Die 5 größten Story-Fehler aus World of Warcraft

Die 5 größten Story-Fehler aus World of Warcraft

In der Story von Warcraft gibt es einige Fehler und kuriose Entscheidungen. Die 5 größten Fails zeigen wir euch hier.

Die World of Warcraft ist riesig. Kein Wunder, immerhin gibt es inzwischen über 20 Jahre Content und 10 Erweiterungen, in denen die Spielwelt und die Handlung immer weiter vergrößert und umfangreicher gestaltet wurde. Das MMORPG hat inzwischen Ausmaße angenommen, von denen die ursprünglichen Entwickler niemals zu träumen gewagt haben.

Doch je mehr die Welt ausgebaut wurde, desto mehr Potenzial gab es auch für Logik-Fehler und Story-Problemchen. Einige davon sind in der riesigen Story von World of Warcraft einfach nur kleine „Ret-Cons“, also nachträgliche Anpassungen der Lore, damit alles wieder passt. Doch manchmal verstrickt sich World of Warcraft auch in großen Widersprüchen oder ändert Dinge, die bei der Community zuvor extrem beliebt waren. Das ist dann ein „Story Fail“. Die 5 größten dieser Fails stellen wir euch heute vor.

Das ganze Konzept „Shadowlands“

Wie man es auch dreht und wendet, die Erweiterung Shadowlands wird in großen Teilen als negativ und widersprüchlich angesehen. Dabei sind die einzelnen Quest-Reihen in den Gebieten gut und spannend. Es gibt viele tolle und interessante Handlungsstränge in den einzelnen Zonen, aufwändige Kulturen und jede Menge zu entdecken.

Das Problem ist hier, dass das ganze Konzept der „Shadowlands“ der World of Warcraft nachhaltig geschadet hat. Denn indem man den Tod in Warcraft „entmystifiziert“ hat, wirken viele Vorfälle in der Spielwelt einfach nicht mehr gewichtig.

Ein wichtiger Lore-Charakter stirbt, der das geheime Wissen rund um das Bezwingen des neuen Super-Feindes hatte? Kein Problem: Einfach in die Schattenlande reisen und bei einem Tee ganz entspannt darüber reden.

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Shadowlands ist unbeliebt – und das wird wohl auch für immer so bleiben.

Blizzard hat zwar bereits angedeutet, dass die „Verbindung zu den Schattenlanden sich schließt“, damit man eben aus Story-Sicht nicht alle Toten besuchen kann – aber der Schaden ist angerichtet und das Gefühl, dass doch alles irgendwie egal ist, wird man nur ganz langsam wieder los.

Hinzu kommt, dass Blizzard mit Shadowlands auch die eigene Story wieder untergraben hat, die sie erst kurze Zeit zuvor mit den „Chronicles“-Büchern und der bisher bestehenden Lore etabliert hatten.

Denn die Schattenlande sind ursprünglich das Gegenstück zum Smaragdgrünen Traum. Der Smaragdgrüne Traum ist quasi eine „Idealversion“ von Azeroth, in der die verschiedenen Völker keine großen Veränderungen vorgenommen haben und es die ganzen Kriege nicht gab. Eine Welt der Natur, geformt vom Leben selbst.

Die Schattenlande wiederum waren eigentlich das exakte Gegenteil. Eine finstere, düstere Welt. Ein Azeroth, in dem es nur noch den Tod gibt – also tote Wälder, umherstreifende Seelen und eine allgemein düstere Atmosphäre. Mehrere Quests haben vorher die Schattenlande so bereits beschrieben und es gab auch (vor allem in Vanilla) Quests, in denen man temporär sterben musste, um etwa mit Seelen in den Schattenlanden zu sprechen.

Während der Erweiterung „Battle for Azeroth“ muss man Jaina sogar aus den Klauen der Drust retten, die in einem Teil der ursprünglichen Schattenlande gefangen ist.

In Jainas Story sehen wir einen Blick auf die “ursprünglichen” Schattenlande – nur einen Hauch davon.

Shadowlands hat aus den „Schattenlanden“ allerdings eine der großen, kosmischen Ebenen gemacht, die kein Teil von Azeroth sind. Das widerspricht sowohl der aktuelleren als auch der älteren Lore und lässt die ganze Kosmologie von World of Warcraft widersprüchlich erscheinen.

