Ich habe 23 Stunden lang in Rust Prügel kassiert – So macht ihr es besser

Rust kann Anfang 2021 so viele Spieler verzeichnen wie nie zuvor. Darunter sind sicherlich etliche Anfänger. Damit ihr als Neuling nicht komplett aufgeschmissen seid, findet ihr hier einige Tipps für den Start – und Fehler, die ihr vermeiden solltet.

Was ist Rust? Das Survival-Game Rust ist bereits seit 2013 auf dem Markt. Das Setting ist klassisch postapokalyptisch: Ihr sollt auf einer Insel überleben und dabei Hunger, Durst, Strahlung und Feinden trotzen.

Rust ist bekannt für seinen harten Einstieg und seinen rauen Umgang. Den Klassiker gibt es aktuell nur auf dem PC, 2021 soll er aber auch auf PlayStation und Xbox kommen.

Anfang 2021 erlebt das Spiel einen neuen Hype, ausgelöst durch einige Streamer, die Rust auf Twitch beliebt machen. Das lockt viele Neulinge an. Der Einstieg in Rust kann aber ziemlich hart sein.

twitch-pokimane
Pokimane ist einer der Gründe, warum Rust aktuell einen Aufwind hat.

Selbst ich als Survival-Experte habe in Rust härter kassiert als in den meisten Spielen des Genres. Ich habe hunderte Stunden Conan Exiles, Fallout 76 und Don‘t Starve auf dem Buckel sowie dutzende Stunden in DayZ, ARK und anderen Vertretern.

Wenn ihr den Einsteiger-Guide zu Rust bereits gelesen habt, seid ihr hier richtig um zu erfahren, wie es weiter geht. Rust war eine echte Faust ins Gesicht und in meinen 23 Stunden dort habe ich richtig einstecken müssen.

Gut für euch, ihr könnt jetzt aus meinen Fehlern lernen. Und als Bonus gibt es noch einige Tipps von einem Experten, der über 5.000 Stunden in Rust verbracht hat – der muss wissen, wie man da überlebt.

Der richtige Einstieg – 5 kurze Tipps für die ersten Stunden

Wenn ihr ganz neu seid und vielleicht mit Survival-Games noch gar keinen Kontakt hattet, kann euch bereits der Start überfordern. Denn Spiele wie Rust sagen euch nicht, was ihr tun müsst oder könnt. Ihr startet nackt, buchstäblich, nur mit einem Stein in der Hand. Eure ersten Schritte sollten deswegen so aussehen:

  • 1. Orientiert euch auf der Map und macht euch auf den Weg zu eurem gewünschten Bauplatz – Der Rand der Schneegebiete mit einem Zugang zu Beute-Plätzen ist ideal für den Start. Sammelt auf dem Weg Stoff
  • 2. Baut und platziert einen Schlafsack, damit ihr bei einem Tod nicht völlig abseits wieder auftaucht
  • 3. Nutzt beim Abbau von Ressourcen kritische Punkte (ein rotes X an Bäumen, leuchtende Stellen bei Steinen) – so erhaltet ihr mehr Materialien pro Einsatz
  • 4. Craftet Werkzeug und eine Waffe – ein Speer oder Bogen sollte euch für den Einsteig grundlegend schützen können
  • 5. Sichert eure Basis mit einem Werkzeugschrank und haltet euch so gut es geht versteckt

Das Wichtigste dabei ist, nicht zu viel zu wollen. Gerade der Anfang ist schwer und aus Fehlern solltet ihr lernen, statt euch abschrecken zu lassen. Geht etwas schief, nehmt das als Lernerfahrung mit und macht es nächstes mal besser.

Rust Erstellung Charakter

Es kann übrigens recht nützlich sein, direkt nach einem Wipe mit Rust anzufangen. Dann beginnen alle Spieler bei 0 und ihr lauft weniger Gefahr, von einem Veteranen umgepustet zu werden.

Auf just-wiped.net findet ihr eine Übersicht darüber, welche Server wann einen Wipe hatten.

5 Fehler als Anfänger in Rust und wie ihr sie vermeidet

Habt ihr euch bereits etwas eingelebt oder schon Erfahrung mit Survival-Games, gibt es einige Sachen, auf die ihr in Rust insbesondere achten solltet. Fünf Fehler sind mir aus meiner Zeit noch in bitterer Erinnerung und ich würde sie bei einem neuen Start auf jeden Fall anders machen.

