Künstler verdient mit Warframe-Skins so viel Geld, dass er seine ganze Familie finanziert

In Warframe kann man mit selbstgemachten Skins wohl viel Geld verdienen, wie ein Künstler aus den Philippinen aktuell beweist. Durch seine eindrucksvollen Designs kann er sich und seiner Familie ein sorgenfreies Leben ermöglichen.

Um wen geht es? Lendel „LED2012“ Fajardo ist ein junger 3D-Artist aus den Philippinen. Er erstellt mit dem Grafik-Programm Blender Skins und Accessoires für den erfolgreichen SciFi-Loot-Shooter Warframe und schickt seine Werke regelmäßig an die Entwickler.

Da seine Kreationen regelmäßig von den Devs genommen und verkauft werden, bekommt er genug Geld, um sich und seine Familie eine gesicherte Existenz zu ermöglichen.

Skins bringen mehr Geld ein, als seine Mutter verdient

Wie funktioniert das mit den Skins? In Warframe werden Skins nicht nur vom Design-Team bei Digital Extremes erstellt. Es gibt seit 2015 auch ein Programm namens TennoGen (Tenno sind die Spielercharaktere in Warframe, eine Art übermächtige Space-Ninjas).

Via TennoGen können talentierte 3D-Künstler Skins und Accessoires für das Spiel bei den Entwicklern einreichen. Wenn ein Werk angenommen wird, kommt es schließlich ins Spiel und kann dort im Shop gekauft werden.

Der Künstler bekommt in diesem Fall 30 Prozent der Erlöse aus seinem Werk.

Was konnte er von dem Geld alles kaufen? Für LED2012 hat sich das offenbar gelohnt, denn nachdem er erste Erfolge mit seinen Skins gehabt hatte, kam genug Geld herein, um seinen alten Schrott-PC gegen einen schicken Gaming-Laptop einzutauschen.

Doch sein Erfolg hielt weiter an und immer wieder wurden Skins von ihm ins Spiel gebracht und das Geld floss weiter üppig. Zu dieser Zeit geriet seine Familie in finanzielle Not und dank dem Geld, das Fajardo verdiente, konnte er seine Familie großzügig unterstützen. So bezahlte er unter anderem:

  • Das Medizintechnik-Studium seiner Schwester
  • Die Schule seiner beiden jüngeren Brüder
  • Ausgaben für Strom, Wasser, Internet und Nahrungsmittel
  • Ein komplettes neues Stockwerk mit drei Schlafzimmern und Bad für das Elternhaus. Vorher hatten sich alle Familienmitglieder zwei Schlafzimmer geteilt.
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Außerdem hatte er genug Geld übrig, um während der Corona-Pandemie Nahrungsmittel für die hungernden Nachbarn zu kaufen, die zu der Zeit noch auf ausbleibende Hilfsgüter der Regierung warteten.

Laut eigenen Angaben ermöglichten die Einnahmen aus Warframe und ein paar kleineren Design-Jobs der Familie ein Leben im Bereich des unteren Mittelstands. Er würde, so Fajardo, das zehnfache oder mehr vom Gehalt seiner Mutter, einer Krankenschwester, verdienen.

Als nächstes plant er, sich eine eigene Wohnung zu besorgen und er hat schon etwas Land erworben.

Wie kam er zu dieser Tätigkeit? Kurioserweise hatte Fajardo gar keine richtige Ausbildung zum 3D-Designer. Lediglich ein abgebrochenes Studium in Webdesign konnte er vorweisen. Seine Skills im Design erwarb er durch viel Übung und diverse Tutorial-Videos zu der kostenlosen Software Blender.

Seine ersten Designs wurden auch nicht angenommen, daher beschloss er, besser zu werden und es doch noch zu schaffen.

Nach meinem ersten Versuch wollte ich mehr machen, also habe ich es weiter versucht. Ich habe keine Ausbildung in 3D-Art, nichts, ich habe einfach angefangen, einige Tutorials über die Prozesse bei der Erstellung von 3D-Assets zu lesen und anzusehen. Ich habe es weiter versucht, aber ich kam nicht damit klar, wie man Helme und komplette Skins richtig gestaltet, also habe ich mich mehr auf Syandanas [die Umhänge, welche die Warframes tragen] konzentriert. Das war mein zweites Objekt, das “Maharliqa”, das irgendwie von der philippinischen Flagge inspiriert ist.

Lendel „LED2012“ Fajardo via PCGamer

Wie ging es weiter? Fajardo arbeitete weiter an den coolen Syandanas und erstellte schließlich auch Helme, wie den berühmten Zylinder-Helm für den Frame Limbo. Letzteren hatte er zusammen mit einem anderen Künstler namens Hydroxate erstellt.

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Dieser Skin für Limbo ist weit bekannt.

Durch solche Kooperationen mit anderen Künstlern wurde Fajardo noch besser und zusammen mit dem bekannten Fan-Artist Daemonstar konnte er gleich drei neue Syandanas auf einmal einreichen und alle wurden akzeptiert und brachten ordentlich Geld ein.