Ganz abgesehen von dem Schaden für die vielen Kulturen und religiösen Ansichten in World of Warcraft, die es zum „Leben danach“ gibt – denn die sind schlicht und ergreifend alle falsch. Man kennt das Jenseits ja jetzt.

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Micha1610

Ich habe zwar erst zu Legion mit WoW angefangen und mir daher über einige von den Story falls noch nie gedanken gemacht, weil jedem klar sein sollte das man in spielen mit Logik nicht immer weiter kommt beste beispiel die ganzen Tiere die wir ständig in jeder Erweiterung jagen müssen. Wobei die würden andersrum auch einiges wieder erklären. Den nehmen wir z.b. den Fail von Todesschwinge und die Frage warum dieser so große und unglaublich starke Drache nicht die ganzen Inseln der neuen Erweiterungen angegriffen hat.
Dazu wäre dann jetzt die Theorie durch die Tiere er wusste das er in Wahrheit gar nicht so allmächtig stark ist und hatte die nicht vorhandenen Hosen voll.
Weil wenn wir uns die Tiere anschauen und nehmen z.b. ein popeliges kleines Reh aus der aktuellen Erweiterung was wir für Fleisch oder sonst was jagen sollen und kloppen das mit einem aktuellen 80er Charakter brauchen wir ca 5-6 Schläge bis es umfällt. Jetzt gehen wir mit besagten Charakter aber splitter nackt zu Todesschwinge und knallen ihm eine mit der flachen Hand fällt er beim ersten Schlag direkt Tod um. Das heißt hätte er die Inseln angegriffen hätte ihn jedes Reh dem er zufällig begegnet, ihn direkt aus dem Leben getreten ohne wenn und aber.

Geroniax

Wie kann bei so einem Artikel es so viele gelöschte Kommentare geben? 😅

Generell hat Warcraft so seine höhen und tiefen erlebt was die Story-Entwicklung angeht, aber während ich die Logiklöcher rund um Todesschwinge noch verkraften kann (Sturmwind wurde ja auch wieder repariert), finde ich die Probleme die WoD, SL und auch DF eingeführt haben doch kritischer. Mit DF hat man ja den bronzenen und ewigen Drachenschwarm nochmal näher behandelt, und vieles macht so im nachhinein keinen Sinn mehr was so in der Vergangenheit in WoW geschah. Wenn beide Drachenschwärme ein wenig neben der Zeit Linie existieren, hat man quasi ein Paradoxon erschaffen.

Seit SL bin ich auch als Langzeitspieler raus, jetzt schaue ich nur noch sporadisch mal rein. Ich dachte das die Weltenseelen Saga mich packen könnte, aber bis jetzt ist der Anfang nichts für mich.

Das neuste Problem das Blizz in seiner Story einführte ist die Herkunft von Titanen und Weltenseelen. Wenn Weltenseelen keine Titanen sind, sondern durch kosmische Einflüsse erst zu dem geformt werden was die dann später sein werden (weswegen die Titanen ja die Kontrolle über Azeroth wollen), warum war Argus dann ein Titan, wenn der Haupteinfluss bei ihm von der brennenden Legion stammt? Und überhaupt: Wenn Titanen der Domäne der Ordnung entspringen, warum lässt sich Eonar und Argus 2 gänzlich anderen Domänen zuschreiben (Leben und Tot).

Man erwartet dann irgendwie von Blizzard einen super tollen Plot-Twist der einem alles erklärt, und dann kommen sie mit dem Kerkermeister um die Ecke und irgendwie ist alles kacke.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Geroniax
huehuehue

warum war Argus dann ein Titan, wenn der Haupteinfluss bei ihm von der brennenden Legion stammt?

Weil alle “unsere” bisherige Wissen über diese Wesenheiten ist, von diesen stammt und von deisen selektiert wurde. Es kann sehr wohl sein, dass Argus kein “Titan” (im Sinne von “erschaffen von der Ordnung”) ist, mangels anderer Bezeichnungen oder Wissen, dass kosmische Kräfte die Weltenseelen zu ihren Gunsten beeinflussen können, nannten wir ihn eben so. Bei Eonar gilt ähnliches, auch sie kann durchaus ein Wesen sein, dass eigentlich durch die kosmische Kraft des Lebens “beeinflusst” wurde, von der Ordnung bzw. dessen Titanen aber “assimiliert” wurde und sie es sogar selbst gar nicht weiß, dass sie eigentlich etwas Anderes ist.