1. Fehler: Unvorbereitet starten

Das ist der Fehler: Rust verzeiht Fehler nur bedingt und ihr könnt euch schneller wieder nackt irgendwo im Nichts wiederfinden, als euch lieb ist. Das passiert vor allem dann, wenn ihr einfach ohne Plan loszieht und ohne Idee davon, was ihr zu tun habt.

Um einfach mal zu erkunden ist das sicherlich eine tolle Idee. Wenn ihr aber sofort richtig in Rust starten wollt, ist kaum etwas schlimmer, als völlig unbedarft an das Spiel heranzugehen – außer, ihr habt eine wirklich starke Toleranz gegen Frust und seid schnell lernfähig. Erfahrungsgemäß werden aber beide Eigenschaften besonders bei Veteranen gerne überschätzt.

So vermeidet ihr ihn: Den ersten Schritt habt ihr schon getan, indem ihr diesen Guide lest. Gut gemacht! Das ist aber nur der Anfang. Rust ist komplex. Es dauert Stunden, bis ihr die Grundlagen kennt und noch länger, bis ihr euch einigermaßen selbständig zurechtfindet. Informiert euch am besten frühzeitig zu Dingen wie:

  • Basenbau und sichere Orte
  • Gebiete auf der Map, die ihr meiden solltet
  • Waffen, Rüstungen und Upgrades, die nützlich sind
  • Ressourcen und wo ihr sie bekommt
Rust Fluggefährt
Rust hat coole Fahrzeuge, aber die bekommt ihr nur mit Geduld und Vorbereitung.

2. Fehler: Basis offen lassen oder falsch bauen

Das ist der Fehler: Wer gerne baut und kreativ ist, hat häufig das Bedürfnis, seine Basis schön zu machen. Fenster, ein schicker Eingang, ein kreatives Dach, eine Veranda … In Rust ist das aber ein großer Fehler.

Feinde interessieren sich nicht für eure Haustür, die brechen da ein, wo es am leichtesten ist. Eine doppelte Magnetschlosstür mit Schleuse bringt euch nichts, wenn ein Dieb einfach durch das Fenster eure Kisten plündern kann.

So vermeidet ihr ihn: Es gibt eine Faustregel für den Bau in Rust: baut pragmatisch. Egal, wie schön eure Basis aussieht, wenn sie nicht sicher ist, wird sie vermutlich nicht lange stehen. Dazu ist der Loot drinnen einfach zu verlockend. Einige Tipps für den Basenbau sind deswegen:

  • Baut keine Fenster im unteren Geschoss, das sind leichte Einstiegspunkte.
  • Verstärkt nicht nur die Tür, sondern das gesamte Untergeschoss.
  • Versteckt eure Kisten und Behälter, sodass sie nur schwer zu erreichen sind.
  • Sichert auch eure Basis von innen mit Türen.
  • Sucht euch einen Ort, der schwer einsehbar ist und verratet niemandem, wo ihr wohnt.

3. Fehler: Fremden vertrauen

Das ist der Fehler: Da Rust ein Survival-MMO ist, trefft ihr im Regelfall häufig auf andere Spieler. Wer von Communitys wie der von Fallout 76 verwöhnt ist, will vielleicht sofort mit denen ins Gespräch kommen.

In Rust kann es dabei aber schnell passieren, dass ihr euch mit einer Kugel im Kopf wiederfindet. Das Spiel ist hart und gnadenlos und so sind auch seine Spieler. Vertrauen kann schnell tödlich enden.

So vermeidet ihr ihn: Betrachtet jeden Spieler, den ihr nicht kennt, erst einmal als Feind. Ihr müsst natürlich nicht sofort angreifen, wenn ihr jemanden seht. Aber versucht, selbst versteckt zu bleiben. Und wenn euch in einem Gespräch jemand ein Angebot macht, das zu gut klingt um wahr zu sein, ist es das auch.

Seid generell eher skeptisch. In Rust ist die Wahrscheinlichkeit, dass euch jemand ausrauben will, höher, als dass er euch aus Nächstenliebe hilft. Es gibt natürlich Ausnahmen, für die lohnt es sich aber nicht, seinen Schutz zu vernachlässigen.

