Studio hinter World of Tanks feuert Creative Director, nachdem er den Ukraine-Krieg unterstützte

Studio hinter World of Tanks feuert Creative Director, nachdem er den Ukraine-Krieg unterstützte

Der weißrussische Gaming-Entwickler Wargaming steckt hinter Militär-Simulationen wie World of Tanks und World of Warships. Mit einem großen Studio in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind sie direkt vom Krieg betroffen, den Russland gegen die Ukraine führt. Ein Creative Director hat sich auf Facebook für den Krieg ausgesprochen. Wargaming hat sich von ihm distanziert und ihn gefeuert.

Warum wurde der Chef-Kreative gefeuert? Sergey „SerB“ Burkatovskiy hatte am 25. Februar auf Facebook gepostet:

Ich unterstütze die Operationen der bewaffneten Streitkräfte der Russischen Föderation, der Volksrepubliken Donezk (LPR) und Luhansk (LPR). Der Rest sind Nuancen.

Sergey „SerB“ Burkatovskiy über Facebook

Der Facebook-Post ist mittlerweile gelöscht, wurde aber aufgezeichnet, verbreitet und diskutiert.

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„Äußerung entspricht ganz ausdrücklich nicht der Haltung unserer Firma“

So reagierte Wargaming: Das Studio distanzierte sich von diesen Äußerungen. Man teilte einer russischen Seite bereits am 25.2. mit (via cyber-sports-ru.)

„Sergey ist wirklich ein Mitarbeiter unserer Firma und spricht hier seine persönlichen Überzeugung aus, die ganz ausdrücklich nicht der Haltung unserer Firma entspricht. All unser Bemühen liegt im Moment darauf, den mehr als 550 Kollegen unseres Studios in Kiew und ihren Familien zu helfen.“

Wargaming

Nur einen Tag später, am 26.2., sagte der Creative-Director auf Facebook: Er habe mit Wargaming „Schluss gemacht.“

In einem Statement von Wargaming an PC Gamer heißt e weiter:

„Sergey Burkatovsky hat seine persönlichen Eindrücke auf Social Media wiedergegeben, die kategorisch nicht die Haltung von Wargaming widerspiegelt. Er wurde entlassen und ist nicht länger bei der Firma.“

Wargaming

Wargaming tut alles, um Mitarbeitern in Kiew und ihren Familien zu helfen

Wie ist denn die Haltung von Wargaming? Wargaming hat ein Statement erlassen und es auch an MeinMMO geschickt:

  • Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter hat oberste Priorität
  • Man tut alles, um den mehr als 550 Kollegen im Studio in Kiew zu helfen. Es würden „alle verfügbaren Unternehmensressourcen eingesetzt, um sie zu unterstützen“: Man stellt alternative Unterkünfte bereit, zahlt vorzeitig Gehalt aus und stellt Mittel für Reisen oder Umzüge bereit
  • Man hilft den Familien, in sichere Nachbarländer zu reisen und organisiert Unterkünfte für sie
  • Außerdem hat Wargaming eine Million US-Dollar an das ukrainische rote Kreuz gespendet
  • Wargaming kündigt an, weitere humanitäre Hilfe leisten zu können, wenn es die Situation erfordere
Unsere Expertise auf MeinMMO bezieht sich auf Gaming. Wer sich näher über den Konflikt von Russland mit der Ukraine beschäftigen will, dem empfehlen wir, sich auf offiziellen Seiten oder bei Nachrichtenmagazinen zu informieren:

– Massive Explosion erschüttert Regierungsgebäude in Charkiw (via spiegel-online)
– Krieg in der Ukraine: Weißrussische Truppen offenbar in Ukraine einmarschiert (via nzz)
– Solidarität mit der Ukraine (via auswertiges-amt)

Wie PC Gamer berichtet, hat Wargaming, als die Invasion begann, sämtliche Werbung weltweit gestoppt. Sie überarbeiteten die Werbe-Strategie, um Bilder von rollenden Panzern und anderen Militärfahrzeugen zu entfernen. Die neue Werbung läuft mittlerweile wieder, blieb in der Ukraine aber ausgesetzt.

Es heißt: „Wir glauben, es ist unangebracht und unsensibel, unsere Spiele zu bewerben, während es das Zentrum des Konflikts ist.“

Wir haben mit Wargaming gesprochen und sie haben MeinMMO bestätigt, dass Sergey Burkatovskiy entlassen wurde.

Quelle(n): PC Gamer (Auch Titelbild)
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