CoD Profi sagt: Activision Blizzard bestraft ihn, weil er fremdes Spiel auf Twitch zeigte

Es gibt Kritik an Activision Blizzard. Der Profi-Spieler und Streamer Scump sagt, er sei dafür bestraft worden, auf seinem Kanal nicht Call of Duty, sondern ein Mobile-Spiel zu zeigen. Streamer, die Call of Duty professionell in der Liga spielen wollen, müssen angeblich Verträge abschließen, bei der sie die Kontrolle über ihren Twitch-Kanal aufgeben. Auch über Overwatch kursieren solche Vorwürfe.

Das ist Scump und das macht ihn so besonders: Seth „Scump“ Abner ist einer der bekanntesten Profis in Call of Duty und ein großer Twitch-Streamer. Wenn der das neue Call of Duty: Black Ops Cold War spielt, schauen dem Profi im Schnitt zwischen 18.000 und 20.000 Leute zu.

Scump kann nicht nur in Call of Duty glänzen, sondern hat einen hohen Unterhaltungswert. Beides sah man bei einem Schaukampf, als Scump den Twitch-Star TimTheTatman so oft killte, dass der schrie und jammerte.

Es ist relativ selten, dass ein Profi-Spieler gleichzeitig ein beliebter Twitch-Streamer ist, aber in einigen seltenen Fällen, wie bei Scump, kommt das vor. Und es führt offenbar zu Problemen.

Scump bekommt Strafe, weil er „fremd streamte“

Das ist der Ärger: Scump hat sich jetzt beschwert, er hätte Ärger mit der Call of Duty-Liga bekommen, die von Activision Blizzard betrieben wird.

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Scump sagt, er wurde mit einer Geldstrafe belegt, und findet das unfair.

Während die Liga eine Pause einlegte, habe er das Mobile-Spiel „Raid Shadow Legends“ auf seinem Kanal gezeigt und das in einem Sponsored Stream getan. Raid: Shadow Legends ist ein Spiel, das viel Werbung auf Twitch kauft – man munkelt sogar, die hätten dem WoW-Streamer Amsongold über 300.000 $ geboten, das Spiel zu zeigen.

Scump sagt, er habe Ärger mit der Call-of-Duty-Liga bekommen, weil er das Mobile-Spiel zeigte. Er habe eine Strafe zahlen müssen.

Das könne er nicht nachvollziehen: Das sei immerhin sein Twitch-Kanal und mit dem müsse er machen dürfen, was er wolle.

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Scump sagt weiter: Die Liga habe die Spieler bei einem Treffen kurzfristig Verträge unterschreiben lassen, ohne dass die Spieler ihre Anwälte einschalten könnte. Die wollten, dass man die Verträge „vor ihren Augen unterschreibt.“

Es sei die Ansage gewesen: „Unterschreibt das oder du kannst jetzt nicht spielen.“

Er befürchtet auch jetzt für diese Enthüllung bestraft zu werden. Normal halte er sich aus sowas auch raus, aber das wolle er jetzt mal sagen. Er habe die Schnauze voll.

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Streamer kriegt Ärger für Werbestream vor 2 Monaten

Was war das für ein Stream? Laut der Webseite Sullygnome hat Scump zwei Stunden lang „Raid: Shadow Legends“ über Twitch gezeigt. Dabei sahen ihm 1.400 Leute im Schnitt zu. Das war am 28. September. Vorher hatte Scump noch Call of Duty: Modern Warfare gespielt (via sullygnome).

Der Stream, für den er jetzt nach eigenen Angaben bestraft wurde, liegt fast 2 Monate zurück.

Es fällt aber auf, dass scump in den letzten 90 Tagen auf seinem Twitch-Kanal 7 verschiedene Spiele gezeigt hat – 6 davon gehören zu Call of Duty.

Overwatch-Profi erzählt ebenfalls von ungünstigem Vertrag

Das sagt ein Overwatch-Spieler: In einer ähnlichen Situation wie Scump war vor zwei Jahren Brandon „Seagull“ Larner. Auch der war Profispiel für eine Liga von Activision Blizzard, für Overwatch, und ein großer Twitch-Streamer.

Seagull sagt (via twitch):

  • Für die Overwatch League sollten Streamer einen ganz ähnlichen Vertrag unterzeichnen
  • Da hätte man das Recht aufgeben müssen, die Streaming-Plattform zu wählen, und hätte damit aufhören müssen, Overwatch zu kritisieren
  • Das habe sein Team abgelehnt und aufgehört, Overwatch in der Liga zu spielen
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Der ehemalige Overwatch-Profi Seagull streamt jetzt nur noch.

Tatsächlich war es 2018 seltsam, dass ein erfolgreicher Profi wie Seagull plötzlich mit Overwatch aufhört und zum Vollzeit-Streamer wurde. Damals dachte man, das hätte vor allem körperliche Gründe.

So nahm Seagull in seiner Zeit als Profi 20 Kilo zu und entwickelte eine Schlafstörung.

Die Profi-Ligen für Overwatch und Call of Duty sind beide noch relativ neu. Offenbar muss hier noch eine Balance gefunden werden, was die Profis öffentlich sagen und zeigen dürfen und was nicht.

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Wunder ist der Top-Laner von G2 Esport. Er kriegt öfter mal Ärger.

Eine etablierte E-Sport-Liga ist die von League of Legends. Doch da auch da ecken die jungen Profis immer wieder an. So hatte sich LoL-Star Wunder beim Liga-Start über die extrem schlechten Stühle beschwert, auf denen er spielen musste. Allerdings gehörten die Stühle nicht irgendwem, sondern die gehörten zu einem neuen Sponsor der Liga. Ups:

Schlechte Werbung: LoL-Pro meckert über „fucking shit“ offizielle Stühle

Quelle(n): Inven
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Thyril

Vertrag ist Vertrag

ExeFail23

Boykott treyarch!!!
Deren billiges Vollpreis Beta CoD schaltet meine Series x aus, die geht doch kaputt von deren Schrott Spiel! 😤

Sylar

Bitte reiche ihm jemand ein Taschentuch

Ahennys

Erst lesen lernen dann spielen.Sagte meine Mami immer.😂Vorteil davon…keine Scheiß Verträge unterschrieben.Die wollen etwas von Dir.Nicht du etwas von denen.Und wenn die meinen Druck machen zu müssen Marke „Sofort!“ohne das du die Möglichkeit zur Prüfung hast dann lass die Finger davon.Ist immer zu deinem Nachteil.(der Tipp ist von mir.Nicht von meiner Mami)😂

Vier2Acht

Einfach nicht unterschreiben und fertig, macht genug kohle mit seinem stream+youtube

Chris

Es kommen immer mehr negativschlagzeilen zu fragwürdigen Geschäftspraktiken. Das scheint ja nur die Spitze des Eisbergs zu sein. Frage mich was da noch so an Leichen bei Activision am Ende heraus geholt werden. :3
Ist aber auch nicht sonderlich überraschend, dass sowas bei größeren Konzernen abgeht. Sieht man doch überall, wie solche Großkonzerne für Kohle alles tun bzw. ihnen das Geld und der Ruhm zu Kopfe steigt.

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