Rust PvP
PvP macht einen großen Teil von Rust aus. Vertraut also besser nicht jedem.

4. Fehler: Frustrieren lassen und nicht aus Fehlern lernen

Das ist der Fehler: In Rust werdet ihr sterben. Häufig. Ihr werdet teilweise eure Ausrüstung verlieren, eure Ressourcen und vermutlich auch eure Basis, in der viele Stunden Arbeit stecken. Das kann frustrieren und euch dazu verleiten, aufzuhören und Rust nie wieder anzufassen. Ein Tod oder der Verlust der Basis sind aber kein Weltuntergang sondern sollten als Chance zum Lernen angesehen werden.

So vermeidet ihr ihn: Hier gibt es leider keine wirklich leichte Lösung. Lernt aus euren Fehlern und macht es beim nächsten Mal besser. Ihr werdet häufig zurückgeworfen werden, aber das gehört zu einem Survial-Game eben dazu.

Verdammt nicht gleich das Spiel und die Spieler für einen Fehler, den ihr gemacht habt. Versucht stattdessen, nach vorne zu blicken und freut euch auf das, was ihr mit dem neugewonnenen Wissen alles erreichen könnt.

5. Fehler: Übermütig werden und zu viel erwarten

Das ist der Fehler: Wenn euer Start erstaunlich milde war oder ihr in kurzer Zeit viel erreicht habt, könntet ihr euch schnell überschätzen. Das Gebiet, das vor ein paar Stunden noch zu hart war, könnte nun leichter erscheinen, als es eigentlich ist. Der Nachbar mit dem Raketenwerfer ist ja vielleicht doch gar nicht so gefährlich, wenn ihr nur gut genug zielt. Die Wahrheit ist aber meistens: Doch, der Raketenwerfer-Typ ist verdammt tödlich und das Gebiet ist für Spieler mit hunderten Stunden mehr gedacht.

So vermeidet ihr ihn: Denkt immer daran, dass es vermutlich jemanden gibt, der noch mehr Erfahrung und noch bessere Waffen hat. Verzichtet lieber auf die eine Ressource oder den Loot, wenn ihr dafür ein zu großes Risiko eingehen müsstet.

Haltet euch an die weitgehend sicheren Gebiete, vor allem für die ersten Stunden. Nutzt die erste Zeit, um zu lernen und besser zu werden. Wagt euch nur langsam vor in neue Gebiete, auch wenn die Entdeckerlust noch so groß wird.

Rust Sumpf
Rust hat sehr schöne Ecken, aber ihr solltet euch nicht zu früh zu weit wagen.

Die 5 wichtigsten Tipps aus Sicht des Experten

Wir haben mit dem Spieler DaSepp gesprochen, der mittlerweile 5.000 Stunden in Rust verbracht hat. Als Experte hat er einige wertvolle Tipps für euch, damit der Einstieg leichter wird. Wir haben sie hier für euch kurz zusammengefasst und erklärt

1. Traue niemandem! Wenn ihr euch mit jemandem unterhaltet, macht ihr euch angreifbar. Gebt niemals die Position eurer Basis preis, da ihr sonst ein leichtes Ziel werdet.

2. Baue einen Werkzeugschrank. Der hilft euch in eurer Basis bei der Verwaltung und dem Schutz von Hab und Gut. Ein Upgrade mindestens zu Holz, besser zu Stein oder Metall ist Pflicht.

3. Sucht den richtigen Server aus. Startet am besten auf einem Server, der gerade erst zurückgesetzt wurde („wipe“) und achtet auf das Gruppen-Limit. Spielt ihr alleine, sind Server mit kleinen oder ohne Gruppen besser.

4. Passt bei Kills auf. Geht nicht sofort looten, wenn ihr jemanden umgenietet habt. Sepp sagt: „Da ist immer noch einer.“

5. Lerne aus Fehlern. Wie bereits in unserem Guide empfiehlt auch der Experte, aus Fehlern Erfahrungen zu ziehen. „Das Spiel zu beschuldigen oder ‚Cheater‘ zu schreien, bringt dich nicht weiter.“

Im vollständigen Interview mit dem Rust-Veteranen erklärt er euch, dass ihr euch daran gewöhnen solltet, zu sterben.

Warum ist Rust plötzlich so beliebt?

