Südkoreas neue Gaming-Gesetze: Boosting-Dienste sollen illegal werden

Keine Gnade für Betrüger. Wer Boosting-Dienste in Games anbietet, muss in den Knast – zumindest will es ein neues Gesetz in Südkorea so.

Südkorea macht gerade ziemlich ernst, wenn es um den Schutz von Videospielen und den damit verbundenen eSport geht. Nachdem man in den letzten Wochen bereits ein Gesetz beschlossen hatte, welches Hacks und Privatserver illegal macht, folgt nun der nächste Schritt.

Sollte der Game Industry Promotion Act in Kraft treten, dann wird in Südkorea nun auch das „Boosten“ illegal sein. Das umfasst alle Dienste, die gegen eine Geldgebühr den Account von jemandem spielen, um ihm einen Vorteil zu verschaffen.

Overwatch Tracer Screenshot Huge

Ein Beispiel wäre ein Leveling-Dienste für World of Warcraft, die versprechen gegen eine bestimmte Summe einen neuen Charakter auf die Maximalstufe zu leveln.

Doch auch in Spielen wie Overwatch gibt es solche Boosting-Dienste, um den Käufern etwa ein höheres Skillrating zu bescheren, was am Ende der Saison für bessere Belohnungen sorgt.

Wer erwischt wird, der muss mit einer Strafe von bis zu zwei Jahren im Gefängnis rechnen oder aber bis zu 20.000$ auf den Tisch legen. Um die Strafe durch Leveling-Dienste wieder reinzubekommen, müssen schon viele Kunden sich an so einen Dienst wenden.

WoW Goblin Levelboost Rocket

Einer der Gesetzgeber, Lee Dong Sub, erklärte: „Um ein Beispiel zu nennen, warum Boosten so schlimm ist: Das ist als würde man eine Prüfung absolvieren, aber nicht du beantwortest die Fragen, sondern jemand, den du dafür bezahlt hast. Es gibt drei Krankheiten, welche die Spieleindustrie und den eSport plagen: Illegale Hacks, Illegale Privatserver und professionelle Booster.“

Was haltet Ihr vom Vorgehen Südkoreas? Würdet ihr solche Gesetze auch in Deutschland sehen wollen? Oder nutzt Ihr gar selbst Boosting-Dienste, weil Euch die Zeit zum Leveln zu schade ist?


Hacks und Privatserver sind in Südkorea ab Ende des Monats bereits illegal!

Quelle(n): pvplive.net
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Zyrano

Es gibt bei unseren Aktuellen Ausweisen eine solche Funktion. Es gibt einen Service um die Ausweis ID auf verschiedene Ebenen prüfen zu lassen. Aktuell ist das noch nicht öffentlich verfügbar aber es wäre Ideal zu dieser Verwendung. ID + Geb. Datum eintragen und als Antwort kommt nur eine „True“ oder „False“ je nachdem ob es diese Kombi gibt oder nicht. das müsste dann z.B. Steam in einer extra Datenbank mit deinem Steam Account verknüpfen und in dieser wird dann auch eingetragen wenn die Person auffällig geworden ist. Tada viele der Hacker Probleme usw wären gelöst! 😉

Zyrano

Jo genau sowas wird halt passieren aber damit würden sich das Problem auf dauer von selbst lösen… nach dem Opa kommt Mutti, Vater vllt. ne Schwester usw usw und irgendwann ist ende… dann kann er sich halt das Game nicht wieder auf einen neuen Account aktivieren und muss mit dem alten wenn er nicht vollständig gebannt ist halt auf Servern spielen wo die Anti-Cheat Software deaktiviert wurde. Aber alle die Fair spielen könnten sich auf gesicherte Server zurückziehen und hätten Ihre ruhe! Mich würde es so freuen wenn sie das oder ein Ähnlich effektives System etablieren… ich denke das man anders nicht gegen Cheater ankommen wird… wenn eine Lücke geschlossen wird kommen die Cheats mit einer neuen wieder zurück… das wird so nie ein Ende nehmen!

Keragi

Wenn sich das denken der Koreaner wandelt was Vorteile angeht produzieren sie in Zukunft villeicht auch mehr b2p ganes als f2p?

blackst0rm

Genau das wird in Südkorea gemacht. Um einen Account anzulegen braucht es dort eine KSSN(Südkoreanische Sozialversicherungsnummer)

Myri

Die hätten in Deutschland aber keine Spieler, keine Firma bekommt meine Daten.

Insane Crane

Das größte Heiligtum des 21. Jahrhunderts “ die persönlichen Daten“.

Myri

Ich halte das für mehr oder weniger frei erfunden. Wird dann anderen Menschen Auto waschen und Haare schneiden auch verboten, muss das jeder selbst machen?

