Unity-Chef erklärt, warum es in 7 Jahren 4 Milliarden Gamer geben wird

Der Chef der Engine „Unity“ spricht über die Zukunft des Gamings. Seiner Ansicht nach sei das schon das dominante Medium auf dem Planeten und es würden immer mehr Gamer. Einfacher Grund: Die ältere Leute, die nicht spielen, sterben weg – und wer nachkommt, der spielt.

Wer spricht da? Das ist John Riccitiello, der Chef von Unity Technologies. Mit seiner Engine Unity werden viele Spiele auf der Welt programmiert, etwa Escape from Tarkov, Hearthstone oder Cuphead.

Im Interview mit Venturebeat erzählt er von seiner Sicht aufs Gaming.

Als er gefragt wird, ob nicht „interaktive Filme wie Bandersnatch“ eine interessante Alternative zu Gaming werden, erklärt er ausführlich, wie groß das Gaming jetzt schon ist und wie groß es noch wird.

Black Mirror Bandersnatch Enden
Der interaktive Film „Bandersnatch“ ließ Zuschauer bestimmen, wie die Handlung weitergeht.

Allein Unity-Spieler sind größer als Fernsehen

So groß ist Gaming jetzt schon: Riccitiello sagt, allein die Spiele, die auf Unity setzen, erreichen vierteljährlich mehr Menschen auf der Welt als Leute, die Fernsehen schauen. Und das sei nur seine Firma und dessen Ökosystem: Man erreiche mehrere Milliarden Menschen jeden Monat.

Er wisse nicht, welches Medium so groß sei außer Gaming.

Ein Spiel wie Apex Legends erreiche in der ersten Woche mehr Spieler als irgendwas auf Netflix in der ganzen Geschichte von Netflix.

Apex Legends Octane Titel 3
Apex Legends erreicht mehr Menschen als jede Serie auf Netflix, sagt der Unity-Chef.

Alte Generation 3% Gamer – Neue Generation 80% Gamer

So groß wird Gaming noch: Die Anzahl der Gamer auf der Welt sei gestiegen, hauptsächlich wegen Mobile.

  • Im Moment gebe es drei Milliarden Gamer.
  • In den nächsten fünf bis sieben Jahren, sollen es 4 Milliarden werden, glaubt der Unity-Chef.

Aus einem ganz einfachen Grund: In den nächsten 10 Jahren würden einige Leute über 80 sterben.

Etwa ein Viertel der Weltbevölkerung sei über 65. Das seien 1.5 Milliarden Menschen, von denen vielleicht 3% Gamer sind.

Wenn diese Gruppe stirbt und in der Zeit werden neue Menschen geboren, dann sind von den neuen 80% Gamer.

Wenn 1.5 Milliarden Menschen ersetzt werden, dann kommen 1 Milliarde Gamer dazu.

Fortnite Mobile Titel
Titel wie Fortnite sind mittlerweile auf Mobile spielbar.

Mobile hätte mehr für die Zahl der Gamer getan als alles andere, denn es hat ein Gerät in jedermanns Hand gebracht.

Das sind seine Prognosen zur Zukunft: Riccitiello sagt:

  • Streaming könnte den Prozess beschleunigen – das wird es einfacher für Leute machen zu einer Gaming-Plattform zu kommen, weil es keinen Kaufpreis gebe
  • Augmented Reality und Virtual Reality würden anfangen mehr Menschen anzuziehen, aber er wisse nicht, wie viele genau

Das ist noch wichtig: Riccitiello meint mit „Gamer“ jeden Menschen, der spielt. Egal, wie lange, wie intensiv oder auf welcher Plattform. So wird der Begriff in der Gaming-Industrie verwendet.

Viele Core-Gamer sind der Ansicht, der Begriff müsse viel enger gefasst werden und sollte nur für Leute gelten, die sich selbst als Gamer im Sinne eines Hobbyisten bezeichnen würde.

Lehrer sorgen sich, dass Fortnite Mobile die Schulen übernimmt
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Tebo
Tebo
1 Jahr zuvor

Bin mir nicht sicher, ob seine These stimmt.

