Twitch-Streamerin Amouranth sagt: Sie fühlt sich schlecht, wenn sie sich selbst auf den erotischen Fotos sieht, die sie für die Fans veröffentlicht

Twitch-Streamerin Amouranth sagt: Sie fühlt sich schlecht, wenn sie sich selbst auf den erotischen Fotos sieht, die sie für die Fans veröffentlicht

Die 28-jährige US-Amerikanerin Katilyn Siragusa ist auf Twitch als Streamerin „Amouranth“ erfolgreich. Zu ihrem Geschäftsmodell gehört es, dass sie fortwährend Bilder von sich selbst auf Twitter und Instagram veröffentlicht, auf denen sie nur wenig Kleidung trägt. Wenn sie sich mit diesen Bildern vergleicht, ist ihr das selbst unangenehm, erklärt sie jetzt. Denn sie kann mit den eignen Fotos nicht mithalten, die seien „zu unrealistisch.“

Warnung: Es sind zwei Tweets im Artikel eingebettet, die Amouranth in „erotischen“ Posen zeigen.

Das ist das Geschäftsmodell „Amouranth“:

  • Die 28-Jährige streamt viel auf Twitch: Sie ist jeden Tag im Durchschnitt 10,8 Stunden auf Sendung. In den Streams macht sie etwa ASMR, knabbert an Mikrofonen, räkelt sich in Pools oder schreibt sich die Namen der Zuschauer auf den Körper
  • Parallel dazu veröffentlicht Amouranth auf Twitter und Instagram fortwährend Fotos von sich, in denen sie für das Publikum posiert, oft leicht bekleidet und mit koketten Sprüchen
  • Sowohl die kostenlosen Streams auf Twitch, als auch die Bilder sind Werbung für die Bezahlplattform „Onlyfans“, auf der zahlende Kunden eine freizügigere Seite von Amouranth sehen. Die Streamerin verweist in den Bildern auf diese Kanäle: „Schaut euch mein OnlyFans für harte Action an“, heißt es etwa, in einem Tweet vom 2. September.
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Solche Bilder veröffentlicht Amouranth täglich.

Twitch ist nur ein Baustein im Geschäftsmodell „Amouranth“

Wie viel verdient sie mit diesem Modell? In einem Interview mit der US-Seite Kotaku erklärt die Twitch-Streamerin (via kotaku), in einem durchschnittlichen Monat verdient sie etwa:

  • 1.5 Millionen $ von OnlyFans
  • 100.000 $ von Patreon
  • 100.000 $ von Fansly

Die beträchtlichen Einnahmen über die kostenpflichtigen Subscriptions auf Twitch zählt sie erst gar nicht auf. Laut eines Leaks war die Twitch-Streamerin aber die Top-Verdienerin der Plattform, als die Zahlen im Oktober 2021 an die Öffentlichkeit gelangten.

Amouranth kann meisterhaft an der Grenze balancieren, was auf Twitch erlaubt und was verboten ist. Aber manchmal fällt auch sie vom Seil:

Streamerin sagt: Sie vergleicht sich oft mit ihren Fotos, fühlt sich dann am schlechtesten

Ist Amouranth echt oder eine Kunstfigur? Man weiß, dass hinter der Figur „Amouranth“, die sich so gerne ihren Zuschauern zeigt, eine Geschäftsfrau steht, der es darum geht, möglichst viel Geld zu verdienen, um ein Tierheim zu eröffnen. Daher investiert sie in Konzerne wie Activision Blizzard oder kauft Tankstellen. Etwas, das augenscheinlich gar nicht zu all dem Posieren und Räkeln passt.

Im Interview mit Kotaku wird die Streamerin gefragt, ob sie eine Kunstfigur sei.

Siragusa aber sagt, sie sei ja täglich 12 Stunden als Amouranth auf Sendung bei Twitch. Wenn Amouranth eine Kunstfigur, eine Persona, wäre, dann hieße es ja, sie sei öfter diese Person als sie selbst. Das sieht Kaitlyn Siragusa nicht so:

Ich wäre öfter meine Kunstfigur als ich selbst. Ich glaube nicht, dass ich wirklich so viel eine Figur spiele.

Aber die Figur Amouranth überschattet den Menschen Kaitlyn doch in manchen Situationen:

Ich vergleiche mich selbst oft mit meinen Fotos. Das ist der Moment, wo ich mich am schlechtesten fühle. So wie: Bäh. Auf diesem Foto springen meine Bauchmuskeln richtig raus und jetzt habe ich grade meine Tage. Ja, das nimmt mich mit. Aber ich atme tief durch und erinnere mich daran: Das ist nur ein Bild. Das ist nicht realistisch.

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Wenn sich Amouranth mit solchen Fotos von sich selbst vergleicht, fühlt sie sich unwohl, sagt sie.

Twitch-Streamerin will eigentlich hart feiern, aber ist ein sparsamer Workaholic, der kaum schläft

Was für Probleme hat Amouranth gerade? Im Interview mit Kotaku wird deutlich, dass Amouranth sich selbst nicht an ihre Lebensphilosophie halten kann. Denn sie arbeitet 20 Stunden am Tag, um Geld zu machen, gibt es aber nicht aus. Die 4 Stunden, die vom Tag übrig bleiben, schläft sie.

Der Schlaf reiche ihr „um zu überleben, nicht um zu gedeihen“, wie sie sagt.

Luxus gönnt sie sich nicht. Sie hat den Lebensstil ihrer Eltern fortgesetzt, die mit einem kargen Gehalt auskommen mussten. Amouranth war das jüngste von Geschwistern und das einzige Mädchen in der Familie:

Meine Eltern haben 50.000 $ im Jahr gemacht, nachdem sie 20 Jahre in ihren Jobs gearbeitet haben. Und das war mit Beförderungen und mit Bonussen und mit der Erziehung von 3 Kindern. Ich bin ziemlich daran gewöhnt, sparsam zu leben, und meine Einstellung im Kopf ist immer noch ziemlich so.

Ich fühle mich von meinem Reichtum abgeschnitten – also, ich weiß, dass er da ist und ich weiß, wie viel Glück ich habe. Aber das einzig Ausgefallene, was ich mache, ist es, dass ich mir ständig was zu Essen bestelle. Ich fahre einen Jeep, das ist ein tolles Auto für einen Hund, ich kaufe mir nicht wirklich Designer-Kleidung oder so. Ich gehe nicht raus und feiere, ich habe keine schicken Luxusschlitten.

Bei 20 Stunden Arbeit am Tag ist sie ist zum Workaholic mutiert.

Im Interview sagt die Streamerin:

Die Lebenseinstellung, die ich haben möchte, ist eigentlich: Arbeite hart, feiere hat. Aber danach lebe ich nicht. Es ist zu lukrativ, um grade hart zu feiern.

Amouranth hat mittlerweile auch mit anderen negativen Facetten des Internet-Ruhms Bekanntschaft geschlossen. Sie hat einen Stalker,

Stalker verfolgt bekannte Twitch-Streamerin: „Wartete über einen Monat lang täglich im Starbucks“

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