Solche Gesetze zum Schutz einzelner Firmen kann es hier nicht geben, das wäre verfassungswidrig.

Zyrano

Das sind schwachsinnige vergleiche… wenn schon eher Hacks == Trojaner oder die Booster == Sportler die dopen. Beides Sachen die hier auch mehr oder weniger bestraft werden! Privat Server hab ich mit Absicht weg gelassen weil ich finde das ist ein zweischneidiges Schwert! Aber ich bin auch der Meinung das Hack User oder Ersteller bestraft werden sollten. Es geht sich da nicht um das schützen einzelner Firmen es geht sich da eher darum das im normalen Spieler Bereich anderen der Spass genommen wird und im Esport klar unfaire vorteile enstehen… es würde auch niemand gut finden wenn in der Formel 1 jemand gewinnt ohne sich an die Regeln zu halten oder im Fußball Leute die andere Spieler während des Spiels mit Nadeln stechen nicht bestraft werden!!
Mit dem boosten ist das so eine Sache… ich finde man nimmt sich ja eher selbst den spass… wenn es aber darum geht z.B. in Overwatch am ende bessere Belohnungen zu bekommen ist das wieder was anderes weil da ja wieder jemand anderes geschädigt wird.

Unterm strich bin ich aber auch der Meinung das irgendwas besseres gemacht werden muss besonders gegen die Hacker! Vllt. sowas wie @ExcidiumX schon meinte mit „Digitale Identität geknüpft mit der realen!“ sowas wäre sogar relativ einfach um zu setzen ohne wirklich relevante Daten preis zu geben! Z.B. bei Spielen ab 16 Jahren oder höher wird bei der Aktivierung die Ausweiß Nummer gebraucht. Diese wird über einen Service Online geprüft auf Validität und dem Alter… wenn diese Person nun beim Cheaten erwischt wird wird diese Ausweiß ID als Cheater markiert. Beim nächsten aktivieren eines Spiels bekommt er eine Fehlermeldung… somit wären die unendlichen neu Accounts bei den Hackern stark limitiert und spätestens wenn dieser seine ganze Familie durch hat ist ende! Somit würde das Cheater Problem sich von selbst erledigen auf dauer… aber das sowas nicht mal in betracht gezogen wird zeigt ja wie verlogen das alles ist… die Spiele Entwickler verdienen ja an den Cheatern ne Menge Geld. Mich würde es nicht wundern wenn rauskommen würde das hinter den Cheats teilweise die Entwickler selbst stecken! Und ich meine nicht so alberne Cheatcodes!!

Roman ende 😉

Myri

Mangelhafte juristische Kenntnisse wirst Du nicht mit Beleidigungen ausgleichen können.

Hack, Trojaner > Straftat

Doping > Sperre durch Sportverbände

Booster > Sperre durch Spielebetreiber, der kennt aber nicht einmal Deinen Namen, kann maximal einen Account sperren

Zyrano

wo hab ich jemanden beleidigt? Ich denke wenn ich dies getan hätte wäre mein Beitrag gesperrt worden! -.-

Ich finde es aber gut das du selbst siehst das es unterschiedliche dinge sind! Genauso wie „Wird dann anderen Menschen Auto waschen und Haare schneiden auch verboten, muss das jeder selbst machen?“ 😉

Boosten ist wie ich schon sagte halt wirklich so eine Sache für sich… solange andere nicht zu schaden kommen ist mir das egal aber sobald andere dabei zu schaden kommen weil sie dadurch einen schlechteren Platz erreichen und die Belohnung schlechter ausfällt ist das halt unfair… genauso wie Hacks/Cheats!

Gerd Schuhmann

Die Politiker sagen ja, es ist so, als lässt du wen anders deine Prüfung schreiben.

So kann man das schon sehen. Die nehmen das Gaming halt wesentlich ernster als wir, denke ich.

Dafür

Interessant, dann müssen die ja auch die Blizzard Mitarbeiter mit ihrer 50€ Levelboost Cheaterei und ihrem Goldselling in den Knast werfen. Die betreiben das ja sogar hochprofessionell und global.

Insane Crane

Nein, weil das Angebote sind die direkt vom Entwickler kommen und nicht von irgendwelchen Drittanbietern.

Dafür

Glaubst du ernsthaft doping wird dadurch weniger unmoralisch wenn die FIFA den Fußballspielern selbst die Anabolika verkauft ?

Insane Crane

Nur das das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Das sind wieder die klassischen Äpfel und Birnen.

Dafür

Die Analogie ist absolut gegeben, nur das sich jeder der diesen „Service“ mag halt so zurechtbiegt wie er möchte. Blizzard z.B.