Bei uns in den westlichen Ländern, in denen wir uns Gaming leisten können, geht die Geburtenrate zurück.
In Bereichen, wo Kinder nicht nur zum Spielen auf die Welt gebracht werden, sondern schon mit 5 Jahren auf die Felder geschickt werden um die Familie zu ernähren, ist die Geburtenrate unverändert hoch.
Wer aber kein Geld für Essen hat, wird auch keins für Videospiele haben.

Von daher meine These: Gaming ist öffentlich anerkannter, aber ich denke es werden langfristig weniger Gamer.

Kith Kitara
Kith Kitara
1 Jahr zuvor

Tja mal schauen wann „Gaming“ als Suchtgefahr wirklich erkannt und behandelt bzw. entsprechend gehandelt wird.

Schon heute rennen einen mehr Leute vors Auto und Fahrrad, wild wedelnd am Handy spielend als mir lieb ist.

Selfies mit Todesfolge werden nur als Schlagzeile behandelt, nicht als Warnzeichen.

Ich sehe da nur 80% Suchtgefährdete, nicht 80% Gamer.

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Mal schauen ob es so wird; die Interessen verändern sich ja auch ????

Sehe es bei meiner Mutter, die steht kurz vor der Rente und hat mittlerweile auch vollkommen andere Interessen als noch vor 20 Jahren.

Vielleicht ist das bei „uns“ Gamern ja auch so ????????‍♂️

Gorm
Gorm
1 Jahr zuvor

Ähnlich denke ich auch. Es werden mit der Zeit immer mehr die sich für Videospiele interessieren, und auch diese Spieler werden immer Älter. Früher war Gaming ein reines Kinderspielzeug, mit voranschreitenden Technischen Möglichkeiten wurden es Junge Erwachsene und mittlerweile sind es auch schon immer mehr Rentner die sich mit Videospielen ihre Zeit vertreiben, und das obwohl sie nicht damit aufgewachsen sind, das war eine komplett andere Generation mit komplett anderen Vorstellungen und Erwartungen. Das wird man mir den zukünftigen Rentnern die mit Videospielen Groß geworden sind gar nicht zu vergleichen sein, die werden ein ganz anderes Verständnis dafür haben.

Graf Zahl
Graf Zahl
1 Jahr zuvor

Candycrush spielende hausfrauen in der Pause zwischen Geschirr spülen und Hemden bügeln werde ich niemals!!! als Gamer ansehen.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

„Die Anzahl der Gamer auf der Welt sei gestiegen“
Gespielt wird seit tausenden von Jahren, nur die Plattformen waren andere. Geschichte ist schonmal nicht sein Fachgebiet.

Kartoffelsack
Kartoffelsack
1 Jahr zuvor

Du meinst also, das im Mittelalter genauso viel gespielt wurde wie heute? Das bezweifel ich, selbst wenn man hier nicht den absoluten sondern den relativen Wert nimmt. Da hatten die Leute keine Zeit, sich so oft mit Spielereien zu befassen. Mal davon abgesehen, dass es wahrscheinlich eine offizielle Definiton von Gamern gibt, bei der ich immer noch sehr vorsichtig wäre, ob sie deine Argumentation überhaupt unterstützt

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Das die Leute früher weniger gespielt haben als heute,ist doch klar, heute wird weniger gearbeitet, was anderes würde ich auch nicht behaupten und hab ich auch nicht. Eine offizielle Definition für Gamer gibts nicht, aber auch wenn würde sich da keiner auf bestimmte Plattformen festlegen, wer weiss wie in 100 Jahren gespielt wird. Aber btw du solltest den mal googeln, dann weisst du evtl ungefähr wie seine Aussagen einzuordnen sind.

Felix Schaefer
Felix Schaefer
1 Jahr zuvor

Man Junge es geht um Videospiele. Mensch-Ärger-Dich-Nicht und Monopoly zählen hier schließlich auch nicht rein.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Es ging um Gaming. Welche Hardware dafür verwendet wird ändert sich eh dauernd. Brettspiele gibts zB sowohl online als offline, warum soll man da unterscheiden.

