Der „neue“ Spider-Man bricht alle Regeln des Marvel-Helden, zeigt ihn von seiner schlimmsten Seite

Der „neue“ Spider-Man bricht alle Regeln des Marvel-Helden, zeigt ihn von seiner schlimmsten Seite

Bald können sich Fans auf eine neue Serie zu Spider-Man freuen, doch die Variante des Helden ist nicht so heroisch, wie man es von Peter Parker aus Marvel-Filmen kennt. Dieser Spider-Man ist ein versoffener Typ, der Schurken deutlich brutaler angeht.

Auf Prime Video erscheint am 27. Mai 2026 eine neue Superhelden-Serie. Mit Spider-Noir wird die Geschichte einer alternativen Variante des Spinnenhelden gezeigt. Man konnte ihn bereits in den 2 Spiderverse-Animationsfilmen sehen, doch zum ersten Mal wird er in einer Live-Action-Serie verkörpert.

Gespielt wird er von Nicolas Cage. Der erste Trailer zeigt bereits: Der ist ganz anders als Peter Parker. Er ist brutal, betrinkt sich gerne mal und ist weniger ein heroischer Superheld, mehr ein Anti-Held. Schaut man sich seine Hintergrundgeschichte aus den Comics an, ist das aber kein Wunder.

Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen:

Wie immer muss auch hier Onkel Ben sterben

Wer ist Spider-Man Noir? Im Comic Spider-Man Noir Nr. 1 wurde die neue Variante des Krabblers zum ersten Mal vorgestellt. Im Comic ist er der Mensch Peter B. Parker von Erde-90214. Der große Unterschied zur bekannten Ära ist, dass die Superhelden (und -schurken) hier in den 1920er- und 1930er-Jahren agieren.

Wie in fast jeder Version des Heldens starb auch hier Onkel Ben. Sein Tod wurde von Norman Osborn initiiert, der hier als Zirkusattraktion Goblin zum Verbrecherboss aufgestiegen ist. Eines Tages traf Peter auf Verbrecher, die Antiquitäten stahlen, nachdem er einen Tipp bekommen hatte, der eigentlich nicht für ihn bestimmt war.

Eine davon war eine Spinnen-Götze, die zerbrach und mehrere Spinnen freiließ. Eine davon biss Peter und den Rest kennt ihr ja: Er erhielt Fähigkeiten und wurde zum Helden. Sein Kostüm basiert auf einer Uniform aus dem 1. Weltkrieg seines Onkels.

Bis hierhin klingt alles nach der klassischen Spider-Man-Geschichte, nur in einer anderen Zeit. Doch das Noir-Universum ist ein deutlich dunklerer Ort. Inspiriert vom Genre Film noir agiert Spider-Man Noir in einer hoffnungsloseren Welt. Klassische Helden gibt es nicht und alle agieren in Grauzonen. Das Genre war vor allem in den 1950er-Jahren präsent und zeichnete Figuren, die mit ihren Traumata nicht umgehen konnten.

So ist dieser Spider-Man auch nicht der freundliche Nachbar, der sich an heroische Regeln hält. Er agiert aus den Schatten heraus, trinkt gerne (sieht man etwa im Trailer), greift seine Gegner brutal an und schreckt auch nicht davor zurück, zu töten. So tötete er etwa den Geier, der hier ein Kannibale war, wurde dafür aber auch von seiner Tante kritisiert.

Spider-Man Noir kämpft also in den Comics mit seiner eigenen Moral in einer Welt, in der es augenscheinlich nur Korruption, Tod und Pessimismus gibt.

Die neue Version hat einen anderen Namen

Ist der Spider-Man aus der neuen Serie auch Peter Parker? Wer genau aufpasst, bemerkt: Die Figur von Nicolas Cage wird Ben Reilly genannt, nicht Peter Parker. Ben Reilly ist im bekannten Universum ein Klon von Spider-Man. Das wird er in der neuen Serie wohl nicht sein, aber Showrunner Oren Uziel erklärt im Interview mit Esquire, warum man den Namen in Ben Reilly änderte:

Peter Parker fühlt sich sehr wie ein typischer Highschool-Schüler. Jungenhaft. Auf dem Weg nach oben. […] Dieser Charakter unterscheidet sich sehr von dem Peter Parker aus den Filmen. Er ist älter und abgestumpft und scheut sich nicht, einem Typen betrunken ins Gesicht zu schlagen.

Der neue Spider-Noir ist älter und laut Uziel schon deutlicher von der Vergangenheit gezeichnet. Der Trailer deutet auch darauf hin, dass er seine Fähigkeiten nicht von einer Art Götze bekommt. Man sieht Clips aus möglichen Experimenten. Wie es scheint, machen die Fähigkeiten ihn aber auch impulsiver und wahnsinniger. Deswegen wohl auch Spider-Noir und nicht Spider-Man Noir.

Damit erinnert er an Figuren wie Max Payne, die, geplagt von ihrer eigenen Vergangenheit, versuchen, ihre Probleme in Gewalt oder Alkohol zu versinken.

Die neue Serie scheint also eine lose Adaption der Comics zu werden. Am 27. Mai soll die Serie auf Amazon Prime Video erscheinen. Bis dahin solltet ihr euch die neueste Serie von Marvel anschauen: Ich hab die neue Serie von Marvel an einem einzigen Tag durchgeschaut, während ich krank im Bett lag, aber sagt es nicht meiner Chefin

Quelle(n): comicbook.com, Polygon, Marvel Database, Titelbildquelle: Sony Pictures Entertainment auf YouTube
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Sphirox

Könnte das interessanteste sein, was Marvel seit Jahren hervor gebracht hat.
Kann mir dafür vorstellen, irgendwann den Probe-Monat bei Amazon zu nutzen und diese dort auf SW zu sehen.
Die Reaktion von Yves wird bestimmt auch spaßig. Er scheint sich dort schon wie Weihnachten drauf zu freuen.

Elfenkind

Was für ein Schwachsinn. Das braucht die Welt, jetzt noch Anti-Helden, die sich besaufen und die ärgsten Drecksäcke sind. Aber Danke für den Hinweis, wieder eine Serie die ich mit Sicherheit nicht schauen werde.

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