The Division Story: Alles zu Aaron Keener – Der erste abtrünnige Agent

Im Laufe der Kampagne von The Division haben wir es mit einigen abtrünnigen Agenten der ersten Welle zu tun. Wieso sich diese von der Division abgewandt haben und was das alles mit Aaron Keener zu tun hat, fassen wir für Euch zusammen.

Zwar hat The Division keine besonders mitreißende oder emotionale Story-Kampagne, dennoch hat Massive in Kombination mit diversen Echos und Audio-Logs, verteilt in der Spielwelt, ein starkes Netz aus verschiedenen, interessanten Geschichten geschaffen.

Einer der interessantesten und wichtigsten dieser Handlungsstränge dreht sich um den abtrünnigen Erste-Welle-Agenten Aaron Keener. Wer das war und wieso er abtrünnig wurde, werden wir nun näher beleuchten.

Spoilerwarnung: Wer die Kampagne noch nicht abgeschlossen hat, sollte nicht weiter lesen, da Inhalte aus den letzten Missionen erläutert werden.

the division aaron keener

Die Hintergründe

Nach Ausbruch der Pandemie rief die US-Regierung den Notstand aus und aktivierte die Division. Die erste Welle wurde entsandt, um die lokalen Einsatzkräfte zu unterstützen und die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Unter ihnen war der Agent Aaron Keener – Rufzeichen: „Vanguard“.

Dieser sollte zu einem der wichtigsten Antagonisten für unsere Agenten werden.

Wer war Aaron Keener vor dem Ausbruch? Als Teil der ersten Welle war er ein gut ausgebildeter Soldat mit Abschluss am Militär-College von South Carolina. Später war er in Djibouti, Afrika, stationiert. In seiner Zeit an der Front war er weniger auf den Schlachtfeldern zu finden, viel mehr organisierte er die Operationsbasis vor Ort.

Schnell zeigte sich, dass Keener sowohl militärisch, als auch als Entscheidungsträger sehr talentiert war. Nach seiner Zeit beim Militär wurde er zum Spekulanten an der Wall Street. Stets davon überzeugt, in jeder Situation oben auf zu sein, war Keener schon damals anpassungsfähig und selbstbewusst.

Er galt als steiler Aufsteiger, der nie mit extremen Widerständen zu kämpfen hatte. Mit seiner sympathischen Art war er auch stets in der Lage, andere von seinem Standpunkt zu überzeugen.

Diese Charakter-Stärke, die militärische Erfahrung, seine Willensstärke und seine Intelligenz führten dazu, dass Keener als Prototyp für den idealen Division-Agenten charakterisiert wurde.

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Was passierte nach dem Ausbruch? Aaron Keener gehörte der ersten Welle an, die nach dem Ausbruch nach Manhattan entsandt wurde. Zu den Hauptzielen gehörte die Sicherung der Dark Zone. Die Bergung von kranken Zivilisten hatte dabei höchste Priorität.

Doch die CERA, eine Organisation, die bei Katastrophen tätig wird, und die JTF, ein Zusammenschluss aus Polizisten, Feuerwehrleuten und Freiwilligen, hatten längst die Kontrolle verloren.

Sie befahlen den Rückzug aus der Dark Zone. Die Division war gezwungen, teures Equipment, Kameraden und Zivilisten zurückzulassen. Außerdem verlor man jede Hoffnung, die Dark Zone wieder unter Kontrolle zu bringen.

Dies war ein Schlüsselmoment für Keener, der seine Perspektive ändern sollte. In dieser Zeit muss irgendein Ereignis seine Ansichten stark erschüttert haben. Er entschied sich, abtrünnig zu werden.

Bloße Macht und Einfluss sind von nun an sein einziges Bestreben – ungeachtet der Kosten. Gesetze und das Leben anderer Menschen spielen für ihn keine Rolle mehr. Audio-Logs vom West Side Pier deuten außerdem an, dass er mit seinem Machthunger auch sadistische Züge entwickelt haben könnte.

Was war mit den restlichen Division-Agenten? Aaron Keener versammelte die Verbliebenen der ersten Welle und überzeugte sie von seiner Sache. Denjenigen, die sich ihm nicht anschlossen, drohte er mit dem Tod. Die Agenten, die fliehen konnten, wurden gnadenlos gejagt.