Civicus
Civicus
1 Jahr zuvor

Wenn wir die Candy crush mobile leute als Gamer anerkennen dann bitte auch die Familien die jeden Sonntag zusammen Mensch ärgere dich nicht spielen. Oder am besten auch die Kinder die verstecken „spielen“

Nyo
Nyo
1 Jahr zuvor

Tue mich auch sehr schwer dabei, Leute die in der Bahn Mal ne Runde Candy Crush spielen als Gamer zu bezeichnen. Die nennen sich zum Großteil auch selber nicht so.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Ich versteh die Diskussion. Das ist bei vielem so, dass die Gaming-Industrie den Begriff anders auslegt als die Spieler.

Bei MMO fällt in der Industrie alles drunter, was mit Online und Multiplayer kommt: Auch alle MOBAs sind dann MMOs.

Und für manche Gamern ist es eine mittlere Katastrophe, wenn du ein MOBA ein MMO nennst. smile Oder ein „Online-Action-RPG mit Koop“ usw.

Nyo
Nyo
1 Jahr zuvor

Ist wie mit Pop Musik, jeder versteht was anderes drunter xD

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Wie würdest du sie denn nennen? ^^

Nyo
Nyo
1 Jahr zuvor

Menschen

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

ok, nennen wir sie ab sofort Menschen, die Spiele spielen aber keine Spieler sind.

Nyo
Nyo
1 Jahr zuvor

Ich hab nie behauptet das sie keine Spieler sind, ich nenne sie lediglich nicht so. Ist schon ein Unterschied.

Ich kann nur für mich sprechen und wie ich bereits sagte nenne ich diese Personen nicht Gamer auch wenn sie faktisch welche sind.

Ich nenne Leute die ein paar mal die Woche Joggen gehen auch nicht Sportler obwohl sie es faktisch sind.

Ich geh auch alle 2 Wochen zum Gitarrenunterricht und trotzdem würde ich mich nicht Gitarrist nennen obwohl andere es vielleicht tun würden.

Ist halt Ansichtssache.

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Aber vielleicht Jogger? ^^ Du darfst sie nennen wie du möchtest. Ich wollte nur verstehen, welche Gedanken dahinter stehen.

Felix Schaefer
Felix Schaefer
1 Jahr zuvor

Es geht hier nunmal nur um Videospiele

huhu_2345
huhu_2345
1 Jahr zuvor

Als Core Gamer kann und werde ich den 6 Jährigen Hansli, der auf seinem IPhone XS Plus Kim Kardashian Hollywood spielt, nie als Gamer anerkennen.
Nicht mal den Titel “Casual Gamer“ hat so etwas verdient.

Shin Malphur
Shin Malphur
1 Jahr zuvor

Warum denn nicht? Der Begriff Gamer bezeichnet doch nichts besonders edles oder jemanden, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Als Gamer wird jeder bezeichnet, der Videospiele spielt, egal wie toll oder schlecht sie für jemand anderen sind.
Core Gamer sind dagegen etwas anderes. Das sind wiederum Menschen, die bereit sind ein gewisses Budget für Hardware und Software bereit zu stellen und sich auch aktiv Zeit nehmen fürs Gaming, also nicht nur nebenher während man im Wartezimmer sitzt.
Bitte in Sachen Gaming nicht pseudo elitär werden und die Menschen die intensiver Videospiele konsumieren idealisieren.

huhu_2345
huhu_2345
1 Jahr zuvor

Mein Kommentar ist mit einem Augenzwinkern zu verstehen.
Im Grund ist es für mich völlig egal wer als Gamer gesehen wird und wer nicht.
Und auch die Bezeichnungen Casual, Core und Hardcore sind mir völlig egal.
Jeder soll so Spielen wie er will und spass daran haben.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Was du alles für Spiele kennst. wink
Ist aber wahrscheinlich auch nicht schlimmer als mit Barbie Puppen zu spielen.

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