Sein neuester Erfolg ist sein erster kompletter Skin (der “Protea Kollapsar Sentient”-Skin) und er hat mittlerweile einen seiner Brüder als Mitarbeiter ins Business gebracht. Insgesamt hat er 50 Projekte im Spiel eingereicht (via Steam), die ihm regelmäßig Geld einbringen.

Warum sind Skins so wichtig? Das Lendel Fajardo so erfolgreich mit seinen Skins ist, hat er dem großen Engagement der Community von Warframe zu verdanken. Denn in Warframe ist für viele Spieler das wahre Endgame eine Modenschau aus coolen und abgefahrenen Skins. Und der eigenwillige Look von Warframe ist anscheinend ideal, um die Fantasie und Kreativität von Künstlern anzufachen und zu immer neuen, coolen Kreationen zu inspirieren.

Daher freut sich Fajardo auch jedes Mal, wenn er eines seiner Werke im Spiel entdeckt:

Jedes Mal, wenn ich jemanden sehe, der meine Syandanas trägt, egal ob er in der Relay abhängt oder ich mit ihm in einem Trupp eine Mission spiele, ist da einfach dieses verrückte, glückliche Gefühl, das mich an das erste Mal erinnert, als ich mein erstes Werk im Spiel sah. Und ich bin der Community extrem dankbar, dass sie mich unterstützt.

Mehr zum eigenwilligen Stil und den Designs in Warframe erfahrt ihr hier. Denn der neueste Frame ist von einem Anime-Mädchen-Fanart inspiriert.

Quelle(n): PCGamer
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Scardust

Hey Mein-MMO,
bei Warframe gabs ein neues Update, neuer Prime Access und das Plagenstern Event. Wär das nicht mal ne News wert?

Ansonsten gebt mir nen Zugang ich schreib das eben selbst. (*Scherz*) 😆

Antester

Warframe wird hier ignoriert, bei Destiny braucht nur eine Blume eine andere Farbe haben und schon gibt es da nen Artikel drüber.

Scardust

Leider immer noch nur ein Trauerspiel hier. Denke das wird sich auch nicht mehr ändern.

Steelfish

Finde ich echt cool, dass es so etwas gibt. Aber 30 % finde ich fast schon frech vom Entwickler. Dafür, dass die im Prinzip fertige skins etc bekommen und nur noch übernehmen müssen. Kein Risiko, quasi keine Kosten und dafür an den urheber und designer nur 30 %… finde das irgendwie zu wenig.

Finn Ryczek

Naja nun rechne noch 30% für Steam
Und schwupps sinds nur noch 40 für Digital Extremes. Die damit weitere Partner unterstützen können, Server Instant-halten, Personal bezahlen etc. Warframe ist immerhin ein F2P game und muss sich irgendwie finanzieren. Das Tennogen Projekt ist etwas unglaubliches aus Fan sicht. Diese Skins sind von Fans für Fans und jeder Profitiert. Das Game bezahlt sich, der Creator bekommt was und der Spieler sieht Schick aus.

Der wahre Parasit hier ist mal wieder Steam

Servercrash

Steam mit seinen gierigen 30% ist schuld DE bekommt nur 40% der Einnahmen. Daher ist das schon verdammt viel und auch wenn ich DE nicht mag fair von ihnen was sie dem creator überlassen. Was im Bericht fehlt sind noch die abschlagsbonis. Da es auf den Konsolen kein steam gibt machen die creator mit DE extra Verträge damit die skins auch dort kommen. Das sind zwar nur fixe Verträge aber doch nochmal ein gutes leckerli

Maledicus

FInde ich gut das Tennogen so einträglich ist für die Leute, und habe eben nachgeschaut und ja ich hab auch zwei Syandanas von ihm?

Bodicore

Das ist aber auch hoch qualitve Arbeit.
Mir gefällt der Artstyle von Warframe nicht so gut, aber der Typ hats echt drauf.

Zuletzt bearbeitet vor 25 Tagen von Bodicore
Thyril

Wie nice wäre das, wenn mal die ganzen customization Optionen von den unabhängigen artists Einzug in wow finden würden – etwas was Blizzard verpennt

Zord

Dann müsse Blizzard aber einen Anteil der Einnahmen abgeben, kann mir nicht so recht vorstellen das sie dazu bereit wären. Activision Blizzard will ja selbst an den WC3 Maps die alleinigen Rechte, ohne jegliche Vergütung. Für den Konzern ist die Community nur noch zahlende Kundschaft, dementsprechend gibt es auch immer weniger Unterstützung für Content Creator und Fan Seiten.
Bei Bethesda könnte ich mir das eher vorstellen, aber leider ist das Projekt kostenpflichtige Mods anzubieden komplett gescheitert. Wenn man schaut was jetzt schon für geile Mods für Skyrim und Fallout existieren, hätte ein vernünftiger Mod Shop, bei dem die Moder auch gut verdienen können, bestimmt noch einiges geniales hervorgebracht.

Zuletzt bearbeitet vor 25 Tagen von Zord
Phoesias

super coole Story

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