Trotz seines Alters hat sich Rust über die Jahre eine starke Spieler-Basis sichern können und ist seit einiger Zeit das größte Survival-MMO auf Steam. Seit Ende 2020 strömen sogar immer mehr Spieler zu Rust. Grund dafür dürfte ein plötzlicher Hype sein, ausgelöst von einem skurrilen Plan mehrerer Streamer:

twitch-xqc
Er bringt Feuer in Rust rein: xQc.

Der Trend startete in den USA und zieht mittlerweile weiter. Einige spanische Streamer kopierten dieses Konzept. Rust erlebt so einen zweiten Frühling und hat auf Steam so viele Spieler wie noch nie.

Ihr möchtet einen eigenen Rust-Server oder möchtet mit Freunden einen mieten? Dann empfehlen wir euch unseren Rust: Server mieten und einrichten Guide.

Wenn ihr zu den Spielern gehört, die durch den Hype angezogen wurden und nun neu anfangen wollt, hilft euch unser Guide dabei, den Einstieg zu meistern.

Rust gehört zu den besten Survival-Games überhaupt. Wenn ihr euch noch weiter umsehen wollt, findet ihr in unserer Liste die 25 besten Survvial-Spiele 2021 für PC, Xbox und PlayStation.

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Frank

Und wenn euch in einem Gespräch jemand ein Angebot macht, das zu gut klingt um wahr zu sein,….

dann ist es der Typ aus dem Griefing Interview der euch später zum weinen bringt 😀

VoodooNimbul

Also es ist und bleibt ein Game, das ich nicht mit der Kneifzange anfasse.

Mark Mitterbacher

Leider muss ich sagen das der Guide in der Form nicht zu 100% hilfreich ist, dazu sind die Stichpunkte zu Beginn allein schon in einer völlig falschen Reihenfolge. Ich möchte Dir nicht zu Nahe treten und habe Respekt vor einer solchen Arbeit. Aber wenn wir ehrlich sind, wie oft wird hier über Rust berichtet? Nur weil es gerade Hype ist, kann man nicht nach wenigen Stunden einen Guide raushauen. Bei wie vielen Stunden liegst Du, wenn ich fragen darf?

Alex

23 Stunden. Steht ja im Text

Mark Mitterbacher

Nun, zumindest hat er 23 Stunden auf die Moppe bekommen 😀 Was aber kam danach? Ich persönlich habe nun 2.056 Stunden und muss einfach leider sagen, dass die Tipps in der Form hier nicht weiter gebracht hätten.

Man sollte eben allein bei der Gebietswahl sehr genau abwägen. Ständiges sterben durch kälte, kann auch ein großer Vorteil sein. Ich z.B lasse mich möglichst nahe einer Straße nieder, in einer kalten Region. Optimal gepaart mit einem Supermarkt in der Nähe und ein Monument, welches nicht zu groß ist. Klärwerk z.B. Natürlich sterbe ich zu Beginn oft, was erstmal nur Ausdauer verlangt. Denn in einer kalten Region ist erstmal nur (abgesehen von denen mit selber Taktik) die Kälte mein Feind, der ich später entgegen wirken kann.

Zudem stimme ich auch in dem Punkt nicht zu direkt Steine und Holz zu besorgen. Das ist nämlich mit Verlaub eines der dümmsten Dinge die man machen kann. Denn Stoff für einen Schlafsack braucht man ebenfalls. Und sollte ich abgemurkst werden, bringt mir auch der Schlafsack nichts, da ich eh gelootet bin. Ergo, das erste auf einem Server:

  1. Map öffnen und schauen wo man hin will
  2. Straight dorthin und auf dem Weg Stoff sammeln
  3. Angekommen einen Schlafsack in der Nähe verstecken
  4. Holz für die erste 2X3 Butze sammeln.

Das ist erstmal der gängigste Teil. Der Werkzeugschrank sollte schon herstellbar sein sobald man seine Bude anfängt, der ist nämlich in erster Linie nicht zum Verwalten seiner Ressourcen sondern dafür das die Base nicht decayed. Wie gesagt, sowas ist viel Arbeit aber auch eine “schöne”, gute sowie mit Mühe geprägter Arbeit, kann eben einfach falsch sein 😀

Alex

“Aber Rust war eine echte Faust ins Gesicht und in meinen 23 Stunden dort habe ich richtig einstecken müssen.”

23 Stunden also insgesamt xD

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Alex
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