WoW: Was wurde eigentlich aus Leeroy Jenkins?

Der Ausruf „Leeeeeroy Jenkins!“ ist nicht nur Spielern von World of Warcraft ein Begriff. Längst ist er in der Popkultur angekommen und fristet dort sein ewiges Dasein. Dabei sind die Ursprünge mittlerweile 12 Jahre alt! Doch was wurde eigentlich aus dem Spieler – und hat er immer noch was mit WoW zu tun?

MMOs haben ein paar bekanntere Spieler und Charaktere hervorgebracht. Neben negativ behafteten Personen wie den Ganker Angwe oder Kreativlingen wie Oxhorn, der einst besonders für seine Parodie-Videos bekannt wurde, ist es vor allem Leeroy Jenkins, der von den Anfangszeiten World of Warcrafts im Gedächtnis geblieben ist.

Die Ursprünge von Leeroy Jenkins

Wir schreiben das Jahr 2005. Die Gilde <PALS FOR LIFE> hat sich zur Oberen Schwarzfelsspitze aufgemacht. Nun steht sie vor dem Krähenhorst und bespricht gewissenhaft die Lage. Alle hören schweigend zu – bis auf den Paladin Leeroy Jenkins, der mit einem friedlichen „AFK“ über dem Kopf auf dem Boden sitzt. Der Rest ist Geschichte.

Leeroy Jenkins kehrt mitten in der Besprechung an seinen PC zurück, springt auf, ruft „Ok Leute, Zeit ist um! Auf geht’s!“ und rennt blindlings mit einem lauten „LEEEROY JEEENKINS!“ in den Krähenhorst und somit in den sicheren Wipe hinein. Die Raidgruppe bleibt fassungslos zurück, das Video landet auf Youtube und der Schlachtruf wird zu einem Sinnbild unbedachten Tuns.

Wenigstens hat Leeroy Jenkins noch Hühnchen.

10 Jahre später kam raus: Das Video wurde nachgestellt

Wir wissen heute, dass das Video in gewisser Weise ein Fake war.  Laut der Gilde PALS FOR LIFE war die Drachenaktion mit Leeroy aber eine Tatsache. Den Vorfall soll es wirklich gegeben haben, weil damals jedoch niemand die Kamikaze-Aktion aufgenommen hatte, haben sich die Gildenmitglieder dazu entschieden, das Ganze noch einmal nachzustellen. Mehr zu der Aufklärung lest ihr hier: WoW: Leeroy Jenkins – Alles nur gelogen?

Hearthstone LoE Leeroy Header

Die Früchte

Nicht nur konnte man damals mit Patch 3.0.2 noch den in-game Erfolg „Leeeeeeeeeeeeeroy!“ durch das Töten von 50 Welplingen innerhalb von 15 Sekunden erringen. Der Paladin hat auch weitere Auftritte erhalten:

Blizzard hat definitiv einen Narren an Jenkins gefressen, erkennt dessen Bedeutung in der WoW-Community an. Dem Mann hinter der Pixelfigur hat man sogar einen Job angeboten – allerdings war es nicht Blizzard, sondern EA. Angenommen hat „Jenkins“ ihn jedoch nicht.

Leeroy Jenkins Ben

Das Gesicht hinter Leeroy Jenkins

Leeroy Jenkins heißt eigentlich Ben Schulz, stammt aus Colorado und ist ein Reparaturtechniker für industrielle Beleuchtung. Nach dem viralen Erfolg des Videos gründete er die Firma „Leeroy Jenkins Entertainment“, die mittlerweile nicht mehr besteht. Zudem sicherte er sich die Rechte an den Aufnahmen.

Finanziellen ausschlachten wollte er das Phänomen „Leeroy Jenkins“ offenbar jedoch nicht: Zwar wurden ihm ein paar Werbedeals angeboten, doch schlug er sie aus und konzentrierte sich auf seine Ausbildung. Später lieh er der „nachgebauten“ Figur in den Spielen immerhin seine Stimme.

Mittlerweile ist er ziemlich bärtig, noch immer Gamer (allerdings hat er WoW abgedankt) und hat auf der Filmpremiere mit Jamie Lee Curtis um die Wette gebrüllt.

Ben Schulz selbst lässt übrigens offen, ob das Video gefaked war oder nicht. Das solle der Vorstellung des Zuschauers überlassen bleiben. Und im Ernst: Ist es auch wirklich so wichtig?

Viel schöner ist doch, zu sehen, dass auch aus solch eigentlich frustrierenden Momenten wie ein Wipe noch etwas Unterhaltsames bei rauskommen kann! Hattet ihr bereits ähnliche voreilige Gildenmitglieder im Raid, die euch zur Verzweiflung gebracht haben? 


Mehr aus der Vergangenheit in, um und über MMOs erfahrt ihr hier.

Quelle(n): Wow.Gamepedia.comesport.kicker.de
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