In meinen Augen ist das 1:1 das gleiche als wenn das jemand anders anbietet. Von wem Vorteile gegen Geld angeboten werden ist komplett irrelevant.

Nur das man vom Betreiber eher erwarten würde das der das unterbindet, statt noch selbst dabei mitzumachen.

Insane

Wenn ich es richtig verstehe, ist aber nicht der Consumer betroffen sondern ausschließlich der Service Provider, richtig?

Haui

Im Prinzip gehts immer nur ums Geld. Da will man lieber die „Boost-Dienste“ im ingame Shop vertreiben, als billige „illigale“ Konkurenz im Rücken zu haben.

Zitat: „Es gibt drei Krankheiten, welche die Spieleindustrie und den eSport plagen:Illegale Hacks, Illegale Privatserver und professionelle Booster.““

Das ist immer eine Sache des Blickwinkels, für mich sind die drei -> Free2Pay, Pay2Win und DLC 😉

mellowD

Die spinnen doch die Südkoreaner. Geldstrafe OK, aber das man dafür in Knast muss finde ich zu hart.

Original Gast Chris

nö, richtig so.. sollte hier auch so sein 😀

mellowD

Mörder und Vergewaltiger gehören ins Gefängnis und nicht Gamer.

Original Gast Chris

das sind keine gamer, das sind betrüger und jeder der sich durch betrug vorteile verschafft gehört bestraft =)

Bodicore

Wenn das Rechstsystem erst bei Mördern und Vergewaltigern zugreift, gehe ich freiwillig ins Gefängnis, dann ist es mir draussen zu gefährlich.

Aber Spass beiseite…

Es gibt verschiedene Strafmasse..

Verbrechen über 3 Jahre Knast
Vergehen unter 3 Jahre Knast
Uebertretung: Sozialdienst oder Busse

Jetz frag dich mal, in welche Kategorie es gehört, wenn ich als Privatperson einer Firma einen Millionenschaden zufüge.

Es ist ja nicht nur so, das ein Boter andere Spieler bescheisst, er vertreibt in erster Linie die Kunden der Firma, die Sponsoren und nicht zuletzt dich, weil du ein Spiel gekauft hast, das jetzt quasi unspielbar ist.

Myri

Der botter hat das selbe Recht seine Dienste anzubieten wie der Spielebetreiber.

Ein Gesetz, das den botter zugunsten der Spielefirma ruiniert ist hier völlig undenkbar und ich glaube auch nicht daran, dass das in Korea möglich sein soll.

Gerd Schuhmann

Das ist halt die Frage, ob er das Recht hat, seine Dienste anzubieten.

Darüber streiten sich ja Blizzard und Bossland seit einigen Jahren. Das ist nicht so ganz klar.

Myri

Gewonnen hat Blizzard nur bei Urheberrechtsverletzungen, das hat nichts mit den angebotenen Diensten zu tun. Goldselling, botting, boosting ist in Deutschland alles zweifelsfrei legal.

Mich nerven botter ja auch, aber in unserem Wirtschaftssystem muss man sie ertragen, alles andere ist mit einem Rechtsstaat unvereinbar.

Seal

Sehe ich ähnlich. Ich habe als Auto-Tuner ja auch die Möglichkeit an einem neuen Benz rumzuschrauben und diese Dienstleistung in Rechnung zu stellen, ohne das Herr Mercedes mich morgen abmahnt.

Bei analogen Waren kräht heute kein Hahn mehr danach, abgesehen vom Garantieverlust. Bei digitalen Waren solll es jetzt Gefängnisstrafen geben?

Gerd Schuhmann

Das sind ja keine Gamer – das sind Firmen, die mit Games Geld verdienen, denke ich.

Also „Power-Leveling“-Service, „Boosting“ gegen Geld – das ist ja nicht „das, was Gamer halt so machen.“ Das ist eine Industrie.

Nordsee

Den Sinn des Boosting verstehe ich nur teilweise. Diablo oder WoW (ohne es selbst gespielt zu haben) klar, Charakter hochleveln, Gold und Loot, welches man nicht kaufen kann.
In Overwatch oder HotS ein besseres Skillrating bekommen? Ja, man bekommt einiges an Loot (was man sich größtenteils selbst kaufen kann) aber dafür spielt man danach in Gruppen, in denen man untergeht. Was macht das für einen Sinn?

Schlachtenhorn

Ein Beispiel anhand von League of Legends:
Wenn du am Ende einer Season einen bestimmten Bereich im Ranking einnimmst, dann bekommst du einen seltenen Skin den du danach nicht mehr erhalten kannst (auch nicht durch Kaufen, diese kann man nicht Kaufen).
Danach ist es egal ob man dann wieder fällt.
Du hast aber durch das Boosten etwas in Anspruch genommen was du nicht hättest verdienen dürfen.

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