In Korea werden Hacks und Privatserver bald illegal – Bis zu 5 Jahre Haft

Südkorea macht ernst mit Hackern. Ein neues Gesetz stellt das Entwickeln und Vertreiben von Hacks für Videospiele unter Strafe. Auch Privatserver sind Ziel der neuen Regelung. Das Thema ist gerade bei WoW und Overwatch auch hierzulande aktuell.

Die US-Seite Kotaku berichtet von einem südkoreanischen Gesetz gegen Videospiel-Hacks. Das wurde im Dezember verabschiedet und tritt am 21. Juni 2017 in Kraft, also in weniger als zwei Wochen.

Das Gesetz zielt auf „Spiele-Hacks“, deren Entwicklung und deren Vertrieb. Außerdem wird es auch illegal, sogenannte Privatserver zu erstellen und zu betreiben. Man weiß aktuell noch nicht, ob sich das Gesetz auch gegen Mods richtet.

overwatch-sombra-anime
Die müsste auf jeden Fall mal in den Knast.

Wer schuldig gesprochen wird, den erwartet eine Strafe, die etwa 4500 Euro entspricht oder bis zu 5 Jahre Haft im Gefängnis.

Laut Kotaku ist es noch nicht ganz klar, wie sich das Gesetz auf die Nutzer von Hacks und Privatservern auswirkt, aber es heißt, es sollten keine Handlungen begangen werden, die das Vertreiben des Spiels oder dessen Regeln stören.

In Deutschland und Europa sind Hacks und Privatserver eine Grauzone

Hacks und Privatserver sind weiß Gott keine Sache, die es nur in Südkorea gibt.

Hier in Europa prozessiert die Firma Blizzard etwa seit Jahren gegen den deutschen Bothersteller Bossland. Dessen Programme sind speziell auf die Spiele von Blizzard abgestimmt, liefern Bots oder Zielhilfe zu World of Warcraft oder Overwatch.

Overwatch Cheat Bossland

Der Kampf Blizzards gegen die Firma streckt sich seit Jahren hin, weil die Gesetzeslage so schwierig ist. Die juristische Auseinandersetzung geht durch viele Instanzen und findet sogar auf mehreren Kontinenten statt. Zuletzt sind Blizzard aber eine Reihe von Erfolgen vor Gericht gelungen. 

Der Kampf wird mit harten Bandagen geführt. Bossland glaubt, Blizzard will sie mit hohen Strafgeldern und Bannwellen in den Ruin treiben.

WoW Nostalrius Shutdown
Nostalrius, kurz vor dem Abschalten der Server.

Privatserver bringt man hierzulande vor allem mit Blizzard und World of Warcraft in Verbindung. Privatserver bewegen sich ebenfalls in einer Art Grauzone. Den populären WoW-Privatserver Nostalrius ließ Blizzard über Anwälte schließen. Seitdem versucht eine Community allerdings ähnliche Alternativen zu etablieren. Indem man die Server in bestimmte Länder auslagert, hofft man, dem Einfluss Blizzards auf die Privatserver zu entgehen.


Wir haben uns mit dem Thema Hacks und Privatserver schon häufiger beschäftigt:

WoW Classic-Server Elysium: Ein Sumpf voller Korruption und Drama?

Quelle(n): kotaku
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André Saxeus

Finde ich sehr gut ich hasse hacker cheater etc ^^

doc

…und was bringt das?
Auch wenn in Deutschland das Gesetz aus dem Boden gestampft werden sollte, dann siedelt sich das Entwicklerstudio in ein anderes Land um, z.B. Österreich oder Schweiz.
Es wird ja jediglich die Entwicklung und der Vertrieb von Hacks/Mods und der Betrieb von Privatservern unter Strafe gestellt.
Vielleicht Nordkoreas Chance um Südkorea zu ärgern, indem dort alles legalisiert und finanziell gefördert wird. Günstiger als Raketentests allemal und es betrifft auch mehr! 😀

Derio

Dann bräuchte Nordkorea nur noch eine Bevölkerung, die auch Computerspiele spielen darf…

Nirraven

Blizzard ließ die Server nicht über die Anwälte schließen, die haben einfach nen Brief an den Host geschickt und die Betreiber haben dann sofort abgestellt.
Rechtlich ist hier nichts geschehen und ich finde, dass macht einen großen Unterschied.

Denis Hock

Also Hacks finde ich ja in Ordnung jedoch bei Privaten Server kann ich das nicht verstehen. Klar einige 0815 Privat Server die dich mit ADS zu ballern oder nur auf Gewinn ausgelegt sind sperren. Doch Privat Server die etwas völlig neues Präsentieren und dort viel Herzblut reingesteckt wird aka Project Ascension sollten Supportet statt bestraft werden. Der Code wird ja nicht von den Entwicklern geraubt er wird sozusagen neu erstellt um die Funktionen in WoW nutzbar zu machen Trinitycore etc… Zwar wird alles von dem Standart WoW abgeguckt aber der Code wurde selber geschrieben von unzähligen Hobby Codern die Jahre damit verbracht haben um einen Server zu emulieren.

Derio

Ach, wenn also irgendwelche Honks, die in der Vergangenheit festhängen, gegen die AGB’s eines Entwicklers verstoßen und wiederrechtlich Server auf die Beine stellen, und damit Geld verdienen, obwohl sie das Game nichtmal selbst entwickelt haben, dann findest du das in Ordnung?

Ganz im Ernst, ich bin kein sonderlich großer Blizzard Fanboy, die haben weis Gott viel Bullshit veranstaltet, aber ich glaube wenn ich ein Entwickler wäre würde ich auch nicht wollen, das irgendwer meine Arbeit benutzt um sich zu bereichern.

Denn die Serverkosten decken sich sicher nicht von alleine, oder warum hat quasi jeder Privat Server Echtgeld Angebote? So eine Grauzone gehört schleunigst abgedeckt, auch wenn ich mich damit jetzt bei vielen unbeliebt mache.

N0ma

Zum Glück sind wir nicht in Korea

Nirraven

Ich finde man sollte, dann eben nur die bestrafen die auch nachweißlich Geld damit gemacht haben. Ist ja nicht bei jedem der Fall gewesen.

Derio

Alles dicht machen und gut ist. Nur leider wird es in Deutschland noch einige Zeit dauern, bis solche Gesetzte rechtskräftig werden, denn das Internet ist hier ja noch Neuland^^.

Zyrano

Sowas sollte hier auch kommen. Zu viele Spiele werden von Hacks ruiniert!

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