Das führte zur Aktivierung der zweiten Welle und somit zur Entsendung unserer Agenten.

Die Rolle des Last Man Battalion

Keener traf auf Lieutenant Colonel Charles Bliss, den Gründer des „LMB“ – einer privaten Söldnertruppe mit militärischem Arsenal. Diese Söldner wurden zuvor von der Wall Street angeheuert, um deren Räumlichkeiten zu schützen.

Als das LMB jedoch in der Quarantänezone eingeschlossen wurde, verfolgte die Firma ein eigenes Ziel: Die Herrschaft über New York. Dies lies sich mit den Zielen von Keener in Einklang bringen. Er sah im LMB ein Werkzeug zur Kontrolle, das ihm die Arbeit abnahm.

Bliss‘ Interesse galt dem Shade-Tech, das sich im Besitz von Keener befindet. Die Technologie sollte ihm einen Vorteil gegenüber den restlichen Fraktionen von New York verschaffen. Beide sind ebenfalls für das Attentat auf den Helikopter der zweiten Welle, zu Beginn des Spiels, verantwortlich.

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Was hatte Keener mit dem „Grünen Gift“ zu tun?

Neben seinen Aktivitäten mit dem LMB forschte Keener nach der Ursache für die Pandemie und entführte den Biowissenschaftler Dr. Vitaly Tchernenko. Die darauf folgende Befreiungsaktion durch die Division schlug fehl, Tchernenko wurde in das UN-Hauptquartier verlagert. Den Angriff auf das UN-Hauptquartier durch die JTF und Division sollte das Ende von Colonel Bliss bedeuten.

Keener erkannte frühzeitig, dass das LMB am Ende war und wendete sich gegen Bliss. Er floh mit den verbleibenden Rogue-Agents. Später fand er Amhersts Wohnung, zusammen mit seiner Leiche. Amherst gilt als Ursache der Pandemie und führte diese bewusst herbei.

Mit den verbliebenden Daten über das Grüne Gift im Gepäck, hinterließ Keener noch eine Nachricht für die Division. Die US-Regierung sucht fieberhaft nach ihm, im Raum steht eine Anklage wegen Terrorismus. Was Keener nun mit den Daten über das Virus vor hat, weiß nur er selbst.

Welche Pläne verfolgt der Abtrünnige?

Dass er noch am Leben ist, dürfte spätestens nach den neuen Audio-Logs am West Side Pier klar sein. In diesen schildert er, dass er auf den Piers noch einige Dinge suchen musste, nun aber endgültig nichts Nützliches mehr in New York für ihn zu finden sei.

Zusätzlich behauptet er, auf und davon zu sein, um seine eigenen Pläne zu verfolgen, die nicht nur mit den USA, sondern mit der ganzen Welt zu tun hätten. 

In seiner letzten Nachricht versuchte er außerdem nochmals, Division-Agenten auf seine Seite zu ziehen. Die Zusammenarbeit mit der JTF und der US-Regierung sei Zeitverschwendung. Man solle jedoch nicht nach ihm suchen, man würde ihn sowieso nicht finden. Er kehre zurück – zur richtigen Zeit.

In diesem YouTube-Video von Masterminds HD findet ihr eine Zusammenfassung zu Aaron Keener.

Außerdem findet ihr ausführlichere Informationen auf dieser Division-Wiki-Seite.

Was Keener so interessant macht

Die Art, wie Massive den Abtrünnigen inszeniert, der ja eigentlich den Hauptantagonisten der Division darstellt, ist sehr unkonventionell. Man bekommt ihn im Spielverlauf nicht ein einziges Mal zu Gesicht. Immer sind das LMB, andere abtrünnige Agenten oder andere Fraktionen im Weg.

Er ist wie ein Phantom, das ein Katz-und-Maus-Spiel inszeniert und dabei noch Spaß zu haben scheint. Die Unklarheit über seine Motive trägt dazu bei.

Aaron Keener in The Division 2?

Ob Aaron in der Zukunft eine Rolle spielen wird, ist zwar nicht bekannt, jedoch naheliegend. Erst mit dem großen Update 1.8 wurden weitere Audio-Logs von ihm platziert. Würde Massive diese Geschichte nicht weiter erzählen wollen, hätte man sich das wohl gespart.