Akuma

Wie kann bei so einem Artikel es so viele gelöschte Kommentare geben? 😅

Hab damit auch nicht gerechnet als ich den Samstag gelesen hab, gerade weil WoW bzw. die Warcraft-Lore halt voller Logik-Lücken ist. 😅

Aber naja was solls.

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Zuletzt bearbeitet vor 9 Monaten von Duese
vulperabeste
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rockstar0612

“Vergleich die Auswirkungen der Darstellungen mit den verknackten addon Inseln.”

Erklärt aber immer noch nicht, warum die Inseln keinen Schaden davon getragen haben, oder auch nur mal Deathwing erwähnen. Kannst du mir sagen, warum Deathwing Nordend nicht angegriffen hat ?

Nur weil es teils logisch ist, bleibt die Geschichte rund um die Schattenlande schlecht geschrieben und voller Plotholes. Wenn vorher Lore etabliert wurde, diese dann aber doch über den Haufen geworfen wird, hat leider eine bitteren Nachgeschmack. Und das Problem bleibt trotzdem vorhanden: Warum gehen wir nicht einfach in die Schattenlande und fragen die Geistern nach xyz Geheimnissen. Die wissen ja was in Ihrem vorigen Leben passiert ist.

Du ignorierst gefühlt 70% des Artikels, warum die Punkte schlecht/fails sind. Alles was aufgezählt wurde, ist berechtigte Kritik, da es einfach extrem viele Plotholes mit der Zeit gekommen sind. Das Problem ist halt, dass WoW nie wie z.B. FFXIV eine Geschichte von Anfang bis Ende durchgeplant hat. Die nehmen sich immer Stränge, die noch irgendwie offen sind, oder Interessante Plots, welche Sinn machen und tun sich dann extrem schwer, diese zu erzählen UND an alles denken, was sonst noch so im Game ist.

Cortyn spricht mir mit dem kompletten Artikel aus der Seele.

Legion war noch geil, da hat mich der Storystrang mit dem “Die Legion existiert überall gleich” nicht so gestört. Da konnte man noch sagen “ist okay, die werden ja auch wieder dorthin zurück geschickt und wiedergeboren, weshalb die nicht direkt sterben”. Zumindest solange, bis wir Argus Weltenseele gekillt haben und diese nicht mehr wiederbeleben kann.

Klar machen einige Dinge Sinn, dennoch ist vorallem in Shadowlands wurde soviel in der Geschichte kaputt gemacht , dass ich kurz davor war, damit WoW aufzuhören. Zum Glück haben die mit Dragonflight und TWW einiges wieder gutgemacht. Mal sehen wie es weiter geht.

Plumlix2138
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Plumlix2138
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TheDude

Ich versuche meiner Frau immer zu erklären was für mich Logik in fantastischen Romanen oder Filmen ist, nämlich, wenn selbst eine frei erfundene Story in ihrer Erzählweise stimmig und nachvollziehbar wie echte Geschichte ist, nur eben in einer Fantasiewelt. Würde jemand also Überlichtantriebe entwickeln, würde man damit vermutlich zu fernen Sternen aufbrechen und findet man dort intelligentes Leben, dann passiert dies und das usw… Eine fiktive Welt, aber schlüssig erklärt.
WoW hat sich vollständig davon verabschiedet, da sucht man jegliche logische Abfolge vergeblich, weil das Gesamtkonzept über soundsoviele Kapitel nicht zuerst da war.

kaisergun
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Yoma

“Denn indem man den Tod in Warcraft „entmystifiziert“ hat, wirken viele Vorfälle in der Spielwelt einfach nicht mehr gewichtig.” hatte ich damals schon geschrieben.
Ansonsten, atmosphärisch waren die Gebiete und Grafik besser als davor. Gameplay war nicht besser oder schlechter als andere Addons. Legendäre Items schmieden war besser als Legion, da viel weniger random.

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