Suchtfaktoren – Wenn die Nacht zum Tag wird

Und wieder einmal begrüße ich euch ganz herzlich! Ich hoffe, dass ihr Weihnachten gut überstanden habt und man euch so manches MMO unter den Baum gelegt hat – oder zumindest einen Gutschein, mit dem man sich den gewünschten Titel dann selber holt.

Für die meisten ist die direkte Nachweihnachtszeit die perfekte Zeitspanne, um sich die Nächte um die Ohren zu schlagen und voll und ganz der Gaming-Leidenschaft nachzugehen, manch einer kommt zu kaum etwas anderem.

Doch was sind das überhaupt für Faktoren, die dafür sorgen, dass alles andere nebensächlich wird und das Spiel einen Platz ganz oben in der Prioritätenliste einnimmt?

Welche Gründe gibt es, um bis zum Morgengrauen durch fantastische Welten zu streifen und den Folgetag im Bett zu verbringen? Genau darüber möchte ich heute reden!

Um das Wichtigste vorwegzunehmen: Es gibt nicht den einen, wichtigsten Grund. Viele Dinge spielen zusammen und bei jedem Spieler sind die Ausprägungen unterschiedlich, daher präsentiere ich hier meine persönlichen Ansichten:

1. Menschen

Mein größter Motivator sind immer meine Mitspieler. Ich habe in den Welten von World of Warcraft oder SW:TOR so viele nette Menschen kennengelernt, dass mein Hauptbestreben immer ist, auch weiterhin etwas mit diesen Personen unternehmen zu können und das dann auch zu tun.

Gemeinsam Spielen MMORPG - Guild Wars 2

Wenn ein Gildenkollege bis 5 Uhr morgens mit mir leveln möchte – bitte, ich bin dabei! Aber auch, wenn um diese Uhrzeit der letzte Freund ins Bett gegangen ist, sind meine Mitspieler immer noch ein Grund, denn damit ich auch morgen wieder mit ihnen Spaß haben werde, kann es ja nicht so verkehrt sein, noch das ein oder andere Elixier herzustellen, oder die ein oder andere Rüstung zu sammeln, denn ich will kein Klotz am Bein sein!

2. Die Geschichte

Ich würde niemals auf die Idee kommen, einen guten Film anzuhalten und an einem anderen Tag erst weiterzuschauen, das gleiche gilt bei mir ebenso für Bücher und Computerspiele.

Ich will wissen, wie die Geschichte weitergeht, ich will wissen, warum die Prinzessin sich jetzt mit dem dunklen Fürsten zusammengetan hat und ich will es, verdammt noch mal, jetzt sofort wissen!

lore-wow-mmorpg

Geschichten können auch in MMOs fesseln!

Wenn ich diese Fragen noch im Kopf hätte, wenn ich ins Bett gehe, dann könnte ich das mit dem Schlafen sowieso vergessen. Natürlich lässt sich dieser Grund nicht bei allen MMOs anwenden, denn gerade auf dem Maximallevel erlebt man nur noch selten spannende Geschichten.

Viel zu oft kann man nur noch „tägliche Missionen“ abschließen, die leider inhaltlich keinen Reiz bieten. Genau deswegen fällt es mir leichter, den PC vorzeitig herunterzufahren, wenn die „Levelphase“ bereits hinter mir liegt.

3. Der Charakter

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Den eigenen Charakter zu verbessern motivert!

Nur auf dem dritten Platz liegt das fortwährende Verbessern meines Charakters – was nicht heißen soll, dass es unwichtig für mich ist! Ich freue mich, wenn meine Cortyn endlich die 30.000 HP-Grenze geknackt, oder ihren ersten kritischen Treffer über 5.000 Schaden gelandet hat.

Das langsame Anwachsen der Attributspunkte hat mich sicher schon die ein oder andere Klausur gekostet, bei der ich hätte besser abschneiden können.

4. Erfolgserlebnisse

Unter Erfolgserlebnissen verbuche ich alles, was mich im Spiel irgendwie glücklich macht. Eigentlich ist diese Kategorie ein Gemisch, aus den drei vorherigen, denn was könnte schöner sein, als mit meinen Freunden einen großen Endboss zu besiegen, der genau das Rüstungsteil dabei hatte, welches ich brauche und danach auch noch mit einer Story-Sequenz beglückt zu werden? Nichts.

Achievement SWTOR

Bosse nach packenden Kämpfen zum ersten Mal zu besiegen ist immer schön…

Es sind genau diese Momente, für die ich dieses Hobby so liebe, wenn alle vorherigen Kriterien zusammenkommen und ich beim besten Willen nichts finde, was mir gerade nicht gefällt. Und exakt diese Momente sind es auch, die mich süchtig danach machen.

Es ist nicht nur das schicke Item, es ist nicht nur das Level-Up und es sind auch nicht nur meine Mitspieler. Die perfekte Mischung aus alledem zwingt mich förmlich dazu, weiterzuspielen und bloß nicht die Tastatur loszulassen. Und das gefällt mir.

Sehr ihr das anders? Was hält euch vor dem Monitor gefangen?

Lasst es mich in den Kommentaren wissen und ansonsten: Bis zum nächsten Mal, wenn ich über das Thema „Sucht oder nur ein zeitintensives Hobby?“ schreibe!

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