Es gibt viel Spielraum, Keener als Antagonisten für eine Fortsetzung einzubringen. Schließlich befinden sich die Daten über das Virus in seinem Besitz. Möglicherweise plant er eine Ausbreitung des grünen Gifts in anderen Städten der Welt. Zumindest deuten seine Aussagen das an.

Ein intelligenter, machthungriger und sehr gut ausgebildeter Agent in Besitz eines tödlichen Virus, dass ganze Städte in kürzester Zeit befallen kann? Eine beängstigende Vorstellung.

Spannend wäre es allemal, da nahezu jede größere Stadt auf der Welt als Setting für The Division 2 herhalten könnte.

Was haltet Ihr von Keeners Geschichte? Sollte er in The Division 2 der Antagonist sein?


The Division 2 kommt schon Anfang 2019, will mehr Content zum Release bieten
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Kaschube
Kaschube
1 Jahr zuvor

Wurden bestimmte Fakten bzgl. Ausbruch der Seuche im Zusammenhand mit Aaron Keener absichtlich raus gelassen?

tuniSN
tuniSN
1 Jahr zuvor

Ich bin Aaron Keener.. weiss aber noch niemand

Christian Abate
Christian Abate
1 Jahr zuvor

Hey Leute, ich bin recht neu in The Division und suche einen aktiven Clan/Mitspieler. Kann mir da jemand weiterhelfen?

saeimaen
saeimaen
1 Jahr zuvor

versuchs mal hier: https://discordapp.com/invi

Jadda
Jadda
1 Jahr zuvor

Schöne, informative Zusammenfassung – danke Tarek wink

saeimaen
saeimaen
1 Jahr zuvor

Cooler Bericht Tarek smile Mir war nicht mehr alles so präsent, jetzt hast du die Story wieder ein bisschen näher gebracht! Top smile

JimmeyDean
JimmeyDean
1 Jahr zuvor

Schöner Artikel!Klar liefert Division keine Story-Achterbahn wie TloU oder nimmt sich Zeit für die Charaktere wie GoW……aber ich finde immernoch (während der Kampagne) die Immersion in die Spielwelt unübertroffen. Das hohe Maß an Liebe zum Detail und Kreativität im Weltdesign, die interessante und glaubwürdige Backroundstory, die gesellschaftlichen Fragen und Entwicklungen, der ständige Konflikt zwischen Moral und Zweckmäßigkeit, zwischen Überleben und Macht, zwischen guten Intentionen und schlechten Taten. Natürlich bekommt man das eigentlich spannende nicht mit der Schaufel ins Gesicht (durch inflationäre Cutscenes oder stereotype Charaktere) aber wer sich auf die gebotene Welt einlässt, das gebotene Szenario nicht nur konsumiert sondern… Weiterlesen »

Tarek Zehrer
Tarek Zehrer
1 Jahr zuvor

Unterschreibe ich alles. Ich bezog mich auf die Kampagne – unabhängig von der Spielwelt. smile
Da ging es mir schon primär um die Darstellung der Charaktere. Keener ist für mich eine Ausnahme, sonst haben mich die Personen eigentlich wenig interessiert, weil nichts da war, was man irgendwie von ihnen wirklich mitbekommen hat.

Dass da im Hintergrund mehr steckt, ist klar. Leider hapert es bei der Darstellung.

JimmeyDean
JimmeyDean
1 Jahr zuvor

Das stimmt schon…man hat zwar mit Ferro, Barrett und Bliss noch ein paar weitere interessante Charaktere mit jeweils eigener Motivation und Rechtfertigung, aber deren Geschichte ist im Grunde ja jeweils schon erzählt beim Einstieg ins Spiel. Während der Kampagne beschränkt es sich dann auf deren Tötung….wodurch ich es für den Division-Film einen wunderbaren Ansatz fände in der Timeline früher einzusetzen und die Entstehung der Fraktionen zu beleuchten. Wenn man einen Ferro mit dem Verlust seiner Frau charakterisiert, eine Barrett durch das harte Knastleben und der Unterdrückung hinter Gittern vielschichtig zeichnet, einem Bliss das Chaos vorsetzt was er versucht zu ordnen… Weiterlesen »

