den grössten Teil meiner Freizeit in einer virtuellen Welt weil ich sie mag und Fantasie ist eben nicht Fantasie das ganze muss schon stimmig sein.

Ich liebe Drachen Elfen Zwerge und Orks aber Karneval dürft ihr behalten.

Vallo
1 Monat zuvor

Das selbe dachte ich mir auch, als in FF14 das Auto von FF15 als Mount erschien. Es passt einfach nicht in diese Welt.

Sgt. Butterbread
1 Monat zuvor

Dem meisten stimme ich zu, aber ich glaube, dass ist einfach ein Ergebnis des Spielprinzips.
Es ist schwer eine gute Story in ein MMO zu packen, da man sich die Welt mit so vielen anderen teilt. Also muss es Quests geben, die austauschbar und nicht Charakterbezogen sind. Ansonsten gibt es ein seltsames Ungleichgewicht zwischen Welt und der Anzahl an Spielern. Bestes Beispiel FO76. Man soll der letzte Überlebende sein, aber überall springen andere Spieler rum. Fetchquests sind einfach zu integrieren und vollkommen Charakterunabhängig, die füllen die Spielzeit etwas auf und passt. Gerade die asiatischen MMOs haben oft keinen roten Faden oder gute Stories generell. Gibt aber sicherlich auch Ausnahmen. Da geht es aber auch nicht um die Story, das wäre unglaublich viel Aufwand das alles gut zu verbinden. MMOs waren und werden immer Masse statt Klasse sein. Zumindest was Quests und gute Charaktere angeht. Immersion ist egal, es geht nur darum, dass der Spieler eine gute Zeit mit viel billigem Content und Freunden verbringen kann.

Stephan
1 Monat zuvor

Ich hätte da noch etwas, was mich persönlich stört.

Wenn man irgendwelche Modelle von Häusern und Ruinen in die Landschaft wirft die keinen Sinn haben. In MMORPGs soll man Dinge erkunden und endecken. Warum also nicht kleine Schätze, Easter Eggs oder Geschichten in solchen Landschaftsgestaltungen verstecken.

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