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

„Zwar hat The Division keine besonders mitreißende oder emotionale Story-Kampagne, dennoch hat Massive in Kombination mit diversen Echos und Audio-Logs, verteilt in der Spielwelt, ein starkes Netz aus verschiedenen, interessanten Geschichten geschaffen.“
Also Ich muss sagen das mich die Story und generell dieses Postapokalyptische direkt eingefangen hat damals. Allein das erste Mal durch die Massen an Leichen in der U-Bahn Leichenhalle zu gehen; oder das Echo wo ein Mann bei lebendigem Leib von den Cleaners verbrannt wird. Das hatte schon was.
Aber sonst gebe Ich dir recht, lieber Tarek, sonderlich fesselnd war die Story nicht smile

Prometheus
Prometheus
1 Jahr zuvor

Seh ich auch so. Schön wärs auch gewesen, wenn im Endgame die Story irgendwie weitergegangen wäre, z.B. durch spezielle wöchentliche oder monatliche Missionen, die mit der Handlung zu tun haben und wo man mit einem Clip belohnt wird. Mit Beginn des Endgame hatte man Story irgendwie hinter sich gelassen, das war schade.

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Waaaas!?!?! Du willst also sagen das dich diese tollen, hochprofessionellen Videoclips damals nicht motiviert haben?! ;D

CafeKoma
CafeKoma
1 Jahr zuvor

hatten wir da mit den ISAC Missionen nicht eine Zeitlang ein „bisschen Endgame Story“.
Ich fand die damals eigentlich ganz cool mit den passenden Yt-Videos dazu.

Prometheus
Prometheus
1 Jahr zuvor

Ja, da war was. Ist einfach so im Sande verlaufen, wenn ich mich recht erinnere.

Tarek Zehrer
Tarek Zehrer
1 Jahr zuvor

Mal was story-lastigeres. Wenn Ihr mehr davon wollt, lasst es mich wissen. smile

SVBgunslinger
SVBgunslinger
1 Jahr zuvor

Tarek makes Division on Mein MMO great again ^^

Tarek Zehrer
Tarek Zehrer
1 Jahr zuvor

Alles Andere ist Fake News. wink

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Noch viel bekloppter grin

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Bekloppt smile

vanillapaul
vanillapaul
1 Jahr zuvor

Gerne doch. Ich spiel es zwar schon lange nicht mehr, aber das Setting und die Atmosphäre die die ganzen Audiologs und Echos erschaffen haben waren schon sehr beklemmend.

Lukas Schmun
Lukas Schmun
1 Jahr zuvor

Hey Tarek
Erst einmal wow. Sowas story-lastigeres ist echt interessant.
Und Top, dass das kein Artikel über Fortnite wurde smile
Auf jeden Fall mehr davon
Destiny bietet sich da glaube ich auch Recht gut an.

Tarek Zehrer
Tarek Zehrer
1 Jahr zuvor

Hey Lukas, danke erstmal. Destiny 1 habe ich zwar ne Zeit lang gespielt, ist aber auch schon ewig her. Da würd ich mich nicht als Experten sehen. grin

Lozzy Lozz
Lozzy Lozz
1 Jahr zuvor

immer her damit! Mega interessant!

Chiefryddmz
Chiefryddmz
1 Jahr zuvor

Danke für den artikel, tarek! ????????
Also mir hats mega Laune gemacht zu lesen, stets mit einem grinsen im Gesicht durch Erinnerungen an die heftig derbe level/storyphase in Divison ????

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Ich fand den Artikel genial. Ich bin ein absoluter Lore/Story Fan. Verschlinge z.B. alles rund um WoW, aber nicht nur da.
Story ist mir in solchen Games sehr wichtig und ich liebe solche Zusammenfassungen. Denn egal wie man da hinter her ist..,. eine Zusammenfassung am Stück ist immer noch übersichtlicher als einzelne Häppchen. Irgendwas übersieht man selber immer mal smile

Sehr gerne mehr davon, egal ob zu TD oder anderen Games smile

Tarek Zehrer
Tarek Zehrer
1 Jahr zuvor

Danke! Hat mir auch sehr Spaß gemacht. Ich hab auch eine Affinität dafür, mich mit Lore auseinanderzusetzen. Die hat sich vor allem dank der Dark Souls-Reihe entwickelt. Die ist ja prädestiniert dafür, dass man sich alles selbst zusammenreimen muss.

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